<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?> <feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom"> <link href="https://www.sanitaets-online.de/ratgeber/?sAtom=1" rel="self" type="application/atom+xml" /> <author> <name>Sanitäts-Online.de</name> </author> <title>Blog / Atom Feed</title> <id>https://www.sanitaets-online.de/ratgeber/?sRss=1</id> <updated>2026-07-25T12:30:03+02:00</updated> <entry> <title type="text">Der große Pflegegrad Ratgeber</title> <id>https://www.sanitaets-online.de/pflegeratgeber/pflegegrad</id> <link href="https://www.sanitaets-online.de/pflegeratgeber/pflegegrad"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Wer einen Antrag auf Pflegeleistungen stellt, wird einem bestimmten Pflegegrad zugeordnet. Das ermöglicht, dass jedem Pflegebedürftigen die passenden Pflegeleistungen zukommen. Alles zum Thema Pflegegrad erfahren Sie in diesem Pflegeratgeber. ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Pflegestufen heißen jetzt Pflegegrade Pflegegrade im Überblick Pflegegrad 1 Pflegegrad 2 Pflegegrad 3 Pflegegrad 4 Pflegegrad 5 Unterlagen, Fristen und Ablauf: Wichtige Informationen zum Pflegeantrag Emittlung des Pflegegrads Beispiel: Punktbewertung im Modul “Selbstversorgung” Höheren Pflegegrad beantragen: So geht&#039;s Widerspruch gegen Entscheid der Pflegekasse &amp;nbsp; Wer aufgrund körperlicher, geistiger und/oder psychischer Beeinträchtigungen auf Unterstützung angewiesen ist, kann einen Antrag auf Pflegeleistungen stellen. Die Einstufung in sog. Pflegegrade dient dazu, den Umfang der Einschränkungen und der deswegen benötigten Pflegeleistungen zu erfassen. Welche Pflegeleistungen gibt es? Die Höhe der finanziellen Zuschüsse und der damit finanzierbaren Leistungen richtet sich danach, wie stark die Selbstständigkeit bzw. die Fähigkeiten der jeweiligen Person beeinträchtigt sind. Der Umfang der Leistungen ist nach sog. Pflegegraden von 1 bis 5 gestaffelt. Welche Pflegegrade werden unterschieden? Die Pflegegrade werden in Pflegegrad 1 bis 5 unterteilt und ersetzen die Pflegestufen. Wie kann man Pflegeleistungen beantragen? Der Antrag auf Pflegeleistungen wird bei der zuständigen Pflegekasse gestellt. Daraufhin erhält man den Bescheid, der angibt, ob und ggf. welcher Pflegegrad bewilligt wird. Wie wird der Pflegegrad festgelegt? Zur Einstufung des Pflegegrads veranlasst die Pflegekasse eine Begutachtung durch den Medizinischen Dienst. Bei einem Hausbesuch wird der Gutachter den Grad der Einschränkung nach einem Punktesystem mit 6 Modulen bewerten. Wie kann ein höherer Pflegegrad beantragt werden? Wenn der Pflege- bzw. Unterstützungsbedarf im Verlauf der Zeit zunimmt, können Sie mit einem Verschlimmerungs- bzw. Verschlechterungsantrag oder auch Höherstufungsantrag einen höheren Pflegegrad beantragen. Was, wenn die Pflegekasse irrt? Wer mit dem Bescheid der Pflegekasse nicht einverstanden ist, hat die Möglichkeit, Widerspruch einzulegen oder im zweiten Schritt auch eine Klage vor dem Sozialgericht anzustrengen. &amp;nbsp; All diese Fragen werden im folgenden Text ausführlich besprochen. Dazu erfahren Sie auch, wie sich die Pflegegrade zu den früher üblichen Pflegestufen verhalten oder was zu tun ist, wenn der Pflegebedarf mit der Zeit zunimmt. Laden sich unser kostenloses PDF zum Pflegegrad herunter , in dem wir alle wichtigen Informationen für Sie zusammengestellt haben. Jetzt downloaden &amp;nbsp; Die ehemaligen Pflegestufen wurden durch Grade ersetzt Wenn es um das Thema Pflegebedürftigkeit geht, hört und liest man vielerorts noch von “Pflegestufen”. Dabei handelt es sich jedoch um einen veralteten Begriff: Bis 2017 gab es ein System mit drei Pflegestufen, heute dagegen wird die Pflegebedürftigkeit in fünf Pflegegraden angegeben. Wie sich die alten Pflegestufen zu den heutigen Pflegegraden verhalten, zeigt die folgende Tabelle: alt neu Pflegestufe 0 Pflegegrad 1 Pflegestufe 1 Pflegegrad 2 Pflegestufe 2 Pflegegrad 3 Pflegestufe 3 Pflegegrad 4 Pflegestufe 3 Härtefall Pflegegrad 5 Die einzelnen Pflegegrade im Überblick Wie stark die Selbstständigkeit und die Fähigkeiten einer Person beeinträchtigt sind, wird von der Pflegekasse mit einem fünfstufigen System angegeben: Pflegegrad 1 entspricht dem geringsten Unterstützungsbedarf, Pflegegrad 5 dem höchsten Unterstützungsbedarf und damit auch den umfangreichsten Pflegeleistungen. &amp;nbsp; &amp;nbsp; Teilen Sie diese Infografik auf Ihrer Webseite! &amp;nbsp; Pflegegrad 1 (ehemals Pflegestufe 0): Nur Pauschalleistungen enthalten Der Pflegegrad 1 steht für eine geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit : Im Punktesystem der Begutachtung entspricht dies einem Wert von 12,5 bis unter 27 Punkten. Mit Anerkennung eines Pflegegrads haben Sie auch die Möglichkeit, erforderliche Hilfsmittel, die Einschränkungen ausgleichen oder deren Folgen abmildern , bei der Pflegekasse zu beantragen. Ein typisches Beispiel hierfür sind Gehhilfen wie Gehstöcke oder Rollatoren . Alle wichtigen Informationen zum Pflegegrad 1 haben wir Ihnen in unserem Beitrag zusammengestellt. Pflegegrad 2 (ehemals Pflegestufe 1): Pflegebedürftige, die im Alltag stets auf Hilfe angewiesen sind Pflegegrad 2 bedeutet, dass eine erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit vorliegt, so dass eine stete Unterstützung im Alltag erforderlich ist. Auf der Punkteskala des Gutachters entspricht dies einem Wert von 27 bis unter 47,5 Punkten. Worauf Sie bei Bewilligung des Pflegegrad 2 Anspruch haben, haben wir für Sie in unserem Beitrag zum Thema zusammengefasst. Pflegegrad 3 (ehemals Pflegestufe 2): Welche Leistungen gibt es? Bei Pflegegrad 3 liegt eine schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit vor, was einem Wert von 47,5 bis unter 70 Punkten auf der Gutachterskala entspricht. Hier ist stete und umfangreichere Unterstützung im Alltag erforderlich. Welche Leistungen Ihnen mit dem Pflegegrad 3 zustehen, erfahren Sie in unserem Beitrag zum Thema. Pflegegrad 4 (ehemals Pflegestufe 3): Personen mit schwerster Beeinträchtigung der Selbstständigkeit Die Einstufung in Pflegegrad 4 erfolgt bei schwerster Beeinträchtigung der Selbstständigkeit , die stete und sehr umfangreiche Unterstützung erforderlich macht. Diese Pflegestufe entspricht einem Wert von 70 bis unter 90 Punkten bei der Begutachtung. Was es beim Pflegegrad 4 zu beachten gibt und auf welche Leistungen Sie Anspruch haben, erfahren Sie in unserem Beitrag. Pflegegrad 5 (ehemals Pflegestufe 3 Härtefall): Besondere Leistungen für Pflegebedürftige Wenn eine schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung vorliegt – das entspricht 90 bis 100 Punkten auf der Gutachterskala – wird Pflegegrad 5 bewilligt. Welche Leistungen Ihnen beim Pflegegrad 5 zustehen, haben wir Ihnen übersichtlich in unserem Beitrag zum Thema zusammengestellt. Unterlagen, Fristen und Ablauf: Wichtige Informationen zum Pflegeantrag Der Antrag auf Pflegeleistungen ist bei der Pflegekasse zu stellen. Diese beauftragt dann einen Gutachter, um den Pflegegrad der betreffenden Person zu ermitteln. Auf Grundlage des Gutachtens wird dann über die Bewilligung bzw. Ablehnung des Antrags entschieden. Beim Beantragen des Pflegegrads können Sie sich von unabhängigen Experten unterstützen lassen. Diese helfen auch weiter, wenn die Pflegekasse den Antrag auf Pflegegrad zu langsam bearbeitet und die geltenden Fristen nicht einhält. In manchen Fällen kann beim Eintreten der Pflegebedürftigkeit auch Anspruch auf Anerkennung einer Schwerbehinderung entstehen. Hier kann die Beantragung eines Schwerbehindertenausweises lohnenswert sein – mehr dazu in unserem Ratgeber: Schwerbehindertenausweis. Ein formloser Brief ist ausreichend Den Antrag auf Bewilligung eines Pflegegrads sollten Sie schriftlich bei Ihrer Pflegekasse stellen. Wenn die pflegebedürftige Person dies nicht selbst tun kann, kann der Antrag von einem Bevollmächtigten bzw. Betreuer gestellt werden. Dafür genügt zunächst ein formloser Brief, der folgende Angaben enthalten muss: Name Adresse Geburtsdatum UND/ODER Versichertennummer offizielle Antragsformel: “Ich stelle einen Antrag auf Leistungen der Pflegekasse.” &amp;nbsp; Anschließend sendet Ihnen die Pflegekasse in der Regel ein Formular, auf dem sie alle erforderlichen Informationen zur weiteren Bearbeitung des Antrags abfragt. Diese betreffen insb. die gewünschten Leistungen – häusliche Pflege, ambulante Pflege durch einen Pflegedienst oder stationäre Pflege. Welche Pflegekasse ist zuständig? Die Pflegekasse ist grundsätzlich bei Ihrer Krankenversicherung angesiedelt. Ob AOK, Barmer oder TK – die richtige Adresse erfragen Sie am besten beim Kundenservice. Sie können sich auch an einen der zahlreichen Pflegestützpunkte wenden, die von den Kranken- und Pflegekassen betrieben werden. Hier erhalten Sie persönliche Unterstützung bei der Antragstellung und können sich auch hinsichtlicher der geltenden Fristen, Widerspruchsmöglichkeiten etc. beraten lassen. In diesen Fällen kann ein Eilantrag gestellt werden In der Regel steht der Pflegekasse eine Frist von 25 Werktagen zur Verfügung, um den Antrag auf Pflegeleistungen zu bearbeiten und den Bescheid zu erstellen . Daneben gibt es Sonderregelungen für eine besonders schnelle Begutachtung: binnen 5 Werktagen , wenn sich die antragstellende Person im Hospiz oder in ambulanter Palliativversorgung befindet binnen 5 Werktagen , wenn sich die antragstellende Person im Krankenhaus oder einer stationären Reha-Einrichtung befindet, um die weitere Versorgung zu gewährleisten oder die Freistellung von Pflegepersonen zu ermöglichen. binnen 10 Werktagen , wenn sich die antragstellende Person in häuslicher Obhut befindet, um die Freistellung von Pflegepersonen zu ermöglichen. 5 &amp;nbsp; Über einen Eilantrag 6 können Sie auch eine sofortige Gewähr von Pflegeleistungen erreichen – die ausführliche Begutachtung erfolgt dann erst im Nachhinein, um den vorläufig gewährten Pflegegrad zu bestätigen bzw. abzuändern. Das ist vor allem dann erforderlich, wenn die betreffende Person im Krankenhaus liegt und nach der Entlassung auf absehbare Zeit nicht allein zurecht kommen wird. Hier ist der Sozialdienst des Krankenhauses Ihr Ansprechpartner: Dieser kann eine sog. Eileinstufung über den Medizinischen Dienst erreichen und zu allen dringlichen Fragen beraten. Wie wird der Pflegegrad ermittelt? Zur Einstufung des Pflegegrads werden die Pflegebedürftigkeit und der Pflegeaufwand offiziell begutachtet, d.h. die Pflegekasse entsendet einen Pflegegutachter, der den Antragsteller persönlich aufsucht – in der eigenen Wohnung, in der Pflegeeinrichtung, im Krankenhaus oder der Reha-Einrichtung. Bei gesetzlich Versicherten übernehmen dies die Gutachter des Medizinischen Dienstes (früher: Medizinischer Dienst der Krankenversicherung, MDK), bei privat Versicherten die Gutachter von MEDICPROOF. Diese Lebensbereiche beurteilt der Pflegegutachter Bei der Begutachtung von Pflegebedürftigkeit und -aufwand werden sechs Lebensbereiche bzw. Module berücksichtigt. Dabei nutzt der Gutachter einen detaillierten Fragenkatalog und ein Punktebewertungssystem mit insgesamt 64 Kriterien. Diese 6 Module haben wir hier für Sie aufgelistet und zum besseren Verständnis mit Beispielfragen illustriert: Modul: Mobilität – Können Sie sich allein in der Wohnung bewegen, ggf. auch Treppen steigen und allein das Haus verlassen? Modul: Kognitive und kommunikative Fähigkeiten – Können Sie Ihr Geburtsdatum und Ihr Alter nennen? Kennen Sie den aktuellen Wochentag und die Uhrzeit? Vergessen Sie oft wichtige Dinge? Modul: Verhaltensweisen und psychische Problemlagen – Leiden Sie unter Depression? Wachen Sie nachts oft auf? – Fragen nach nächtlicher Unruhe, aggressivem Verhalten o.ä. werden auch Angehörigen bzw. Pflegekräften gestellt. Modul: Selbstversorgung – Können Sie sich allein an- und auskleiden, duschen und die Toilette aufsuchen? Brauchen Sie Hilfe beim Essen und bei der Essenszubereitung? Modul: Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit Krankheits- oder Therapiebedingten Belastungen – Welche Medikamente nehmen Sie ein? Wer sorgt für die regelmäßige Messung des Blutzuckers? Wie organisieren Sie Ihre Arzt- bzw. Therapietermine? – Auch hier werden ggf. Angehörige oder Pflegekräfte bzgl. der nötigen Unterstützung bei Terminorganisation und -begleitung befragt. Modul: Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte – Wie organisieren Sie Ihren Tagesablauf? Mit wem verabreden Sie sich, welche Veranstaltungen besuchen Sie? &amp;nbsp; Apropos Veranstaltungen: Eine aktive Alltagsgestaltung ist auch und gerade für Senioren empfehlenswert, solange es die Gesundheit erlaubt. Wussten sie, dass viele Kultureinrichtungen bei Vorlage eines Rentenausweis attraktive Preisnachlässe anbieten? Hier erfahren Sie mehr über Vergünstigungen für Rentner . So werden die Lebensbereiche gewichtet Hinsichtlich der prozentualen Gewichtung hat das Modul “Selbstversorgung” den größten Einfluss auf die Einstufung des Pflegegrads, danach folgt das Modul “Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit Krankheits- oder Therapiebedingten Belastungen”. Module maximale Gewichtung Mobilität 10% Geistige und kommunikative Fähigkeiten 7,5 % Verhaltensweisen und psychische Problemlagen 7,5 % Selbstversorgung 40% Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit Krankheits- oder Therapiebedingten Belastungen 20% Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte 15% Beispiel: Punktbewertung im Modul “Selbstversorgung” Das Punktsystem soll hier am Beispiel des Moduls “Selbstversorgung” veranschaulicht werden. Hier sieht der Bewertungskatalog zehn Fragen vor: Waschen des vorderen Oberkörpers Körperpflege im Bereich des Kopfes, d.h. Kämmen, Zahn/Prothesenpflege, Rasieren Waschen des Intimbereichs Duschen und Baden, inkl. Haarewaschen An- &amp;amp; Auskleiden des Unterkörpers An- &amp;amp; Auskleiden des Oberkörpers Zubereitung von Nahrung, Eingießen von Getränken Essen Trinken Benutzung von Toilette oder Toilettenstuhl &amp;nbsp; Für jede Frage des Moduls werden Punkte vergeben, die dem Umfang der benötigten Hilfe entsprechen. So bspw. für Frage 1, das Waschen des vorderen Oberkörpers: 0 Punkte – selbstständig , d.h. die Person kann sich den vorderen Oberkörper ohne fremde Hilfe waschen 1 Punkt – größtenteils selbstständig , d.h. die Person braucht etwas Unterstützung, bspw. beim Bereitstellen von Waschlappen &amp;amp; Seife, beim Einlassen von Wasser und bei schwer erreichbaren Stellen an Achseln und Brust 2 Punkte – größtenteils unselbstständig , d.h. die Person kann beim Waschen nur unterstützend mithelfen 3 Punkte – unselbstständig , d.h. die Person benötigt bei allen Schritten Unterstützung und kann nicht mithelfen &amp;nbsp; Die Punktbewertung ist dabei nicht bei allen Fragen gleich . Deutlich mehr Punkte gibt es bspw. für Frage 8 zum Unterstützungsbedarf beim Essen: 0 Punkte – selbstständig , d.h. die Person kann alles selbstständig essen kann, auch Suppe 3 Punkte – überwiegend selbstständig , d.h. die Person benötigt punktuell Unterstützung, wenn bspw. die Gabel aus der Hand rutscht oder sie abgelenkt wird und das Weiteressen vergisst 6 Punkte – überwiegend unselbstständig , die Person braucht ständige Betreuung beim Essen, ggf. auch wegen häufigem Verschlucken und der damit einhergehenden Aspirationsgefahr 9 Punkte – unselbstständig , d.h. die Person kann (fast) nicht allein essen &amp;nbsp; Wenn alle 10 Fragen für das Modul “Selbstversorgung” abgeklärt sind, werden die vergebenen Punktwerte je Frage summiert. Die Summe der Modulpunkte geht dann, gemäß der Gewichtung, wie folgt in die Gesamtwertung ein: Modulpunkte im Modul “Selbstversorgung” gewichtete Punkte in der Gesamtbeurteilung 0-2 0 3-7 10 8-18 20 19-36 30 37-54 40 Nach Abklärung aller 6 Module werden die gewichteten Punkte aller Module aufsummiert, um den Pflegegrad zu ermitteln : Gesamtpunktzahl Pflegegrad 12,5 – 27 Pflegegrad 1 27 – 47,5 Pflegegrad 2 47,5 – 70 Pflegegrad 3 70 – 90 Pflegegrad 4 90 – 100 Pflegegrad 5 Tipps für die Vorbereitung auf die Begutachtung Um die Begutachtung zu ermöglichen, wird der Gutachter mit Ihnen in Kontakt treten und einen Termin vereinbaren – unangekündigte Besuche gibt es nicht ! Mit etwas Vorbereitung können Sie dazu beitragen, dass der Gutachter alle erforderlichen Informationen erhält, keine Fehleinschätzung erfolgt und nichts übersehen oder vergessen wird: Gesprächsvorbereitung – Der Gutachter wird verschiedene Fragen stellen, um den Pflegegrad korrekt einzuschätzen. Gehen Sie vorbereitend die oben genannten Lebensbereiche durch und notieren Sie sich, was Sie dazu sagen möchten – in der Aufregung des Begutachtungstermins fällt einem oftmals nicht alles Wichtige sofort ein! Gesprächsbegleitung – Angehörige und/oder Betreuungspersonal dürfen und sollten bei dem Termin zugegen sein. Deren Ergänzungen zu den Angaben der pflegebedürftigen Person sind besonders wichtig, wenn bspw. aus Scham verfälschte Angaben gemacht werden oder Demenz zu einer falschen Selbsteinschätzung führt. Pflegetagebuch – Dokumentieren Sie den täglichen Pflege- und Betreuungsaufwand im Verlauf einer Woche. Wenn bereits ein ambulanter Pflegedienst engagiert ist, sollte die Pflegedokumentation vorgelegt werden. medizinische Dokumente – Halten Sie weitere Informationen bereit, die den Pflegebedarf begründen, insb. Medikamentenplan, Liste genutzter Hilfsmittel, aktuelle Berichte von Ärzten bzw. Entlassungsberichte von Klinik bzw. Reha-Einrichtung, ggf. Schwerbehindertenausweis. So können Sie einen höheren Pflegegrad beantragen Wenn der Pflege- bzw. Unterstützungsbedarf im Verlauf der Zeit zunimmt, können Sie einen höheren Pflegegrad beantragen. Ein solcher Antrag wird als Verschlimmerungs- bzw. Verschlechterungsantrag oder auch Höherstufungsantrag bezeichnet. Die Beantragung eines höheren Pflegegrades: erfolgt bei derselben Pflegekasse, die den Erstantrag bewilligt hat, kann formlos erfolgen – viele Pflegekassen senden dann ein Formular, um Details zu erfragen und sollte neben Angaben zum Antragsteller (Name, aktueller Pflegegrad) auch eine Antragsbegründung enthalten – alternativ können Sie diese natürlich auch während des Begutachtungstermins persönlich vorbringen. &amp;nbsp; Ebenso wie bei der Erstbeantragung von Pflegeleistungen lohnt es auch bei einem Verschlimmerungsantrag, sich auf die Begutachtung vorzubereiten: Hilfreich sind insbesondere ein Pflegetagebuch oder die Pflegedokumentation des ambulanten Pflegedienstes bzw. des Pflegeheims sowie fachliche Einschätzungen der behandelnden Ärzte . Gegen die Entscheidung der Pflegekasse kann Widerspruch eingelegt werden Wenn die Pflegekasse Ihren Antrag auf Pflegeleistungen ablehnt oder einen Pflegegrad anerkennt, der Ihnen zu gering erscheint, können Sie Widerspruch gegen diesen Bescheid einlegen. Der Widerspruch muss: spätestens einen Monat nach Zugang des Bescheids schriftlich (aus Beweisgründen am besten als Einschreiben mit Rückschein) bei der Pflegekasse eingelegt werden. Einen Anwalt benötigen Sie dafür nicht. &amp;nbsp; Dieser Widerspruch wird von der Pflegekasse geprüft – entweder anhand der Aktenlage oder mit einem zweiten Begutachtungstermin. Wenn der gewünschte Pflegegrad nach dem Widerspruch nicht bewilligt wird, können Sie binnen eines Monats Klage beim Sozialgericht einreichen . Hier müssen Sie neben Kopien der beanstandeten Bescheide auch Dokumente beifügen, die Ihren Anspruch belegen. 1 “Wofür Sie in der Pflege Entlastungsleistungen nutzen können”, auf: www.verbraucherzentrale.de ( Link ) 2 “Pflegegrade 1,2,3,4 &amp;amp; 5 - neue Pflegestufen &amp;amp; Leistungen 2022”, auf: www.wohnen-im-alter.de ( Link ) 3 “Finanzielle Hilfen bei Pflegebedürftigkeit”, auf: www.caritas.de ( Link ) 4 “Wofür Sie in der Pflege Entlastungsleistungen nutzen können”, auf: www.verbraucherzentrale.de ( Link ) 5 “Pflegegrade”, auf: www.bundesgesundheitsministerium.de ( Link ) 6 “Pflegegrad beantragen: Erstantrag, Höherstufung, Eilantrag”, auf: www.pflege.de ( Link ) ]]> </content> <updated>2025-03-28T09:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Rollatoren: Alles, was Sie vor dem Kauf wissen sollten</title> <id>https://www.sanitaets-online.de/ratgeber/rollatoren/rollatoren-ratgeber</id> <link href="https://www.sanitaets-online.de/ratgeber/rollatoren/rollatoren-ratgeber"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Vor dem Kauf eines Rollatoren gibt es vieles zu Bedenken, damit er Ihre persönlichen Ansprüche erfüllt und Sie bestens unterstützt. Worauf Sie besonders achten sollten, erfahren Sie in diesem Ratgeber. ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Wann lohnt sich der Kauf eines Rollators? Wie lange hält ein Rollator? Preise, Zuschüsse und Zuzahlungen Neu oder gebraucht? Darauf sollten Sie beim Kauf achten ! Die unterschiedlichen Rollator-Modelle Online Sanitätshaus oder stationärer Handel Die beliebtesten Rollator-Marken Tipps zum Gebrauch &amp;nbsp; Ob fortgeschrittenes Alter, Unfall oder Krankheit – es gibt viele Gründe für den Kauf eines Rollators. Je detaillierter die Gehhilfe an die persönlichen Wünsche und Bedürfnisse angepasst ist, desto besser kann sie ihre Funktion als Mobilitätshilfe erfüllen! Mehr Mobilität im Alltag: Ein Rollator dient der Unterstützung bei Gangunsicherheiten, er bietet zusätzliche Stabilität, entlastet die Gelenke und schützt vor Stürzen. Wertvolle Tipps zum sicheren Gebrauch des Rollators haben wir im folgenden Text für Sie zusammengestellt. Der passende Rollator für Sie: Mit dem Standardmodell werden auf Dauer nur wenige glücklich. Besser geeignet sind leichtgewichtige und individuell angepasste Modelle. Ob für die Wohnung oder für Outdoor-Touren, ob für besonders schwere Menschen oder Arthritis-Patienten, ob klassisch oder im modernen Design – wir erklären die Unterschiede! Dazu erhalten Sie eine praktische Checkliste mit weiteren Kriterien, die Sie beim Kauf beachten sollten. Rollator auf Rezept oder Privatkauf: Wenn der Arzt Ihnen einen Rollator verordnet hat, können Sie gegen geringe Zuzahlung einen einfachen Miet-Rollator von der Krankenkasse erhalten. Doch wie geht man am besten vor, wenn man sich ein höherwertiges Modell wünscht? Wir erklären, was es mit Anträgen, Zuschüssen und Zuzahlungen auf sich hat und wann ein Privatkauf die bessere Option ist! Mit unserem Rollator-Ratgeber möchten wir die wichtigsten Fragen rund um das Thema Rollator beantworten. Dabei gehen wir sowohl auf die technischen als auch die finanziellen Aspekte beim Rollator-Kauf ein. So können Sie eine fundierte Entscheidung treffen – für einen Rollator, mit dem Sie sich wohlfühlen und Ihren Alltag unbeschwerter genießen können. Wann lohnt sich der Kauf eines Rollators? Moderne Rollatoren sind so vielfältig, wie die Ansprüche, die wir an sie stellen: Manche Menschen benötigen die Gehhilfe nur vorübergehend, andere sind langfristig darauf angewiesen – manche tagtäglich und bei jedem Gang, andere nur gelegentlich und/oder bei längeren Strecken. Ein Rollator kann aus verschiedenen Gründen erforderlich sein: bei altersbedingten Mobilitätseinschränkungen, insbesondere Gangunsicherheit, Schwindel und Gleichgewichtsstörungen, Muskelschwäche und Gelenkbeschwerden bei erworbenen Einschränkungen von Gehvermögen und/oder dem Gleichgewichtssinn infolge von Unfall oder Krankheit (bspw. Schlaganfall, Parkinson-Syndrom, Multiple Sklerose) bei angeborenen Fehlstellungen des Bewegungsapparats oder Bewegungsstörungen (bspw. Spastische Diparese) bei temporären Mobilitätseinschränkungen, beispielsweise. in der Reha-Phase nach einem Unfall oder einer OP &amp;nbsp; Wenn Sie glauben, dass Sie einen Rollator benötigen, sollten Sie dies proaktiv im Gespräch mit Ihrem Hausarzt, Ihrem behandelnden Facharzt oder Physiotherapeuten ansprechen! Wie lange hält ein Rollator? Wer den Rollator tagtäglich und auf lange Sicht nutzen möchte, sollte bei der Wahl eines geeigneten Modells auch auf die Lebensdauer achten. Bei normaler Beanspruchung und regelmäßiger Wartung des Rollators können Sie mit einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von etwa 5 Jahren rechnen. Dabei punkten Markenhersteller wie Topro oder Russka mit besonders langlebigen Modellen und Garantiezeiten von bis zu 7 bzw. 8 Jahren. Der Kauf eines neuen Rollators empfiehlt sich, wenn: das alte Modell nicht mehr verlässlich funktioniert, häufiger ausfällt und Reparaturen erfordert, die gesundheitlichen Voraussetzungen sich ändern und daraus neue Ansprüche in Sachen Funktionalität erwachsen (bspw. Leichtgewicht-Rollator, Rollator mit Armstützen o.ä.). Preise, Zuschüsse und Zuzahlungen: So viel kostet ein Rollator Wie teuer ein Rollator ist, hängt von Konstruktionsweise, Material und Ausstattung ab: Einfache, zweckmäßige Standard-Rollatoren: 60 bis 70 Euro. Höherwertige Rollatoren: 120 bis 430 Euro, ultraleichte Carbon-Modelle: 480 bis 630 Euro. High-Tech-Rollatoren mit E-Antrieb oder Umbau-Option zum Rollstuhl : ab 800 Euro. &amp;nbsp; Rollator auf Rezept* : Wenn Sie einen einfachen Standard-Rollator benötigen, lohnt der Antrag bei der Krankenkasse auf jeden Fall. Bei höherwertigen Modellen gilt es stets individuell abzuwägen, ob der Privatkauf nicht vorteilhafter ist als die ggf. aufwändige Beantragung des Rollators und die Bezuschussung des Rollators per Krankenkasse . *Bitte beachten Sie, dass bei Sanitäts-Online der Kauf eines Rollators auf Rezept leider nicht möglich ist. Rollator von der Krankenkasse Wenn Sie eine Gehhilfe benötigen, dann beantragen Sie bei Ihrer Krankenkasse einen Rollator auf Rezept . Wenn der Antrag bestätigt wird, können Sie einen Standard-Rollator bei einem der Vertragspartner Ihrer Krankenkasse auswählen, wobei nur eine geringe Zuzahlung anfällt. Oder Sie entscheiden sich für ein höherwertiges Modell und bezahlen die Kostendifferenz zum Kassenmodell selbst. Ausführliche Informationen zum Rollator auf Rezept finden Sie hier: “Krankenkassenzuschuss für Rollatoren” Achtung: Ein bezuschusster Rollator gehört der Krankenkasse! Wenn Sie einen Rollator auf Rezept von der Krankenkasse erhalten, geht dieser nicht in Ihr Eigentum über, sondern wird Ihnen nur mietweise überlassen – d.h. er bleibt Eigentum der Krankenkasse. Nach Ablauf der bewilligten Nutzungszeit müssen Sie den Rollator zurückgeben – dieser wird dann aufgearbeitet und erneut verliehen und so müssen auch Sie damit rechnen, ein Gebrauchtgerät zu erhalten . Dies gilt zum Teil auch für höherwertige Rollatoren, bei denen Sie zwar einen Zuschuss von der Krankenkasse erhalten, die Kostendifferenz zum Kassenmodell aber selbst tragen. Kaufen statt mieten: Wann ist es sinnvoll? Ein Standard-Rollator ist einfach, zweckmäßig und preiswert – ein solches Mietgerät eignet sich vor allem als temporäre Gehhilfe oder für den gelegentlichen Einsatz. Bei einem selbst gekauften höherwertigen Rollatoren hingegen haben Sie eine größere Auswahl in Sachen Komfort, Ausstattung und Einsatzzweck. Der Kauf eines eigenen Rollators lohnt vor allem dann: wenn Sie Ihre Gehhilfe langfristig und regelmäßig nutzen wollen, wenn Sie sich mit dem Kassenmodell unwohl fühlen und/oder nicht gut damit zurechtkommen, wenn Sie weitere Einschränkungen zu berücksichtigen haben (bspw. Muskelschwäche, Arthritis), wenn Sie besondere Anforderungen an Ihre Gehhilfe stellen (bspw. Outdoor-Tauglichkeit), oder wenn Sie sich ein modernes, ansprechendes Design für Ihre Gehhilfe wünschen. Neuer oder gebrauchter Rollator? Es gibt eigentlich nur ein einziges überzeugendes Argument für einen gebrauchten Rollator: die geringeren Kosten . Im Gegenzug gilt es, wie bei anderen Gebrauchtgeräten auch, diverse Abstriche in Kauf zu nehmen – von kleinen Schönheitsfehlern wie Kratzern oder Flecken bis hin zu Abnutzungserscheinungen an Rädern, Bremsen und Griffen. Daher hat ein gebrauchter Rollator durchaus Nachteile. Bei einem fabrikneuen Marken-Rollator hingegen können Sie sich darauf verlassen, dass dieser beim Hersteller auf Herz und Nieren geprüft wurde und alle Verschleißteile in gutem und neuem Zustand sind. Nicht zuletzt spielt bei der Anschaffung eines Rollators auch der subjektive Anspruch eine Rolle. Nicht jeder mag sich mit einem Gebrauchtgerät anfreunden, wenn es denn schon eine Gehhilfe sein muss, dann doch bitte wenigstens eine neuwertige, schöne, die etwas hergibt! Darauf sollten Sie beim Kauf eines Rollators achten Beim Kauf eines Rollators gibt es viele Kriterien, auf die man achten sollte. Machen Sie sich schon im Vorfeld ein Bild von den vielfältigen Optionen und lassen Sie sich dann fachkundig beraten! Wichtig sind, neben der Überlegung, ob „Rollator Indoor oder Outdoor“, vor allem folgende Aspekte: Griffe – individuell einstellbare Höhe, ggf. zum Transport einklappbar mit Memory-Funktion Bremsen – Bremsklotz, innenliegendes Bremssystem (IBS) oder reversibles Bremssystem (RBS) Gewicht – Standardmodell aus Stahl oder Leichtgewicht aus Aluminium oder Carbon Belastbarkeit und Sitzbreite – normal oder XXL Bereifung – Gummi oder Luft Zubehör – Grundausstattung und erhältliche Extras Faltbarkeit Wartungsaufwand, insbesondere unkomplizierter Austausch von Verschleißteilen Eigengewicht des Rollators Wie schwer der Rollator ist, beeinflusst den Nutzungskomfort ganz erheblich : Ein schwerer Rollator erfordert beim Schieben mehr Kraft und ist weniger gut manövrierbar als ein leichteres Modell. Gerade für Menschen mit alters- oder krankheitsbedingter Muskelschwäche ist das Eigengewicht des Rollators daher ein wichtiges Auswahlkriterium – auch bei einem Leichtgewicht-Rollator auf Rezept. Wie schwer der Rollator ist, hängt hauptsächlich von dem Material des Gestänges ab: Standard-Rollatoren aus Stahl wiegen 8 bis 12 kg. Leichtgewicht-Rollatoren aus Aluminium wiegen 6 bis 7 kg. Ultraleicht-Rollatoren aus Carbon wiegen 4,5 bis 5 kg. Wichtig zu wissen: Trotz ihres geringeren Gewichts sind Aluminium- und Carbon-Rollatoren genauso stabil und belastbar wie herkömmliche Gehhilfen aus Stahl – mehr dazu im nächsten Punkt. Ausreichende Belastbarkeit Die zweite Gewichtseinheit, den Sie beim Kauf eines Rollators im Blick behalten sollten, ist die Belastbarkeit. Dabei spielen mehrere Faktoren zusammen: Körpergewicht des Nutzers Zuladungsgewicht durch Einkäufe oder Reisegepäck ggf. besondere Beanspruchung durch die Nutzung im Gelände &amp;nbsp; Der Standardrollator verfügt über eine Belastbarkeit von 120 bis 130 kg , bei Leichtgewicht-Rollatoren sind oft auch bis zu 150 kg möglich. Daneben gibt es XXL-Rollatoren, die eine Belastung von bis zu 200 kg ermöglichen und auch eine entsprechend breitere Sitzfläche bieten. Die richtigen Reifen Bei der Bereifung Ihres Rollators haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Material- und Konstruktionsvarianten, die jeweils verschiedene Vorteile bieten. Klassische Vollgummi-Reifen Vollgummi-Reifen waren über lange Jahre der Standard für Rollatoren. Sie überzeugen mit einem guten Fahrkomfort auf ebenen, glatten Böden im Innen- und Außenbereich, Robustheit und Langlebigkeit sowie Wartungsfreiheit und Pannensicherheit. Zu den Nachteilen gehören eine unzureichende Stoßdämpfung, ein mangelnder Fahrkomfort auf unebenem Gelände und ein relativ hohes Gewicht. Zudem sind Vollgummireifen-Reifen ungeeignet für moderne Leichtgewicht-Rollatoren. Luftreifen: Stoßdämpfung und breite Auflagefläche Luftreifen bieten im Vergleich zu Gummireifen eine deutlich verbesserte Stoßdämpfung und eine breitere Auflagefläche. Diese Reifenart punktet mit einem gelenkschonenden, ermüdungsfreien Gehen und guten Fahreigenschaften auf unebenem und weichem Gelände – bspw. auf Kopfsteinpflaster, Wanderwegen mit Wurzeln und Steinen, Sand oder Gras. Daher sind Luftreifen optimal für Outdoor-Rollatoren geeignet. Doch es gibt auch Minuspunkte: Luftgefüllte Reifen sind ungeeignet bei ausgeprägten Gleichgewichtsproblemen, da das weiche Fahrgefühl zu Unsicherheit führen kann. Zusätzlich ist eine regelmäßige Wartung erforderlich (Prüfen des Reifendrucks, ggf. Aufpumpen – bei zu geringem Reifendruck ist die Funktion der Feststellbremse eingeschränkt 1 ). Es besteht Pannengefahr durch Scherben, Nägel o.ä. (Reifenwechsel erforderlich). Softreifen: Kombinierte Vorteile Softreifen sind eine Abwandlung klassischer Vollreifen. Sie bestehen aus geschäumten Kunststoffen, die die Vorteile von Luft- und Gummibereifung vereinen. Dazu zählen ein gelenkschonendes und ermüdungsfreies Gehen dank guter Stoßdämpfung, gute Fahreigenschaften – auch auf unebenem und weichem Gelände – und Wartungsfreiheit sowie Pannensicherheit Faltbare Rollatoren bietet viele Vorteile Für den Transport oder zum platzsparenden Abstellen des Rollators ist es vorteilhaft, wenn sich dieser zusammenfalten lässt. Ob und wie einfach das geht, hängt vom gewählten Modell ab. Faltbare Rollatoren auf einen Blick: Querfalter sind eine klassische Variante bei Stahl-Rollatoren mit einem etwas behäbigen Faltmechanismus, dessen Bedienung beide Hände und etwas Vorsicht (Einklemmgefahr!) erfordert; der gefaltete Rollator kann sicher stehen, bleibt aber vergleichsweise sperrig. Längsfalter (Leichtgewichtrollatoren) bieten einen modernen Mechanismus bei Alu-Rollatoren, sind leichtgängig und einhändig bedienbar (meist mittels Hebel); der gefaltete Rollator steht sicher und ist sehr kompakt. Reiserollatoren in faltbarer leichter Ausführung sind oft sogar doppelt faltbar, um ein besonders kompaktes Packmaß zu erreichen. Das richtige Zubehör auswählen: So können Sie Ihren Rollator individuell anpassen Dank der vielfältigen Zubehör-Optionen können Sie Ihren Rollator optimal an Ihre Wünsche und Bedürfnisse anpassen: mehr Funktionen dank Tablett, Rollator Griff, Rollator Schirm oder Stockhalter mehr Komfort dank Rückengurt zum Anlehnen oder verschließbarer Einkaufstasche mehr Sicherheit dank Reflektoren und Lampe &amp;nbsp; Rollator Zubehör: Entdecken Sie die Vielfalt an möglichen Extras: Große Auswahl an Rollator-Zubehör und Rollator Ersatzteilen. Die unterschiedlichen Rollator-Modelle: Für wen eignet sich welche Ausführung? Ob Leichtgewicht-, XXL- oder doppelt faltbarer Rollator: Dass es ganz verschiedene Arten von Rollatoren gibt, wurde schon mehrfach angesprochen. Hier finden Sie alle Rollatoren-Modelle in der praktischen Übersicht: Standardmodelle als preiswerte Allrounder für den Innen- und Außenbereich: Standard-Rollator Shop . Leichtgewicht-Rollatoren wie Carbon-Rollatoren: Leichtgewichtrollator günstig kaufen . Schmale und wendige Wohnungs-Rollatoren: Indoor Rollator Shop . Robuste Outdoor-Rollatoren als perfekte Begleiter für Wander- und Naturfreunde: Outdoor Rollator mit großen Reifen . Spezial-Rollatoren wie Arthritis-Rollatoren, XXL-Rollatoren und Rollstuhl-Rollatoren: Spezial Rollator Shop . Leichte, stabile Carbon-Rollatoren bei Muskelschwäche: Carbon Rollator Shop . Sind Sie noch unsicher, welches Rollatoren-Modell für Sie am besten geeignet ist? Dann nutzen Sie unsere ausführliche Kaufberatung: Welcher Rollator passt zu mir? Online Sanitätshaus oder stationärer Handel: Diese Vorteile bietet Ihnen der Kauf im Internet Beim Kauf eines Rollators können Sie ganz klassisch das örtliche Sanitätshaus aufsuchen oder sich bei etablierten Online-Fachgeschäften wie sanitaets-online.de informieren. Beide Optionen haben Vor- und Nachteile: Sanitätshaus vor Ort persönliche Beratung vor Ort oder zu Hause Ausprobieren verschiedener Modelle vor Ort möglich aber: oft geringere Auswahl als im Online-Shop &amp;nbsp; Online-Sanitätshaus qualifizierte Beratung per Telefon / Chat große Auswahl an Herstellern und Modellen günstige Preise und attraktive Rabattaktionen Lieferung direkt nach Hause aber: kein Ausprobieren vor dem Kauf möglich &amp;nbsp; Wenn Sie sich für einen Kassenrollator entscheiden, lohnt das Testen verschiedener Standardmodelle im örtlichen Sanitätshaus auf jeden Fall! Den Kassenrollator erhalten Sie jedoch stets nur zur Miete, oft auch als Gebraucht-Gerät. Wer dagegen kein Kassenmodell mieten, sondern einen optimal auf die eigenen Wünsche und Bedürfnisse abgestimmten Rollator kaufen möchte, fährt im Online-Sanitätshaus angesichts der großen Auswahl und günstigen Angebote oft besser! Falls Ihnen die Entscheidung schwerfällt und Sie wissen möchten, welches Modell zu Ihren Bedürfnissen passt, dann orientieren Sie sich in unserem großen Rollatoren-Vergleich . Hier stellen wir Ihnen die beliebtesten Rollatorarten und Modelle mit allen spezifischen Merkmalen und Vorteilen vor und geben wertvolle Tipps, damit Sie genau das Modell finden, das zu Ihnen passt. Die beliebtesten Rollator-Marken Nicht nur Autofahrer haben oft eine Lieblingsmarke, der sie über Jahre treu bleiben – auch bei Rollatoren gibt es einige bekannte Hersteller wie Dietz oder Russka , die sich mit konstanter Qualität und attraktiven Modellen einen Namen gemacht haben. Dazu zählen vor allem: DIETZ Rehab – die TAiMa Leichtgewicht-Modelle des deutschen Qualitätsherstellers Dietz zählen hierzulande zu den meistverkauften Rollatoren und sind führend bei privaten Zuzahlern 2 . Russka – die Marke Russka deckt mit ihrer Vital-Modellreihe alle Bedürfnisse ab und überzeugt mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis. Topro – neben den Pegasus- und Troja-Modellen im Segment klassischer Rollatoren bietet der norwegische Hersteller Topro auch interessante Alternativen wie den elektrischen Gehwagen Taurus. Invacare – neben dem Standardmodell Banjo bietet Invacare die vielfältige Dolomite-Modellreihe in verschiedenen Sitzhöhen und Ausstattungsvarianten. Tipps zum Gebrauch: Mit dem Rollator den Alltag erleichtern Damit der Rollator seine Aufgabe als Gehhilfe optimal erfüllen kann, müssen Sie ihn an Ihre Körpergröße anpassen – und auch die Handhabung will geübt sein , von der richtigen Position beim Gehen bis hin zur Überwindung von Hindernissen. Höhe der Gehhilfe richtig einstellen Bei einem neuen Rollator stellen Sie zunächst die individuelle Griffhöhe ein, um eine optimale Körperhaltung beim Gehen zu ermöglichen! Zu hohe Griffe erzwingen eine unbequeme Haltung, die Nackenschmerzen verursachen kann. Zu niedrige Griffe führen zu einer gebeugten Haltung, bei der der Rollator zu weit vorn steht und nicht ausreichend Unterstützung bietet. So finden Sie die richtige Griffhöhe: Stellen Sie sich aufrecht und möglichst nah an den Rollator. Lassen Sie die Arme entspannt hängen. Stellen Sie die Haltegriffe auf Höhe der Handgelenke ein – beide in gleicher Höhe. &amp;nbsp; Richtige Sitzhöhe für Rollator ausmessen: Nehmen Sie mit Straßenschuhen und rechtwinkligen Beinen auf einem Stuhl Platz. Achten Sie darauf, dass die komplette Fläche Ihrer Schuhsohlen auf dem Fußboden aufliegt. Messen Sie anschließend den Abstand vom Boden bis zur Sitzkante des Stuhls, um die exakte Sitzhöhe zu ermitteln. Die richtige Handhabung sorgt für optimale Sicherheit und KomfortWenn der Rollator korrekt eingestellt ist, sollten Ihre Arme beim Festhalten der Handgriffe leicht gebeugt sein. Gehen Sie die ersten Schritte mit dem Rollator langsam und bewusst an: Greifen Sie beide Handgriffe mit den Händen und stützen Sie sich gleichmäßig ab. Schieben Sie den Rollator nicht zu weit nach vorn – am sichersten stehen und gehen Sie direkt zwischen den Hinterrädern. Bleiben Sie immer bremsbereit und bremsen Sie lieber präventiv als zu spät, wenn es bergab geht. Trainieren Sie das Hinsetzen und Aufstehen: An den Stuhl heranfahren, drehen, rückwärts gehen bis zur Stuhlkante, Bremsen feststellen, absetzen – umgekehrt vom Stuhl hochdrücken, erst mit der einen und dann der anderen Hand den Rollator greifen, Bremsen lösen und vorwärtsgehen. Üben Sie auch das Benutzen des Rollator-Sitzes: Der Rollator muss stets fest und wackelfrei stehen, dann können Sie die Bremsen feststellen und sich sicher abgestützt zur Sitzfläche drehen. Hindernisse sicher überwinden: Mit dem Rollator über den Bordstein Wenn Sie das Gehen mit dem Rollator draußen auf ebener Strecke gut gemeistert haben, können Sie mit Ihrem Outdoor-Rollator kleinere Hindernisse angehen: Türschwellen, Bordsteine, auf der Straße liegende Kabel oder Ähnliches. So überwinden Sie mit dem Rollator den Bordstein aufwärts: dicht an den Bordstein heranfahren und sicheren Stand finden Bremse anziehen Fuß auf das Hinterrad (oder die Ankipphilfe) stellen und die Vorderräder nach oben kippen Bremse lösen, auf den Hinterrädern ein Stück nach vorn rollen und die Vorderräder auf dem Bordstein abstellen Hinterräder leicht anheben und ebenfalls auf den Bordstein schieben So kommen Sie mit dem Rollator den Bordstein abwärts: dicht an den Bordstein heranfahren und sicheren Stand finden den Rollator langsam über den Bordstein herunterfahren Bremsen lösen und dem Rollator auf die Straße folgen Wie benutzt man den Rollator richtig im Bus? Der Rollator kann auch im ÖPNV genutzt werden – moderne Fahrzeuge mit niedrigem Einstieg oder Absenkautomatik erleichtern das Einsteigen. Nutzen Sie stets die mittlere oder hintere Tür , der vordere Einstieg ist meist zu eng. Wenn das Einsteigen mit Kipptechnik nicht möglich ist, heben Sie den Rollator in den Bus, bevor Sie selbst einsteigen – Bremsen feststellen nicht vergessen! Bei vielen Verkehrsbetrieben gibt es Aktionstage oder Mobilitätstrainingstage , an denen Sie das Ein- und Aussteigen mit dem Rollator ganz in Ruhe, abseits des regulären Fahrbetriebs üben können. Verschleißteile einfach selber austauschen Die Verschleißteile des Rollators sollte man regelmäßig inspizieren und bei Bedarf austauschen. Dazu zählen vor allem folgende Dinge: Rollator Ersatzteile aus unserem Katalog: Reifen und Radkappen Bremsen (Bremshebel, Bremszüge und Bremsklötze) Schiebegriffe &amp;nbsp; Ggf. ersetzt werden muss auch Zubehör, das leicht verloren gehen kann, wie bspw. Reflektoren. In unserem Online-Sanitätshaus finden Sie unter der Kategorie Rollator Ersatzteile umfangreiche Ersatzteil-Listen für die verschiedenen Rollatoren-Modelle. ]]> </content> <updated>2024-11-16T16:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Der große Rollatoren-Vergleich</title> <id>https://www.sanitaets-online.de/ratgeber/rollatoren/vergleich</id> <link href="https://www.sanitaets-online.de/ratgeber/rollatoren/vergleich"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Sie benötigen eine Gehhilfe und finden sich in der enormen Angebotsvielfalt nicht zurecht? In diesem Text erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Kategorien und die beliebtesten Rollatoren im direkten Vergleich! ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Preisgünstige Rollatoren Leichtgewicht-Rollatoren (Einkaufsrollatoren) Outdoor-Rollatoren Carbon-Rollatoren Wohnungsrollatoren Reise-Rollatoren 3-rädriger Gehwagen oder Rollator-Rollstuhl-Kombi Spezial-Rollatoren Arthritis-Rollatoren Wer zum ersten Mal einen Rollator benötigt, steht der enormen Angebotsvielfalt oft etwas hilflos gegenüber: Dieser Text bietet Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Kategorien und stellt die beliebtesten Rollatoren im direkten Vergleich vor! Von diesem Vergleich profitieren auch erfahrene Rollator-Nutzer, die schon eine genauere Vorstellung davon haben, welche Eigenschaften und Funktionen für Sie wichtig sind. Für wen ist ein Rollator die ideale Gehhilfe? Es gibt verschiedene Beschwerden und Situationen, bei denen Sie von einem Rollator profitieren können. Bei vorübergehenden Bewegungseinschränkungen – beispielsweise nach einer Operation in der Reha – oder bei nachlassender Mobilität im Alter stellt sich früher oder später die Frage, ob ein Rollator sinnvoll wäre. Der Rollator im Gebrauch: Ein Rollator kann Sie bei täglichen Aufgaben wie Einkaufen oder beim sicheren Gang auf die Toilette unterstützen. Während sich ein Indoor Rollator zum Beispiel für den Transport Ihrer Mahlzeiten von der Küche zum Esstisch anbietet, ist ein Rollator mit Tasche ideal für kleine Ausflüge oder zum Einkaufen. Wenn sich auch Ihnen die Frage stellt “Rollator kaufen, ja oder nein?” bietet Ihnen die folgende Übersicht einen Überblick darüber, wann sich die Anschaffung eines eigenen Rollators lohnt. Wann ist ein Rollator sinnvoll? bei schwindender Muskelkraft bei Gangunsicherheit nach einer OP oder aufgrund neurologischer Symptome bei Mobilitätseinschränkungen bei schwindende Belastbarkeit Vorteilhaft im Preis: Die günstigen Rollatorenmodelle im Vergleich Für viele Menschen, die eine Mobilitätshilfe benötigen, ist der Preis ein wichtiges Argument. Daher umfasst unser Sortiment auch kostengünstige Rollatoren mit einfacher, zweckmäßiger Ausstattung. Trotz eines geringeren Preises unterstützen Sie unsere Basismodelle natürlich dennoch zuverlässig, um von A nach B zu kommen – für Ihr Plus an Lebensqualität. Bei Bedarf können Sie unsere kostengünstigen Rollatoren selbstverständlich nachträglich nach Ihren Wünschen mit Tasche und weiterem Zubehör aufrüsten. Drive Medical Cristallo: Unser Rollator für das kleine Budget Unser kostengünstiger Rollator „ Cristallo “ des Premiumherstellers Drive Medical überzeugt mit einer individuell regulierbaren Griffhöhe von 79 bis 100 cm. Dank der integrierten Sitzfläche sind auch längere Spaziergänge und Einkäufe kein Problem. Der preiswerte Rollator ist leicht und bietet Ihnen eine solide Grundausstattung. Der günstige Rollator Drive Medical Cristallo ist bis zu einem Körpergewicht von 130 Kilogramm geeignet. Der günstige Indoor-Rollator: Drive Medical Tri WalkerEin weiteres preiswertes Modell ist der Rollator „ Tri Walker “ von Drive Medical, der sich ideal als Rollator für die Wohnung anbietet, aber auch für den Außenbereich geeignet ist. Der Drive Medical Rollator verfügt über einen kleinen Tisch: Dadurch profitieren Sie insbesondere, wenn Sie Gegenstände in Ihrer Wohnung transportieren möchten. Ihr Vorteil: Der Tri Walker ist ein kompakter Rollator für Indoor, der Ihnen einen sicheren Gang ohne fremde Hilfe ermöglicht – für Ihr Plus an Eigenständigkeit im Alltag. Optimal unterwegs: Mit dem Drive Medical Leichtgewichtrollator Auch der Leichtgewichtrollator Gigo des Markenherstellers Drive Medical ist ein Qualitätsmodell des niedrigen Preissegmentes. Der Drive Medical Rollator zeichnet sich durch sein sehr leichtes Gewicht von nur 7,8 Kilogramm aus. Der Leichtgewichtrollator ist ausgestattet mit einem praktischen Einkaufskorb, einem Tablett für die Nutzung zu Hause sowie mit einer Rückenstütze. Dadurch ist der Rollator leicht, ohne dass komfortable Funktionen fehlen. Fazit: Welcher Rollator überzeugt? Auch für schmales Geld gibt es moderne Gehhilfen, die Ihnen wertvolle Unterstützung im Alltag bieten: Preislich unschlagbar im Rollatoren-Vergleich ist der Drive Medical Cristallo . Etwas mehr Funktionalität und Komfort bieten die Modelle der nächsten Preisklasse: Unser Favorit hier ist der Drive Medical Gigo 2G – ein attraktiver Leichtgewichtrollator mit sehr komfortablem Sitz. Die Leichtgewichte: Rollatoren mit geringem Eigengewicht im Vergleich Ein leichter Rollator lässt sich mit weniger Kraftaufwand schieben und besser manövrieren . Entdecken Sie unsere modernen Leichtgewichtrollatoren , die dank des stabilen Aluminiumrahmens dennoch sicher und belastbar sind – Ihr perfekter Begleiter zum Einkaufen. Ein Leichtgewicht auch im Preis : Der Mobilex Large Leichtgewichtrollator Unter den Mobilex Rollatoren konnte insbesondere dieser Mobilex Rollator Impala in gepolsterter Variante überzeugen, der besonders für große Menschen geeignet ist. Da der Rollator ein Leichtgewicht-Modell ist, kann er problemlos transportiert und leicht angehoben werden – beispielsweise am Bürgersteig oder beim Ein- und Aussteigen in Bus und Bahn. Ihre weiteren Vorteile: Der Rollator ist faltbar, leicht und wird mit einer Einkaufstasche, einem gepolsterten Sitz und einer gepolsterten Rückenlehne geliefert. Ihr perfekter Einkaufsbegleiter : Der leichtgewichtige Rollz Flex 2.0 Shoppe r Ein Rollator, der Sie zuverlässig beim Einkaufen unterstützt, muss verschiedene Kriterien erfüllen. An dieser Stelle kommt der wendige Rollz Flex 2.0 Shopper mit flexibel regulierbarer Griffhöhe und Trommelbremse ins Spiel, der mit verschiedenen Benefits von sich zu überzeugen weiß. Neben einer leichten Manövrierbarkeit profitieren Sie von der extra-großen, wasserabweisenden Einkaufstasche mit einem Fassungsvolumen von 25 Litern, die bis zu 20 kg belastbar ist. Ein weiterer Pluspunkt : Die integrierte Sitzmöglichkeit des Leichtgewichtrollators Rollz Flex lädt darüber hinaus zu kleinen Verschnaufpausen beim Einkaufen ein. Der Dietz Taima M setzt auf maximalen Komfort Der Dietz TAiMA M GT kaufen zählt zu den beliebtesten Leichtgewichtrollatoren und bietet eine umfangreiche Komfort-Ausstattung mit großzügiger Netztasche zum Einkaufen, Stockhalter und Rückengurt. Dank Softbereifung und Lenkungsdämpfer bewegen Sie sich mit dem Rollator von Dietz entspannt und gelenkschonend. Beim Verstauen spart die innovative Längsfaltung wiederum viel Platz. Dieser Vorteil macht den Dietz Rollator zu einem idealen Begleiter auf Ausflügen oder Reisen. Hingucker-Design und hohe Wendigkeit: Der Topro Rollator Troja Die guten Verkaufszahlen des wendigen Topro Rollator Troja 2G M Premium darf man durchaus als Empfehlung werten: Der große Radabstand gewährt optimale Beinfreiheit , die leichtgängigen Räder mit Softbereifung, Ankipphilfe und IBS-Bremsen sorgen für hohen Fahrkomfort . Die zahlreichen Vorteile sprechen eine klare Sprache: Da wundert es nicht, dass der Topro Troja Rollator mit reflektierender Einkaufstasche zu den beliebtesten Modellen zählt. Unsere Empfehlung: Die besten Leichtgewichtsrollatoren Leichtgewichtrollatoren sind stabil, wendig und gut zu lenken. Dieser Aspekt ist insbesondere im Straßenverkehr – zum Beispiel auf dem Weg zum Einkaufen – wichtig. Durch eine individuelle Ausstattung und komfortable Zubehörteile können Sie Ihre Gehhilfe ganz an Ihre Wünsche und Bedürfnisse anpassen. Wer einen möglichst leichten Rollator sucht, ohne gleich ins Preissegment der Carbon-Modelle zu gelangen, ist mit dem Dietz Taima M gut beraten. Noch günstiger ist der Mobilex Impala Large – eine leichte, solide Gehhilfe. Der Topro Troja 2G Premium lässt in Sachen Funktionalität und Design keine Wünsche offen – eine hochwertige Mobilitätslösung für anspruchsvolle Nutzer. Der flexible Rollz Flex 2.0 Shopper mit großer, wasserabweisender Einkaufstasche ist wiederum die richtige Wahl als zuverlässiger Shoppingbegleiter. Welcher Outdoor-Rollator bietet die meisten Vorteile im Gelände? Mit einem Outdoor-Rollator sind Sie nicht nur auf ebenen Wegen, sondern auch draußen in der Natur mobil. Neben der geländegängigen, stoßdämpfenden Bereifung sind auch gute Transporteigenschaften für einen Rollator im Outdoor-Bereich wichtig. Entdecken Sie die beliebtesten Modelle aus unserem Outdoor-Rollatoren-Shop und überzeugen Sie sich selbst von ihren Vorteilen. Der beliebte Rollator für Outdooraktivitäten: Dietz Taima XC Der Dietz Taima XC ist leicht und dennoch stabil und robust, damit sind Sie auch auf Kopfsteinpflaster, Kies- und Wanderwegen mobil. Der Rollator von Dietz verfügt über große, luftbereifte Räder, die Stöße abfedern und Ihre Gelenke schonen. In unserem Online-Sanitätshaus können Sie den Dietz Taima XC günstig kaufen und finden auch zahlreiche Zubehör-Optionen. Stets sicher und komfortabel unterwegs mit dem Trust Care Outdoor Rollator Der Trust Care Outdoor Rollator Let&#039;s Go Out beige/silber punktet nicht nur mit optimalen Fahreigenschaften, sondern auch mit einem sportlich-eleganten Design aus Schweden. Die Vorderräder sind extra groß, die Hinterräder zusätzlich gefedert und mit Spritzwasserschutz versehen. Der Sitz ist aus Kunstleder gefertigt und lädt zu kleinen Pausen ein. Der Topro Olympos Outdoor Rollator fährt sicher auf einer Vielzahl an Untergründen Mit dem Topro Olympos ATR M silber Outdoor Rollator sind Sie gut gefedert und gelenkschonend unterwegs: Offroad-Bereifung und integrierte Ankipphilfe , Ergo-Griffe und IBS-Bremssystem gewährleisten Sicherheit und Komfort. Neben der nützlichen Standardausstattung bietet der norwegische Hersteller auch viele Zubehör-Optionen. Unsere Empfehlung: Die besten Outdoor-Rollatoren Wenn Sie gern Spaziergänge auf Wald- und Feldwegen unternehmen, brauchen Sie eine Mobilitätshilfe, die robust und geländegängig ist und dabei hohen Fahrkomfort bietet. Unsere Empfehlung für anspruchsvolle Outdoor-Fans: Der Topro Olympos mit breiten Offroad-Rädern und exzellentem Fahrkomfort. Wer stärker auf das Preis-Leistungs-Verhältnis achten muss, sollte sich den Dietz Taima XC als Rollator für den Outdoor-Bereich anschauen – ein Qualitätsprodukt ‘Made in Germany’; wer dagegen besonderen Wert auf elegantes Design legt, dem empfehlen wir den eleganten Trust Care Let’s Go Out . Carbon Rollatoren: Die unterschiedlichen Modelle in der Gegenüberstellung Carbon-Rollatoren haben ein noch geringeres Eigengewicht als Leichtgewicht-Rollatoren aus Aluminium. Das erleichtert das Manövrieren und ist gerade für Menschen mit geschwächter Muskelfunktion ein wichtiges Argument beim Rollatorkauf! Darüber hinaus gibt es Modelle, die als Rollator in klappbarer Variante besonders für unterwegs ideal geeignet sind. Der faltbare Alevo Carbon-Rollator von Bischoff&amp;amp;Bischoff: Stabilität in PräzisionBei einem Gewicht von gerade mal 6 kg überzeugt der leicht zu manövrierende, platzsparend da faltbare Bischoff&amp;amp;Bischoff Alevo Carbon-Rollator mit einer äußerst stabilen Ausführung, die sich auch bei Übergewicht anbietet. Komplettiert werden die Highlights von Alevo mit einer praktischen Ankipphilfe, einer gepolsterten Sitzfläche samt Komfortrückengurt, einer zweifachen Verriegelung und Reflektoren. Der zuverlässige Saljol Carbon-Rollator CR 54: Funktion trifft auf DesignDer faltbare Saljol Carbon-Rollator CR 54 wurde speziell für kleinere Personen bis zu einer Körpergröße von 165 cm konzipiert: Das ästhetische Modell im Stil der 50er-Jahre mit praktischer Ankipphilfe und Einkaufstasche des Premiumherstellers Saljol wiegt nur 5,8 kg und punktet entsprechend mit einer benutzerfreundlichen Manövrierbarkeit. Eine Schleifbremse sorgt darüber hinaus zur Krafteinsparung beim Bergabgehen. Während insgesamt 30 Reflektoren Sie auch bei Dämmerung und Dunkelheit sicher nach Hause bringen, schonen die rutschfesten, stoß-absorbierenden und ergonomischen Korkgriffe Ihre Handgelenke und Arme. Tipp : Für größere Personen ist das identische Modell Saljol Carbon-Rollator CR 62 die richtige Wahl! Der Rehasense Athlon SL Rollator überzeugt durch maximalen Komfort Der Rehasense Athlon SL Komfort M Carbon Rollator schwarz ist ultraleicht und sehr belastbar. Bruchfeste Räder und zuverlässige Bremsen sorgen für sicheres Fahren des Rollators aus Carbon, die Softbereifung schont zudem die Gelenke und garantiert hohen Fahrkomfort. Der Russka Rollator Vital carbon verfügt über eine umfangreiche Serienausstattung Der Russka Rollator Vital carbon gehört zu den beliebtesten Carbon-Rollatoren – eine ultraleichte Weiterentwicklung der bewährten und auch von der Stiftung Warentest gelobten Vital-Reihe. Vorteile des Russka Rollator Vital: Dank ergonomischer Handgriffe, sicherer Schlaufenbremsen und der praktischen Stufenhilfe begleitet Sie der Carbon Rollator zuverlässig durch den Alltag. Carbon Ultralight Komfort Rollator: Ein ultraleichter Rollator mit innovativem Design Federleicht, sportlich, farbenfroh: Der Carbon Ultralight Komfort Rollator erdbeerrot ist so ziemlich das Gegenteil des klassischen “Kassenrollators”. Das skandinavische Design des leichten Rollators aus Carbon ist erfrischend anders und überzeugt zudem mit Sicherheit und Fahrkomfort , von der Handgriff-Anatomie über die innenliegenden Bowdenzüge bis zu den stoßabsorbierenden Reifen. Unsere Empfehlung: Die besten Carbon-Rollatoren Unser Preis-Leistungs-Favorit im Segment der ultraleichten Rollatoren ist der Rehasense Athlon SL Komfort Carbon . Den Carbon Ultralight Komfort Rollator empfehlen wir vor allem jungen und junggebliebenen Menschen mit Mobilitätseinschränkung, die sich mit dem klassischen Rollator-Design nur schwer anfreunden können – und sich einen Rollator in leichter Variante mit Stylefaktor wünschen! Während der Alevo Carbon-Rollator von Bischoff&amp;amp;Bischoff vor allem mit einer ausgeklügelten Stabilität trotz faltbarer Konstruktion besticht, überzeugen die Saljol Carbon-Rollatoren CR 54 und CR 62 mit Sicherheit im Straßenverkehr, äußerst komfortablen Handgriffen in ergonomischer Qualität und einer Designstärke im Stil der 50er-Jahre. Rollator für die Wohnung: Die beliebtesten Indoor-Rollatoren im Vergleich Ob Wohnung, Flur oder Essecke: Ein Wohnungsrollator muss durch alle Türen passen und sich gut um Ecken und Möbel manövrieren lassen. Zur Standardausstattung gehört meist auch ein Tablett zum Transport von Tassen, Tellern und anderen Gegenständen. Der Velvet WR 55: Ein kompakter Rollator mit Sitzfläche aus Holz Der rutschfeste Indoor-Rollator WR 55 Velvet Grey des Premiumherstellers Saljol eignet sich aufgrund seines kleinen Wendekreises auch für enge Zimmer. Dank einer maximalen Belastbarkeit von 150 kg profitieren auch übergewichtige und adipöse Personen von diesem zeitlos designten Wohnungsrollator mit praktischer Handbremse und einer Sitzhöhe von 55 cm. Der WheelzAhead Indoor Rollator ist besonders wendig und leicht Leichtgewichtig, wendig und platzsparend faltbar – der Rollator für die Wohnung WheelzAhead Indoor Rollator wurde speziell für den Indoorbereich konstruiert. Der Indoor Rollator punktet mit weichen, leichtgängigen Rädern und einem schlanken, dezenten Design. Gefertigt für die Nutzung in der Wohnung: Der Let’s Go Rollator von Trust Care Der Trust Care Indoor-Rollator Let&#039;s Go ist als Rollator für die Wohnung besonders schmal, wendig und auch mit einer Hand manövrierbar. Die integrierten Bremskabel im Innern der Gehhilfe verhindern das Verfangen an Tischecken und Türgriffen. Sehr schön ist auch die hochwertige Verarbeitung in Buche-Silber, die an ein elegantes Beistelltischchen erinnert. Ein wendiger Indoor-Rollator für große Personen: Der Velvet WR 58 Für Personen mit einer Körpergröße bis zu 200 cm ist der Wohnraum-Rollator Saljol WR 58 Velvet Grey mit rutschhemmenden Reifen die richtige Wahl: Die Sitzfläche aus Buchenholz und die Griffe sind leicht erhöht. Das zeitlose Design, der kleine Wendekreis und eine Belastbarkeit von bis zu 150 kg zählen zu den weiteren Highlights dieses modernen Indoor-Rollators. Der Drive Medical Roomba Indoor Rollator bietet ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis Der Drive Medical Roomba Indoor Rollator passt als moderner Indoor Rollator durch jede Tür, lässt sich mit wenig Kraft über Türschwellen heben und kann dank des ergonomisch geformten Bremsbügels auch mit einer Hand bedient werden. Das schicke Design und der günstige Preis sind weitere Argumente, die für diesen Wohnungsrollator sprechen. Unsere Empfehlung: Die besten Indoor Rollatoren Unser Favorit: Der Indoor-Rollator Trust Care Let’s Go überzeugt mit einem ansprechenden Design, das ebenso wohnlich wie funktional ist. Kunden, denen das Preis-Leistungs-Verhältnis besonders wichtig ist, empfehlen wir den Drive Medical Roomba Indoor für nur 181 Euro! Für kleine Räume sind wiederum der Velvet WR 55 bzw. der Velvet WR 58 von Saljol die richtige Wahl. Rollator zum Reisen: Welche Modelle eignen sich gut für den Transport? Reiserollatoren zeichnen sich durch clevere Faltmechanismen und geringes Packvolumen aus, zudem haben sie statt des klassischen Drahtkorbs in der Regel eine stabile, abnehmbare Tasche. Die meisten Modelle sind zudem als praktische Rollatoren in leichter Variante erhältlich. Der Topro Odysse Reise Rollator ist mit Zubehör und attraktiven Extras ausgestattet Der Topro Odyssé Reise Rollator inkl. Transporttasche ist leichtgewichtig, lässt sich dank seines patentierten 2-Wege-Faltsystems sehr platzsparend zusammenlegen und in der mitgelieferten Tasche verstauen. Nach dem erneuten Auspacken des Rollators in klappbarer Variante sind die Handgriffe dank Memory-Funktion schnell wieder in der von Ihnen eingestellten Position, dazu bietet die geräumige Einkaufstasche viel Platz. Leicht und handlich: Der Russka Rollator vital carbon 62 Der Russka Rollator Vital carbon 62 bringt nur 5,8 kg auf die Waage und lässt sich besonders einfach zusammenklappen und transportieren – die Taschenhalterung dient zugleich als Tragegriff. Die geräumige Tasche bietet Platz für Reisegepäck und Einkäufe, die ergonomischen Handgriffe sorgen auch auf längeren Wegstrecken für Sicherheit und Fahrkomfort. Über welche Eigenschaften verfügt der Drive Medical Cristallo 2? Im Vergleich zu klassischen Rollatoren sind Gehhilfen mit Unterarmstützen naturgemäß größer und weniger handlicher im Transport. Dennoch gibt es auch hier Modelle wie den Drive Medical Cristallo 2 Rollator mit Armauflage , die sich durch ein vergleichsweise geringes Gewicht und einfache Klappbarkeit auszeichnen. Unsere Empfehlung: Die besten Reise-Rollatoren Einen leichten, faltbaren Rollator kaufen: Für Vielreisende, die mit jedem Kilo und Zentimeter rechnen, ist der Russka Vital carbon mit Sicherheit eine gute Wahl! Für Reisende, die einen Rollator mit Unterarmstützen benötigen, empfehlen wir den Drive Medical Cristallo 2 – ein für seine Klasse beachtlich reisetaugliches Modell! Die besten Modelle für Rollatorennutzer mit besonderen Anforderungen Ob groß oder klein – Rollatoren gibt es nicht nur in Standardgrößen, sondern in speziellen Ausführungen sowohl für kleine als auch für große und schwere Menschen. Einige Modelle sind in der 40 cm breiten Variante besonders beliebt. Der Dietz Rollator XXL bringt es sogar auf eine Breite von 60 cm! Der Rehasense XL-Rollator wurde speziell für große und schwere Nutzer entwickelt Der Rehasense XL-Rollator Server HD Graphit überzeugt durch hohe Belastbarkeit – dafür sorgen das verstärkte dreieckige Rahmenprofil und die zusätzliche Verstärkung der Querstange. Der Rollator in großer Ausführung ist dennoch leichtgewichtig und elegant, zudem verfügt er über 10-fach höhenverstellbare Handgriffe und eine praktische Einkaufstasche. Hohe Belastbarkeit und Stabilität zeichnet den Dietz Rollator XXL aus Der Dietz Rollator XXL überzeugt durch solides, zuverlässiges Design : Der leichte Alu-Rahmen und die PU-Reifen sorgen für gute Fahreigenschaften des Rollators in breiter Variante à 60 cm, der serienmäßige Softsitz und der abnehmbare Rückenbügel garantieren erholsame Pausen. Der robuste Golite 200 XXL von Drive Medical: Bis 200 kg belastbar Alle, die auf einen extra-stabilen Rollator angewiesen sind, sollten sich den Golite 200 XXL von Medical Drive mit 6-fach höhenverstellbaren Schiebegriffen und großer, gepolsterter Sitzfläche unbedingt näher anschauen! Der breite, großzügige Schwergewicht-Rollator basiert auf einer robusten Stahlrohrkonstuktion, die für eine sichere Mobilität im Alltag sorgt – sowohl Indoor als auch draußen. Über welche Eigenschaften verfügt der Topro Taurus Gehwagen? Der schlanke Gehwagen lässt sich dank stufenlos höhenverstellbarer Armauflagen individuell anpassen – sowohl für kleine als auch große Menschen. Der TOPRO Taurus H Basic Gehwagen mit Gasdruckfeder wurde für den Gebrauch im Innenbereich entwickelt, er verfügt über Bremsen an allen vier Rädern und kann sogar mit unter die Dusche! Der Rollz Motion 2 small Rollator ist auf die Bedürfnisse kleinerer Nutzer zugeschnitten Das moderne, sportliche Design ist in jedem Fall ein Blickfang, doch noch beeindruckender ist die Funktionalität: Der Rollz Motion 2. 1 Small Rollator und Rollstuhl 2in1 ist ein praktisches Kombi-Hilfsmittel , das mit wenigen Handgriffen umgebaut werden kann. Dabei sind Griff- und Sitzhöhe des Rollz Motion 2 speziell für kleinere Menschen ausgelegt. Unsere Empfehlung: Die besten Rollatoren für besondere Anforderungen Unsere Empfehlung für große und schwere Menschen: Der Rehasense XL-Rollator , der hohe Belastbarkeit bei geringem Eigengewicht bietet! Auch der Golite 200 XXL bietet sich als Schwergewicht-Rollator an, der mit Highlights wie einer großzügigen, gepolsterten Sitzfläche punktet. Kleine Menschen, die im Alltag häufig zwischen Rollator und Rollstuhl wechseln, profitieren von der 2-in-1-Funktionalität des Rollz Motion 2 small ! Der Topro Taurus wiederum ist eine interessante Alternative für Menschen, die eine individuelle Gehhilfe für den Wohnbereich suchen! Die besten Rollatoren für Personen mit Arthritis Für Menschen mit Arthritis kann es schwierig sein, einen Rollator mit herkömmlichen Griffen zu benutzen. Als kraftsparende und gelenkschonende Alternative empfehlen wir Rollatoren mit Unterarm-Auflagen aus unserem Spezial-Rollatoren-Shop . Dort finden Sie eine große Auswahl an speziellen Arthritis Rollatoren! Der Senio SRL von Bischoff&amp;amp;Bischoff: Gelenkschonende Mobilität garantiert Der Arthritisrollator Senio SRL für Indoor und Outdoor des deutschen Premium-Herstellers Bischoff &amp;amp; Bischoff kombiniert zahlreiche Vorteile wie eine gleichmäßige Gewichtsverteilung und gepolsterte Unterarmauflagen für ein Plus an Komfort. Zusätzlich ist der Arthritis-Rollator mit einem Tablett und einem großzügigen Einkaufskorb ausgestattet. Stabilität trifft auf Ergonomie: Der faltbare Rehasense Navigator Dank dem robusten Aluminiumrahmen eignet sich der Rehasense Navigator Arthritis-Rollator mit Faltmechanismus samt Click+Safe-Schloss und Einkaufsnetz ideal für übergewichtige Personen mit Arthritis und Arthrose. Zu den Highlights gehören die weichen Armauflagen aus PU-Leder, eine maximale Belastbarkeit bis zu 150 kg und in der Höhe flexibel regulierbare Griffe. Welche Besonderheiten hat der Dietz Arthritis Rollator Fakto? Der Dietz Arthritis Rollator Fakto+ besticht durch individuell verstellbare Unterarmauflagen (8 Stufen in 2,5 cm Abständen) und leicht bedienbare Bremsen , einen stabilen Alu-Rahmen und pannenfreie PU-Bereifung. Mit Drahtkorb und Kunststoffablage vorn unten bietet der Fakto+ viel Stauraum und ist schnell und einfach faltbar. Speziell auf die Bedürfnisse von Arthritis-Patienten zugeschnitten: Der Rebotec Polo Yano Arthritis Rollator Der Polo Yano Arthritis-Rollator aus dem Hause Firma Rebotec ist ein spezieller Rollator, der sich durch gepolsterte Unterarmstützen und leicht bedienbare Zug- und Feststellbremsen, einen leichten Aluminiumrahmen und pannensichere Bereifung auszeichnet. Rollator kaufen bei Arthritis: Besonders praktisch ist die blickdichte Tasche, abgedeckt durch die umgeklappte Sitzfläche, die zugleich als Tablett dienen kann. Wählen Sie je nach Körpergröße den Rebotec Polo Yano M oder den Rebotec Polo Yano S Arthritis-Rollator . Unsere Empfehlung: Die besten Arthritis-Rollatoren Ob Dietz oder Rebotec – beide Hersteller stehen für Qualität “Made in Germany” und bieten mit ihren Unterarm-Rollatoren optimale Mobilitätshilfen für Arthritis-Patienten. Während der Arthritis-Rollator Senio SRL insbesondere mit komfortablen, gelenkschonenden Unterarmauflagen und einem großen Einkaufskorb punktet, ist der faltbare, äußerst robuste Rehasense Navigator die richtige Wahl bei Übergewicht. Unser Favorit? Ganz klar der Rebotec Polo Yano , der nicht nur durch geringeres Gewicht und die praktisch-elegante Tasche besticht, sondern auch in zwei individuellen Größenvarianten erhältlich ist! ]]> </content> <updated>2024-11-16T15:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Rollator oder Rollstuhl? Beides!</title> <id>https://www.sanitaets-online.de/ratgeber/rollatoren/rollator-oder-rollstuhl</id> <link href="https://www.sanitaets-online.de/ratgeber/rollatoren/rollator-oder-rollstuhl"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Sie überlegen, ob ein Rollator mit Rollstuhlfunktion das passende Hilfsmittel für Sie ist? In diesem Ratgeber erfahren Sie, was die Rollator-Rollstuhl-Kombination ausmacht, für wen sie sich eignet und wie Sie diesen Rollator ausstatten können. ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Für wen eignet sich ein Rollator mit Rollstuhlfunktion? Vorteile der Rollstuhl-Rollator-Kombination Beliebte Rollstuhl-Rollator-Kombinationen Passendes Zubehör für den 2-in-1-Rollator Nachteile der 2-in-1-Rollatoren &amp;nbsp; Eine Rollator-Rollstuhl-Kombination ist ein modernes Hilfsmittel, das zwei Funktionen vereint: Es kann sowohl als fahrbare Gehhilfe als auch als Fahrsessel genutzt werden. Die spezielle Konstruktion ermöglicht den schnellen Umbau von einer Funktion zur anderen. Mobilität nach Maß: Rollatoren mit Rollstuhl -Funktion eignen sich besonders für Menschen, die – je nach Tagesform, Wegstrecke oder Bodenbeschaffenheit – unterschiedlich viel Unterstützung benötigen und daher im Alltag häufig zwischen beiden Hilfsmitteln wechseln. Flexibel, platzsparend und günstig: Ein Kombi-Gerät bietet unschlagbare Flexibilität im Alltag, zudem sparen Sie – im Vergleich zu separatem Rollator und Rollstuhl – Stauraum, Transportaufwand und oft sogar bares Geld! Modelle und Zubehör: Stabil, langlebig und leicht umzubauen muss ein 2-in-1-Rollator in jedem Fall sein; wer zudem auch Wert auf attraktive Extras und ein zeitgemäßes Design legt, liegt mit den Rollz Motion Modellen goldrichtig! Fragen Sie sich, ob ein Rollator mit Rollstuhl-Funktion das richtige Hilfsmittel für Sie wäre? Im folgenden Text erfahren Sie alles, was Sie über diese Kombigeräte wissen müssen – von den Vor- und Nachteilen bei der alltäglichen Nutzung bis hin zu den aktuell verfügbaren Modellen. Für wen eignet sich ein Rollator mit Rollstuhlfunktion? Eine Rollator-Rollstuhl-Kombination ist Rollator und Rollstuhl in einem, das heißt, sie verbindet die Funktionalität zweier Hilfsmittel in nur einem Gerät: Mit dem Rollator können Sie sicherer, stabiler und gelenkschonender stehen und gehen. Mit dem Rollstuhl können Sie entspannt sitzen und sich schieben lassen. Ein solches Kombigerät ist optimal für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, die im Alltag häufig zwischen Rollator und Rollstuhl wechseln. Möglicherweise ist das 2-in-1 Modell auch für Sie die richtige Lösung, wenn Sie: je nach Tagesform, Distanz oder Bodenbeschaffenheit verschiedene Hilfsmittel benötigen, sich aktive Bewegung und bedarfsgerechte Entlastung wünschen und im Alltag 100 % flexibel sein möchten. Bestechende Vorteile der Rollstuhl-Rollator-Kombination Der große Vorteil des Rollators mit Rollstuhl-Funktion ist die Flexibilität: Er kann Sie beim Gehen unterstützen oder Ihnen das Gehen abnehmen. Dabei ist der Umbau einfach und mit nur wenigen Handgriffen zu bewältigen. Zudem ist das clevere Kombi-Hilfsmittel nicht nur platzsparender und transportfreundlicher, sondern oft auch kostengünstiger als zwei separate Geräte! Maximale Flexibilität Hervorzuheben ist vor allem die außerordentliche Flexibilität der 2-in-1-Kombination: Sie können jederzeit und überall vom Rollator zum Rollstuhl und wieder zurück wechseln – ohne zusätzliche Wege bzw. ohne jemanden bitten zu müssen, das jeweils andere Gerät für Sie zu holen! Dieser Vorteil kommt vor allem dann zum Tragen, wenn Sie die eigenen vier Wände verlassen: Sie müssen sich nicht an der Türschwelle zwischen Rollator oder Rollstuhl entscheiden, sondern haben – mit nur einem Gerät – beide Mobilitätsoptionen vereint! Somit brauchen Sie Ihre Tagesplanung nicht länger an den Möglichkeiten des jeweiligen Hilfsmittels auszurichten – nein, umgekehrt: Sie können Ihren Tag wunschgemäß planen und Ihr Hilfsmittel so oft umbauen, wie Sie mögen oder wie es erforderlich ist! Genießen Sie die neuen Möglichkeiten, die dieses clevere 2-in-1-Modell Ihnen, Ihren Angehörigen und Freunden eröffnet: weitere Wegstrecken und spontane Umwege – ohne Sorge um den bevorstehenden Heimweg herausfordernde Routen – sowohl in historischen Altstädten als auch in der Natur Kulturgenuss und andere Veranstaltungen, die mit dem Rollator allein nicht zu bewältigen wären aktive Bewegung und Herz-Kreislauf-Training, das mit dem Rollstuhl allein oft zu kurz käme Einfacher Umbau ohne Werkzeug Die besondere Flexibilität des 2-in-1 Rollators mit Rollstuhl-Funktion ergibt sich aus der besonderen Konstruktion: Der Umbau erfordert nur wenige Handgriffe – ganz ohne Werkzeug und besonderen Kraftaufwand. Wie einfach der Umbau vom Rollator zum Rollstuhl funktioniert, möchten wir beispielhaft für den Rollz Motion beschreiben: Bremsen feststellen Rollstuhl-Sitz aufklappen: Wenn das Rollstuhl-Paket standardmäßig hinten eingehängt ist, fassen Sie den in die Rückenlehne eingearbeiteten Griff und ziehen den gesamten Sitz mit einer einzigen Handbewegung nach oben. Ist das Rollstuhl-Paket vorn eingehängt, dann: Handgriffe nach hinten drehen: Lösen Sie zunächst die Feststellschrauben, drehen Sie die Griffe nach hinten und ziehen Sie die Feststellschrauben wieder an – nun kann die Begleitperson den Rollstuhl bequem schieben. Fußstützen anbringen: Öffnen Sie die Lehne des Rollstuhlsitzes, entnehmen Sie die Fußstützen und befestigen Sie diese vorne am Gestänge. Um den Rollstuhl wieder in einen Rollator zu verwandeln, werden zunächst wieder die Bremsen festgestellt, um dann die obigen Schritte 4 bis 2 in umgekehrter Reihenfolge durchzuführen. Ob daheim, im Park oder im Museum – der Umbau ist jederzeit und überall möglich, so dass Sie innerhalb von Minuten unauffällig zwischen Rollator und Rollstuhl wechseln können. Nutzung im Innen- und Außenbereich 2-in-1-Rollatoren können sowohl im Innen- als auch im Außenbereich genutzt werden – das spiegelt sich auch in der Konstruktion und Wahl der Materialien wider. So können Sie bspw. in der Wohnung oder bei kurzen Wegen in Innenräumen den Rollator nutzen und bei Erledigungen und Ausflügen außer Haus zum Rollstuhl wechseln. Platzsparend und transportfähig Im Alltag ersetzt der Rollator mit Rollstuhl-Funktion zwei Hilfsmittel, die traditionellerweise separat angeschafft, gelagert und transportiert werden müssen. Das bedeutet zum einen einen erheblichen Platz- und Komfortgewinn, sowohl daheim als auch unterwegs: mehr Platz und Bewegungsfreiheit in der Wohnung – Sie brauchen keine zwei Stellplätze für Rollator und Rollstuhl; zudem müssen Sie beim Gehen mit dem Rollator oder beim Fahren mit dem Rollstuhl nicht immer um das jeweils andere Gerät herum manövrieren. Platz- und Komfortgewinn auf Reisen – ob PKW, Zug oder Flugzeug, der Rollator mit Rollstuhl-Funktion braucht deutlich weniger Stauraum als zwei separate Hilfsmittel; der Aufwand beim Ein- und Ausladen wird erheblich reduziert und es besteht keine Gefahr, das jeweils nicht genutzte Gerät unterwegs zu vergessen. Apropos Lagerung und Transport: Moderne 2-in-1-Rollatoren lassen sich selbstverständlich genauso einfach zusammenfalten wie herkömmliche Rollatoren. Vor Aktivierung des Faltmechanismus muss in der Regel der Rollstuhl-Aufsatz abgenommen werden. Geringere Anschaffungskosten im Vergleich zu Rollator und Rollstuhl Auf den ersten Blick mag ein 2-in-1 Rollator mit Rollstuhl-Funktion ggf. teuer erscheinen – doch es wäre zu kurz gedacht, den Preis für das Kombi-Modell mit dem eines einfachen Rollators ohne Zusatzfunktion zu vergleichen! Tatsächlich ersetzt der 2-in-1-Rollator zwei separate Geräte und das gilt es auch beim Preisvergleich zu berücksichtigen: Gegenüber der Anschaffung von zwei separaten Hilfsmitteln, also von Rollator UND Rollstuhl, ist der 2-in-1 Rollator mit integrierter Rollstuhl-Funktion oft günstiger . Beliebte Rollstuhl-Rollator-Kombinationen aus unserem Angebot Gerade für Menschen, die im Alltag regelmäßig zwischen Rollator und Rollstuhl wechseln, ist die 2-in-1-Kombination eine überaus vorteilhafte Lösung. Davon sind nicht nur unsere Mobilitätsexperten von sanitaets-online.de überzeugt – das zeigen auch die positiven Rückmeldungen zahlreicher zufriedener Kunden. In unserem Online-Sanitätshaus bieten wir Ihnen hochwertige Rollator-Rollstuhl-Kombinationen des niederländischen Markenherstellers Rollz an. Der Diamond Deluxe: Formschöner Rollator-Mix von Drive Medical Der kompakte Drive Medical Diamond Deluxe überzeugt als 2-in-1-Kombination alle, denen ein klassischer Rollator nicht ausreicht. Der entscheidende Vorteil: Das ästhetisch designte Modell des Premiumherstellers Medical Drive lässt sich im Handumdrehen werkzeuglos zu einem Transportrollstuhl umbauen. Der platzsparende ideale Reisebegleiter ist ein ausgeklügelter Hybrid, der gleichermaßen funktional und formschön daherkommt. Ein weiterer Vorteil: Sie können die Handgriffe individuell sowohl auf Ihre Körpergröße – als auch auf die der Sie schiebenden Person – einstellen. Ein innovatives Multitalent: Der Wheellator von Tukimet Oy Der ausgeklügelte Wheellator von Tukimet Oy ist die richtige Wahl für Sie, wenn Sie sich einen kombinierten Rollator-Rollstuhl-Mix für Indoor und Outdoor wünschen. Das neueste Hybrid-Produkt des finnischen Herstellers Tukimet Oy ermöglicht Ihnen einen unabhängigen, aktiven Alltag – und ist ein sinnvoller Begleiter, wann immer Sie darauf angewiesen sind. Die 2-in-1-Kombination von Rollz überzeugt durch seine hohe Flexibilität Der Rollz Motion Performance ist ein hochwertiges Qualitätsprodukt aus den Niederlanden, das sich durch eine praktische Kombi-Funktionalität auszeichnet. So genießen Sie jederzeit bedarfsgerechte Unterstützung im Alltag: beste Unterstützung beim Gehen mit der Rollator-Funktion kurze Ruhepausen auf dem Rollatorsitz sanfte Fortbewegung im Sitzen mit der Rollstuhl-Funktion Auf den ersten Blick besticht der Rollz Motion Performance durch seine moderne, sportliche Optik – doch der eigentliche Clou ist das innovative Rollstuhlpaket: Das ist standardmäßig hinten am Rollator-Gestänge aufgehängt und wird mit nur wenigen Handgriffen zu einem stabilen, bequemen Rollstuhlsitz. Jetzt brauchen nur noch die Rollatorgriffe nach hinten gedreht werden und schon können Sie sich entspannt im Sitzen schieben lassen – und wenn Sie dann wieder selbst ein Stück gehen mögen, können Sie den Rollz Motion Performance genauso einfach wieder zum Rollator umbauen! Der Rollz Motion 2.1 small wurde speziell für die Bedürfnisse kleinerer Nutzer entwickelt Grundsätzlich verfügen alle Rollatoren, auch die Rollator-Rollstuhl-Kombinationen, über höhenverstellbare Griffe, so dass der Rollator an die Körpergröße des Nutzers angepasst werden kann. Doch diese Einstellmöglichkeit ist nicht immer ausreichend! Speziell für Menschen von kleinerer Körpergröße wurde der Rollz Motion 2.1 Small Rollator und Rollstuhl 2 in 1 entwickelt, bei dem sowohl die Griffhöhe als auch die Sitzhöhe niedriger ist als beim Standardmodell. Das passende Zubehör für den 2-in-1-Rollator Das besondere an dem 2-in-1-Rollator ist, wie gesagt, das zugehörige Rollstuhl-Paket, das mit wenigen Handgriffen zu befestigen ist und die Gehhilfe in einen Rollstuhl verwandelt. Standardmäßig ist das Rollstuhlpaket hinten am Rollator befestigt, was die Bewegungsfreiheit etwas eingeschränkt. Daher wird als spezielles Zubehör für den Rollz Motion der 3-in-1 Rollstuhl-Paket-Halter angeboten: Mit ihm können Sie das Rollstuhlpaket vorn über dem Rollator-Sitz befestigen und so mehr Beinfreiheit beim Gehen erlangen. Zudem umfasst das Set einen praktischen Stockhalter sowie Haken für Ihre Einkaufstaschen. Welche Nachteile hat der 2-in-1-Rollator? Wenn Sie den Kauf eines Rollators mit 2-in-1-Funktion erwägen, sollten Sie neben den zahlreichen Vorteilen dieser Modelle auch die Nachteile im Blick behalten. Hier ist vor allem das höhere Gewicht zu nennen: Gerade im Vergleich zu modernen Leichtgewicht-Rollatoren mit 6-7 kg Eigengewicht oder den ultraleichten Carbon-Modellen ist der Rollz Motion Performance mit 10,7 kg ein ziemliches Schwergewicht, das Rollstuhlpaket wiegt weitere 3,7 kg. Durch das höhere Gewicht sind 2-in-1-Rollatoren nicht so wendig und einfach zu manövrieren wie leichtere Modelle, sie erfordern mehr Kraftaufwand – insbesondere beim Überwinden von Hindernissen – und sind nicht so komfortabel zu transportieren (bspw. beim Hineinheben in den Kofferraum). Auch in Bezug auf das Rollator-Zubehör gibt es bei 2-in-1-Rollatoren einige Einschränkungen: Nicht alle Zubehörteile sind für die Zweifach-Funktion ausgelegt – so gibt es zwar einen passenden Rollz Motion Rückengurt , der das Sitzen auf dem Rollator erleichtert, für den Umbau zum Rollstuhl aber abgenommen werden muss. Je nach Befestigungsart müssen ggf. auch andere Zubehörteile beim Umbau zum Rollstuhl abgenommen werden. ]]> </content> <updated>2024-09-04T10:15:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Das richtige Zubehör für Ihren Rollator</title> <id>https://www.sanitaets-online.de/ratgeber/rollatoren/zubehoer</id> <link href="https://www.sanitaets-online.de/ratgeber/rollatoren/zubehoer"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Damit Ihr Rollator Ihren individuellen Ansprüchen gerecht wird, können Sie ihn mit Zubehör ausstatten. In diesem Ratgeber erfahren Sie, mit welchem Zubehör Sie Ihren Rollator ausstatten können und worauf Sie beim Kauf achten sollten. ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Welches Rollator-Zubehör lohnt sich? Zusätzliche Ausstattung für mehr Sicherheit Passende Rollator-Extras für mehr Fahrkomfort Wohnungsrollatoren: Auch hier lohnt der Kauf von Zubehör Zubehör für Transport und Lagerung &amp;nbsp; Moderne Gehhilfen sind so individuell wie die Menschen, die sie nutzen. Das beginnt mit der Auswahl des richtigen Rollatoren-Modells und setzt sich fort mit der Wahl des passenden Zubehörs. Es gibt Rollator-Accessoires für: mehr Sicherheit, von der geeigneten Bereifung und Beleuchtung bis hin zum Diebstahlschutz mehr Komfort unterwegs, vom passenden Regenschutz über Sitzauflagen bis hin zu Rollator-Taschen und Befestigungsmöglichkeiten für Gehstock, Trinkflasche und weitere Gegenstände mehr Funktionalität daheim, vom praktischen Tablett bis hin zum Namensschild mehr Schutz vor Witterungseinflüssen und geeignete Taschen zum praktischen Transport Diese erste Übersicht zeigt: Welche Extras sich für Sie lohnen, hängt ganz von Ihren Gewohnheiten und Bedürfnissen ab. Der folgende Text bietet Ihnen Antworten zu oft gestellten Fragen als Entscheidungshilfen beim Zubehörkauf und stellt anschließend die wichtigsten Kategorien von Rollator-Zubehör im Detail vor. Welches Rollator-Zubehör lohnt sich? Mit dem richtigen Zubehör können Sie Ihren Rollator optimal an Ihre Wünsche und Bedürfnisse anpassen. Mehr Fahrkomfort, mehr Sicherheit, mehr Funktionalität – die passende Zusatzausstattung hängt ganz davon ab, wie Sie Ihre Gehhilfe nutzen: Nutzen Sie Ihren Rollator vor allem in der Wohnung, also als Indoor-Rollator ? Hier ist ein Tablett das klassische Zubehör für den Rollator, um den Transport von Speisen und Getränken zu erleichtern! Gehen Sie mit Ihrem Rollator häufig in den Supermarkt? Dann empfehlen wir eine blickdichte und verschließbare Tasche für Ihre Wertsachen und Einkäufe! Sind Sie mit Ihrem Rollator auch abends unterwegs? Dann empfiehlt sich eine LED-Lampe für gute Sicht und Sichtbarkeit im Dunkeln! Möchten Sie mit Ihrem Rollator auch Ausflüge in die Natur unternehmen oder sind die Gehwege in Ihrer Umgebung sehr uneben? Hier ist passende Bereifung gefragt, wie Sie sie an einem Outdoor Rollator finden! Bewegen Sie sich auch bei Wind und Wetter gern im Freien? Dann empfiehlt sich geeigneter Regenschutz als Zubehör für den Rollator! Zusätzliche Ausstattung für mehr Sicherheit Ob auf holprigen Wegen, im Straßenverkehr oder im Dunkeln – mit dem richtigen Zubehör sind Sie mit Ihrem Rollator stets komfortabel und sicher unterwegs. Dazu gehört natürlich auch das Thema Diebstahlschutz! Sicher im Straßenverkehr unterwegs Wenn Sie mit Ihrem Rollator oft im Freien unterwegs sind, lohnt die Investition in Sicherheit und Fahrkomfort besonders: Luftpumpen sind Pflichtausstattung für luftbereifte Rollatoren, damit der Fahrkomfort und die Bremsfunktion stets gesichert sind – besonders praktisch mit ausziehbarem Schlauch, wie bei der CONTEC Minipumpe Air Support für Taima-Rollatoren von Dietz. Softbereifung sorgt für gelenkschonendes Fahren, auch auf holprigem und weichem Untergrund. Optimal für Kopfsteinpflaster oder Sandwege sind Räder aus PUR-Material wie bspw. die TOPRO Offroadräder . Eine Ankipp- bzw. Stufenhilfe zum besseren Überwinden von Bordsteinen und anderen Hindernissen, bspw. die Trust Care Stufenhilfe für Let&#039;s Fly-Rollatoren , die am linken Hinterrad montiert wird Klingeln schaffen Aufmerksamkeit, ohne dass Sie rufen müssen – am besten direkt ans Gestell montiert, wie bspw. die Topro Rollatoren-Klingel . Für Komfort und Sicherheit in Sachen Diebstahlschutz sorgt ein solides Rollatorschloss wie bspw. das MPB Pieper Rollatorschloss mit 60 cm Länge, mit dem Sie Ihre Gehhilfe gut gesichert vor Ihrer Wohnungstür, vor dem Restaurant oder dem Café abstellen können. Nützliches Zubehör für Fahrten am Abend und in der Dämmerung Gerade in der dunklen Jahreszeit, wenn es zeitiger dunkel wird und öfter regnet, sind im Straßenverkehr gute Sicht und Sichtbarkeit gefragt: Mit einer Rollator-Lampe haben Sie den Weg gut im Blick – besonders hell und langlebig sind LED-Lampen wie bspw. die Wheelzahead Rollatoren-Lampe mit praktischem Befestigungsclip oder die vielseitige Topro Rollatoren-Lampe mit verschiedenen Helligkeitsstufen, Blinklicht und rotem Licht. Passende Rollator-Extras für mehr Fahrkomfort Der Rollator ist ein vielseitiger Alltagshelfer – er dient als Gehhilfe, Sitzgelegenheit und “Lastesel” für Einkäufe und hält auch Hilfsmittel wie den Gehstock oder die Trinkflasche stets griffbereit. Mit dem richtigen Rollator-Zubehör sind Sie selbstverständlich auch bei Wind und Wetter mobil! Stets gut auf alle Witterungsbedingungen vorbereitet Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung – diesem Sinnspruch folgend können Sie mit dem richtigen Zubehör auch mit Ihrem Rollator bei Wind und Wetter mobil bleiben. Schirm für Rollator: Falls Sie keinen Rollator mit Schirm besitzen, können Sie diesen selbstverständlich nachträglich mit einem praktischen Rollator-Schirm ausstatten. Besonders beliebt sind dabei: Rollatorschirme , die einfach und schnell am Rahmen befestigt werden und damit beide Hände frei lassen – so sorgt bspw. der MPB Pieper Rollatorschirm mit reflektierendem Rand für mehr Sichtbarkeit an dunklen Regentagen, der braungraue Dietz Rollatorschirm ist auch als Sonnenschirm sehr gut geeignet. Regenponchos: Dieses praktische Zubehör hält Sie und Ihre Gehhilfe trocken, wie bspw. der MPB Pieper Rollator-Poncho aus 100 % Nylon – gerade an windigen Tagen oft praktischer als ein Schirm. Rundum winterfest werden Sie mit praktischen Handwärmern zum Hineingreifen, bspw. dem Russka Handschutz , der um Rollatorgriff und Bremse herum befestigt wird. Sicheren Halt auch auf Schnee und Eis bieten Spikes, die auf die Schuhe aufgezogen werden – im Winter-Zubehörpaket von Russka erhalten Sie die Spikes zusammen mit einem Rollatorschirm. Bequem eine Pause einlegen Viele Menschen schätzen den Rollator nicht nur als Gehhilfe, sondern auch als stets verfügbaren Sitzplatz für kurze oder auch längere Pausen. Während ein Rollator mit Sitz Ihnen unterwegs die Möglichkeit einer Verschnaufpause ermöglicht, können Sie einen Rollatoren für die Wohnung mit Sitz zum Beispiel nutzen, um sich bei der Körperpflege im Bad bequem hinzusetzen. Rollator mit Sitz und Rückenlehne : Zusätzlichen Komfort und Sicherheit bietet ein Rückengurt, an den Sie sich anlehnen können – bspw. der Rückengurt für Rollz Motion-Rollatoren , der einfach montiert und bei Nichtgebrauch abgenommen werden kann. Wenn Ihnen die Sitzbespannung Ihres Rollators zu unbequem ist, schafft ein zusätzliches Sitzpolster mehr Komfort. Wichtig ist hier natürlich die rutschsichere Befestigung – so wird bspw. der gepolsterte Sitz für Rehasense-Modelle auf die vorhandene Sitzfläche aufgeklickt. Nutzen Sie die Pause auch, um einen Schluck zu trinken – mit einem praktischen Helferlein wie dem Trinkflaschenhalter (Topro Troja) können Sie die Getränkeflasche stets griffbereit und sicher am Rollator-Rahmen befestigen. Hilfsmittel sicher verstauen Viele Menschen nutzen neben dem Rollator auch einen Gehstock, der sich jedoch schwerlich im Rollator-Korb transportieren lässt. Mit dem passenden Zubehör ist dies auch nicht nötig: Ein zweiteiliger Stockhalter für Rollatoren wie der Dietz Stockhalter für TAiMA mit Schale und Klemmvorrichtung hält den Stock sicher und stets griffbereit. Für zusätzliche Taschen, die im Rollator-Korb keinen Platz finden, gibt es Taschenhaken als Zubehör. So können bspw. mit den Rollz Flex Taschenhaken zwei Beutel von bis zu 2,5 kg am Rollator befestigt werden – alternativ eine größere 5-kg-Tasche an beiden Haken. Die Rollatortasche ist ein nützlicher Alltagshelfer Viele Rollatoren sind mit einem Korb ausgestattet, in dem Gegenstände aller Art abgelegt und transportiert werden können. Mehr Privatsphäre und Schutz für Ihre Siebensachen bieten Rollator-Taschen, beispielsweise: die Rollz Motion Shopper Tasche mit praktischem Trageriemen und sicherem Verschluss, die wetterfeste Tasche für Vital-Rollatoren von Russka, die zuverlässigen Regenschutz und bessere Sichtbarkeit durch auffällige Reflektornähte bietet. Daneben gibt es selbstverständlich auch Transportlösungen für besondere Anforderungen, bspw. einen Netzkorb für mobile Sauerstoffflaschen . Auch für Wohnungsrollatoren lohnt sich der Kauf von Zubehör Als klassisches Zubehör für Indoor- bzw. Wohnungsrollatoren sind vor allem Tabletts für den Transport von Speisen und Getränken zu nennen. Wichtig ist dabei die einfache Befestigung und die Fertigung aus einem hygienischen, gut abwischbaren Material – so bspw. das Russka Universal-Tablett für Vital-Rollatoren aus glattem Kunststoff. Damit Tassen und Gläser sicher stehen und nicht verrutschen, können Sie zusätzlich eine rutschfeste Matte wie bspw. die Antirutschmatte von Topro auf das Tablett auflegen. Namensschilder wie bspw. das Topro Namensschild für Rollatoren sind vor allem in Wohneinrichtungen praktisch, um Verwechslungen zu vermeiden, wenn mehrere Rollatoren nebeneinander geparkt stehen. Den Rollator mit dem passenden Zubehör richtig transportieren und lagern Wenn Sie Ihren Rollator oft draußen im Freien abstellen, empfiehlt sich eine Rollator-Schutzhaube wie bspw. die transparente Russka Rollator-Schutzhaube aus robuster PE-Folie. Ob Regen oder Schnee, Straßenstaub, herabfallende Blätter oder Vogelkot – dank der Schutzhülle bleiben Griffe und Sitzfläche angenehm trocken und sauber. Ein solcher Witterungsschutz lohnt vor allem: wenn der Rollator draußen verbleiben muss, weil es keinen barrierefreien Zugang gibt, wenn Sie den Rollator aus Platzgründen draußen belassen müssen oder möchten oder wenn Sie den Rollator draußen lassen, um keinen Schmutz in den Innenraum zu tragen und stattdessen im Innenbereich einen Wohnraum-Rollator oder eine andere Gehhilfe benutzen bzw. drinnen keine benötigen. Damit Ihr Rollator auch auf Reisen gut geschützt und einfach zu transportieren ist, bieten viele Hersteller praktische Transporttaschen – so bspw. die Rehasense Transporttasche mit stabilen Handgriffen und Schulterriemen. Achten Sie beim Kauf stets auf die richtige Passform für Ihr Rollator-Modell! ]]> </content> <updated>2024-09-04T09:30:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Rollator auf Rezept – So bekommen Sie eine Gehhilfe von der Krankenkasse</title> <id>https://www.sanitaets-online.de/ratgeber/rollatoren/krankenkasse-zuschuss</id> <link href="https://www.sanitaets-online.de/ratgeber/rollatoren/krankenkasse-zuschuss"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Wer eine fahrbare Gehhilfe benötigt, kann einen Rollator auf Rezept erhalten und einen Zuschuss von der Krankenkasse erhalten. was Sie über die Antragstellung, die Höhe von Zuschüssen und Zuzahlungen sowie die Unterschiede zwischen Kassenmodellen und höherwertigen Rollatoren w... ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Wer kann einen Rollator von der Krankenkasse bekommen? Antrag für die Gehhilfe bei der Krankenversicherung Zuschüsse zu Ihrem Rollator Rollatoren-Modelle der Krankenkasse In diesen Fällen lohnt sich der Kauf eines eigenen Rollators &amp;nbsp; Ein Rollator ist eine praktische Gehhilfe, die mehr Mobilität im Alltag ermöglicht: Er entlastet die Beinmuskulatur, sorgt für zusätzliche Stabilität und beugt Stürzen vor. Ob Unfall, Krankheit oder fortgeschrittenes Alter – wer eine fahrbare Gehhilfe benötigt, kann von der Krankenkasse einen Rollator auf Rezept erhalten: Berechtigung: Einen “Kassen-Rollator” erhält man nur mit ärztlicher Verordnung. Beantragung: Die Antragstellung läuft nahezu immer nach dem gleichen Prinzip ab. Rollator auf Rezept Zuzahlung: Die gesetzliche Zuzahlung für einen Rollator auf Rezept beträgt 5-10 Euro. Kassenmodell: Der Standard-Rollator bietet Basis-Funktionalität zum günstigen Preis und eignet sich vor allem zur temporären oder gelegentlichen Nutzung. Zum dauerhaften Gebrauch empfiehlt sich eine Aufwertung mit individuellem Zubehör oder gleich ein höherwertiges, bedarfsgerecht angepasstes Modell. Kauf: Der Kauf eines eigenen Rollators lohnt, wenn Sie einen Gehwagen für einen bestimmten Einsatzzweck oder mit besserer Ausstattung benötigen. Im folgenden Text erfahren Sie alles, was Sie über die Antragstellung, die Höhe von Zuschüssen und Zuzahlungen sowie die Unterschiede zwischen Kassenmodellen und höherwertigen Rollatoren wissen müssen. Schauen Sie auch auf unsere Homepage, um sich ein Bild von den verschiedenen Arten und Ausstattungsvarianten unserer Rollatoren zu machen – moderne Mobilitätshilfen sind so individuell wie die Menschen, die sie nutzen. Wer verschreibt Rollatoren? Um einen Rollator auf Rezept* zu erhalten, brauchen Sie eine ärztliche Verordnung zur Vorlage bei der Krankenkasse. Diese enthält: die medizinische Diagnose, die Bestätigung der medizinischen Notwendigkeit des verordneten Hilfsmittels, ggf. Detailangaben zu dem benötigten Hilfsmittel unter Angabe der Hilfsmittelverzeichnisnummer (HMV-Nummer, in Bezug auf das vom Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen geführte Hilfsmittelverzeichnis , siehe Punkt 10 – Gehhilfen). Die Detailangaben sind wichtig, denn so kann der Arzt beispielsweise für einen Patienten mit ausgeprägter Muskelschwäche einen Leichtgewicht-Rollator verordnen, um das Anheben bei Bordsteinkanten o.ä. zu ermöglichen. Einen bestimmten Hersteller- oder Markennamen darf er allerdings nicht vorgeben. Schauen Sie sich am besten schon im Vorfeld an, welche Arten von Rollatoren verfügbar sind. Dann können Sie sich gut informiert mit Ihrem Arzt beraten und das für Sie am besten geeignete Modell wählen. *Bitte beachten Sie, dass bei Sanitäts-Online kein Rollatorkauf auf Rezept möglich ist. So beantragen Sie die Gehhilfe bei Ihrer Krankenversicherung Ob AOK, Barmer oder TK – für einen Rollator auf Rezept gelten weitgehend dieselben Richtlinien und auch die Antragstellung folgt stets denselben Schritten: Ärztliche Verordnung: Wenn Sie glauben, dass Sie einen Rollator benötigen, sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt oder einem anderen Facharzt (bspw. Orthopäde, Neurologe), bei dem Sie in Behandlung sind. Antragstellung bei der Krankenkasse : Kontaktieren Sie den Kundenservice Ihrer Krankenkasse, um das genaue Prozedere und ggf. weitere erforderliche Dokumente für die Antragstellung zu erfragen, um einen Rollator auf Rezept bei Ihrer Krankenkasse zu erhalten. Antragsprüfung: Wenn Ihre Krankenkasse den eingereichten Antrag bewilligt – wunderbar! Wird er dagegen ganz oder in Teilen (bspw. in Bezug auf besondere Ausstattungsmerkmale) abgelehnt, so können Sie dagegen Widerspruch einlegen. Bestellung des Rollators: Mit der bewilligten Verordnung können Sie Ihren Rollator bei einem Sanitätshaus bestellen. Rollator auf Rezept bei der AOK : Zur Bestellung erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse in der Regel eine Liste mit AOK- bzw. Barmer-Vertragspartnern, die Rollatoren und andere Mobilitätshilfen anbieten. Diese Zuschüsse erhalten Sie für Ihren Rollator Wenn die Krankenkasse Ihnen einen Rollator bewilligt, handelt es sich genau genommen um die Bewilligung eines Zuschusses, also den Geldbetrag, den die Krankenkasse übernimmt : Der Zuschuss für einen Standard-Rollator liegt bei 60 Euro. Wird ein Rollator mit besonderen Anforderungen genehmigt, kann der Zuschuss – je nach Hilfsmittelverzeichnisnummer – auch höher liegen. Ebenso wie bei anderen Hilfsmitteln hat der Versicherte auch für einen Rollator auf Rezept eine gesetzliche Zuzahlung zu leisten. Die Höhe der Zuzahlung wird von der individuellen Belastungsgrenze bestimmt Die Höhe der gesetzlichen Zuzahlung für Rollatoren und andere Hilfsmittel liegt im Regelfall bei 10 %; zu entrichten sind mindestens 5 Euro, maximal jedoch 10 Euro pro Verordnung . Damit durch diese Zuzahlungen keine übermäßige Belastung entsteht, hat der Gesetzgeber eine individuelle Belastungsgrenze anhand des Einkommens festgelegt : 2 % des Jahresbruttoeinkommens im Regelfall 1 % des Jahresbruttoeinkommens für Menschen mit chronischer Erkrankung, die besonders oft Medikamente und/oder Hilfsmittel verordnet bekommen Bei der Berechnung werden sowohl die Einkommen wie auch die Zuzahlungen beider Ehe- bzw. Lebenspartner sowie ggf. auch im Haushalt lebender Kinder berücksichtigt. Entsprechend gibt es auch Abschläge für im Haushalt lebende Partner und Kinder. Rechenbeispiel für ein Ehepaar mit Kind: 25.000 € Jahreseinkommen brutto, Partner 1 + 10.000 € Jahreseinkommen brutto, Partner 2 = 35.000 € Familieneinkommen - 5.922 € Abschlag, Partner - 8.388 € Abschlag, Kind = 20.690 € zu berücksichtigendes Familieneinkommen x 2 % -&amp;gt; 413,80 € pro Jahr - Belastungsgrenze im Regelfall x 1 % -&amp;gt; 206,90 € pro Jahr - Belastungsgrenze bei chronischer Erkrankung Beim Empfang von Arbeitslosengeld II, Hilfe zum Lebensunterhalt (Sozialhilfe) oder Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung wird die Belastungsgrenze für die gesamte Bedarfsgemeinschaft berechnet. Als Jahreseinkommen gilt hier der Regelsatz des Haushaltsvorstands, Abschläge für Partner oder Kinder können dabei nicht geltend gemacht werden. Wer ist von der Zuzahlung befreit? Wenn im Laufe des Jahres durch mehrere Rezepte bzw. Verordnungen die individuelle Belastungsgrenze für Zuzahlungen erreicht wird, kann man eine Befreiung von weiteren Zuzahlungen beantragen: Dazu werden die Belege für die bereits geleisteten Zuzahlungen sowie Einkommensnachweise bei der Krankenkasse eingereicht. Daneben gilt für Rollatoren und ähnliche Hilfsmittel eine generelle Zuzahlungsbefreiung für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Achtung: Bezuschusste Rollatoren sind Eigentum der Krankenkasse! Wenn Sie einen Rollator auf Rezept erhalten haben (also: das Kassenmodell, kein höherwertiges Modell mit wirtschaftlicher Aufzahlung), geht dieser nicht in Ihr Eigentum über: Vielmehr handelt es sich um eine Leihgabe , die Ihnen für die vereinbarte Zeit vom Vertragspartner Ihrer Krankenkasse zur Verfügung gestellt wird. Diese Zuschüsse bieten private Krankenversicherungen Auch bei Privat- und Zusatzversicherungen brauchen Sie eine ärztliche Verordnung, um einen Zuschuss für einen Rollator zu beantragen. Im Vergleich zu den gesetzlichen Krankenkassen gibt es hier jedoch deutlich größere Unterschiede hinsichtlich der Bewilligungskriterien und der Zuschussbeträge. Auch die Modellauswahl bei privaten Krankenversicherungen ist stark tarifabhängig: Wer eine teurere Police hat, kann aus offenen Katalogen wählen, für preiswertere Policen dagegen gelten geschlossene Kataloge mit begrenztem Angebot. Bei der Bestellung des Rollators kooperieren auch private Krankenversicherer oft mit ausgewählten Vertragspartnern. Allerdings muss der Versicherte die Rechnung stets selbst zahlen und kann sie erst nachträglich zur (anteiligen) Erstattung einreichen. Daraus ergibt sich erfahrungsgemäß jedoch auch eine größere Flexibilität beim Kauf über Online-Shops mit nachträglichem Einreichen der Rechnung. Rollatoren und Pflegegrade: Das gilt es über Zuschüsse zu wissen Grundsätzlich können Sie einen Rollator auf Rezept auch ohne Pflegestufe erhalten. Der Grund: Der Zuschuss Ihrer Krankenkasse hängt nicht direkt von Ihrem Pflegegrad ab, sondern von der Notwendigkeit und dem medizinischen Bedarf. Rollator auf Rezept bei Pflegestufe 2: Bei einem höheren Pflegegrad kann es sein, dass Sie von einer höheren Unterstützung profitieren. Dies müssen Sie allerdings persönlich mit Ihrem Arzt besprechen. Einfache Gehhilfe mit minimaler Ausstattung: Die Rollatoren-Modelle der Krankenkasse Der Standard-Rollator, den man auf Rezept und mit einer Zuzahlung von maximal 10 Euro von der Krankenkasse erhält, ist ein einfaches und solides Modell: geeignet für drinnen und draußen robuster, belastbarer Stahlrahmen solide Fahreigenschaften zweckmäßige Standardausstattung (meist inkl. Korb, Sitzfläche, Tablett und Stockhalter) Bei langfristiger Nutzung und ggf. weiteren gesundheitlichen Einschränkungen des Nutzers fallen allerdings die Nachteile des Kassenmodells stärker ins Gewicht: nicht immer passend für den gewünschten Einsatzzweck (bspw. Navigation in kleiner Wohnung) vergleichsweise hohes Gewicht (10-12 kg) meist keine Ankipphilfe für Bordsteine unpraktisch in Transport und Lagerung (nicht faltbar oder große Faltmaße) wenig attraktives Design Zudem erhält man von den Vertragspartnern der Krankenkasse oft einen älteren, gebrauchten Rollator, was nicht jedermanns Sache ist. Aufpreis bei zusätzlicher Ausstattung oder bei Wahl eines anderen Modells Der Rollator ist ein Hilfsmittel, das Ihnen mehr Sicherheit und Mobilität im Alltag verschaffen soll. Wenn Sie sich mit dem Kassenmodell unwohl fühlen, nicht gut damit zurechtkommen und es im Zweifel doch lieber stehen lassen als es zu benutzen, ist dieses Ziel verfehlt: Gerade wenn Sie tagtäglich und auf längere Sicht auf den Rollator angewiesen sind, brauchen Sie ein Modell, das optimal zu Ihnen passt! Daher lässt Ihnen die Krankenkasse freie Hand bei der Wahl von Hersteller, Marke und Ausstattung. Doch egal, ob Sie einen robusten Outdoor-Rollator oder einen wendigen Rollator für die Wohnung wählen – die Krankenkasse zahlt nur den bewilligten Zuschuss, die Kostendifferenz gegenüber dem Kassenmodell müssen Sie selbst tragen. Diese sog. wirtschaftliche Aufzahlung liegt in der Regel bei 100-300 Euro, je nach gewünschtem Modell. Betrachten Sie die Aufzahlung für einen hochwertigen Rollator als Investition in Ihre Lebensqualität – schlecht passende Schuhe, in denen jeder Schritt schmerzt, würden Sie ja auch nicht tragen, nur weil sie ggf. preiswerter sind! Gerade bei höherwertigen Rollatoren lohnt der Preisvergleich – im Fachgeschäft vor Ort wie auch im Internet. Gerade Online-Sanitätshäuser bieten Marken-Rollatoren oft so günstig an, dass der Selbstkauf fast genauso viel kostet wie die Aufzahlung mit Krankenkassen-Bewilligung. Dazu bietet der Selbstkauf auch weitere Vorteile: Sie sparen sich die bürokratische Beantragung bei der Krankenkasse, insb. das oft langwierige Widerspruchsverfahren nach einer Ablehnung. Der Rollator ist keine Leihgabe auf Zeit, sondern Ihr Eigentum und kann ganz nach Wunsch umgebaut oder gestaltet werden. Sie können sich exakt das Modell auswählen – beispielsweise einen besonders leichten und kompakten Rollator in gewünschter Designvariante – das Sie sich wünschen. Bei einem Leichtgewicht Rollator auf Rezept sind individuelle Sonderwünsche hingegen nicht möglich. Sie erhalten garantiert kein gebrauchtes Gerät, sondern einen fabrikneuen Rollator. Durch hochwertiges Zubehör können Sie die Funktionen des Kassen-Modells noch verbessern Haben Sie Ihren Rollator auf Rezept erhalten? Nutzen Sie die Möglichkeit, das Basismodell durch hochwertiges Zubehör aufzuwerten und optimal an Ihre Bedürfnisse anzupassen. Das sind die beliebtesten Rollator-Accessoires: Rückengurt – für sicheres Sitzen und bequemes Anlehnen verschließbare Tasche – für mehr Sicherheit beim Einkauf Rollatorschirm – zum Schutz gegen Sonne oder Regen Eine große Auswahl an diesen und weiteren Accessoires für Ihren Rollator finden Sie hier: Rollator-Zubehör . In diesen Fällen lohnt sich der Kauf eines eigenen Rollators Der Kauf eines eigenen Rollators lohnt, wenn Sie einen Gehwagen für einen bestimmten Einsatzzweck oder mit besserer Ausstattung benötigen – bspw. einen extra schmalen, wendigen Wohnungsrollator oder einen belastbaren Reise-Rollator mit großer, verschließbarer Tasche. Zusätzlich haben Sie bei einem eigenen Rollator die Möglichkeit, Ihr favorisiertes Modell ganz nach Ihrer Vorliebe auszuwählen: Dadurch erhalten Sie beispielsweise einen Rollator in Ihrer Lieblingsfarbe oder einem besonders modernen Design, das sich jederzeit mit nützlichen Extras wie einem gepolsterten Rückengurt, Sonnenschirm oder ähnlichem zusätzlich aufwerten lässt. Ob Sie einen Rollator auf Rezept oder als Eigentum kaufen, hängt entsprechend von Ihren individuellen Ansprüchen ab. Wenn Sie den Rollator nur vorübergehend benötigen oder selten benutzen, dann genügt oft auch ein “Kassenrollator”, also ein kostengünstiges Standardmodell. ]]> </content> <updated>2024-09-04T09:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text"> Dr. Humpert im Experteninterview zum Thema: Multiple Sklerose </title> <id>https://www.sanitaets-online.de/experteninterview/marius-humpert</id> <link href="https://www.sanitaets-online.de/experteninterview/marius-humpert"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Multiple Sklerose ist durch multiple Funktionsstörungen auf neurologischer und immunologischer Ebene gekennzeichnet. Um den Krankheitsverlauf und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern, stehen mittlerweile zahlreiche physiologische, medikamentöse und psychologische T... ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Multiple Sklerose ist durch multiple Funktionsstörungen auf neurologischer und immunologischer Ebene gekennzeichnet. Um den Krankheitsverlauf und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern, stehen mittlerweile zahlreiche physiologische, medikamentöse und psychologische Therapieansätze zur Verfügung. Sanitäts-Online: Dr. Humpert, als ärztlicher Direktor und Chefarzt der Neurologischen Kliniken haben Sie sicherlich viel Erfahrung im Umgang mit neurologischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose. Könnten Sie uns zunächst einen Einblick in die Grundlagen dieser Erkrankung geben? Dr. Humpert: Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, die sowohl das Gehirn als auch das Rückenmark betrifft. Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der das eigene Immunsystem körpereigene Strukturen angreift. Dabei spielen insbesondere T-Zellen und B-Zellen eine wichtige Rolle. Diese Abwehrzellen setzen Entzündungsprozesse in Gang, die zur Schädigung der Gehirnstrukturen führen können. An verschiedenen Stellen des Nervensystems können sich Verhärtungen und Vernarbungen (sogenannte Plaques) bilden. Die klinischen Symptome von MS sind vielfältig, weshalb die Krankheit auch als &quot;Krankheit der tausend Gesichter&quot; bekannt ist. Symptome sind beispielsweise Lähmungen und Teillähmungen, Empfindungsstörungen, Schmerzen, Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen, Probleme beim Schlucken und Sprechen sowie Störungen der Harnblase und Verdauungsstörungen. Auch Beeinträchtigungen des Denkens und Fühlens, Depressionen, Störungen der Rumpfstabilität, sexuelle Funktionsstörungen, Fatigue (anhaltende Müdigkeit, Leistungsminderung, vorzeitige Erschöpfbarkeit) und Leistungsminderung gehören zu den häufigen Beschwerden. Die Liste der Symptome ist sehr lang und kann in unterschiedlichen Konstellationen auftreten, was das klinische Bild der Krankheit so komplex macht. Sanitäts-Online: Multiple Sklerose kann eine vielschichtige Krankheit sein, die verschiedene Bereiche des Lebens eines Patienten beeinflusst. Wie gestaltet sich Ihre Herangehensweise an die Betreuung von Patienten mit Multipler Sklerose? Dr. Humpert: Bei der Therapie von Multiple Sklerose (MS) geht es häufig darum, welche individuellen Ziele erreicht werden sollen, um die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern und die Krankheit bestmöglich zu kontrollieren. Eine frühzeitige und effektive Behandlung ist entscheidend, um Schäden am Nervengewebe zu minimieren und Schübe und mögliche zukünftige Behinderungen zu verhindern. Durch eine gezielte Vorbeugung von Beeinträchtigungen soll die Funktionalität des Patienten so lange wie möglich erhalten bleiben. Dabei ist es wichtig, die Therapieziele konsequent zu verfolgen und gleichzeitig flexibel genug zu bleiben, um die Behandlung an veränderte Bedingungen anpassen zu können. Die Therapie muss an die jeweilige Phase der Erkrankung angepasst werden. In akuten Schüben liegt der Fokus auf der Schub-Therapie und der schnellen Behandlung der Symptome, um bleibende Schäden zu verhindern. Bei der langfristigen Therapie geht es darum, zukünftige Schübe und fortschreitende Behinderungen zu verhindern und das Nervensystem zu schützen. Bestehende Symptome werden durch symptomatische Therapien behandelt, um die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Sowohl medikamentöse als auch nicht-medikamentöse Therapien kommen zum Einsatz. Ein zentraler Aspekt der Behandlung ist die Förderung der Selbstwirksamkeit des Betroffenen. Es ist wichtig, dass die Betroffenen aktiv in den Entscheidungsprozess eingebunden werden und die Therapieoptionen in Absprache mit ihnen festgelegt werden, damit sie die für sie besten Entscheidungen treffen können. Sanitäts-Online: Welche Rolle spielt die neurologische Frührehabilitation in der Behandlung von Patienten mit Multipler Sklerose? Können Sie uns erläutern, wie dieser Ansatz dazu beiträgt, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern? Dr. Humpert: Bei der Frührehabilitation geht es darum, Symptome zu behandeln, die sich in der jüngeren Vergangenheit verschlechtert haben. Dabei wird ein multimodaler Ansatz verfolgt, bei dem verschiedene Therapieformen miteinander kombiniert werden. Auf der einen Seite stehen medizinische Maßnahmen wie Medikamente und Infusionen, auf der anderen Seite nicht-medikamentöse Behandlungen im Rahmen von Ergotherapie, Physiotherapie, Logopädie, Psychotherapie, physikalische Therapie (zum Beispiel Wasser-, Wärme/Kälte-, Stromtherapie), Musik- und Sporttherapie. Weitere wichtige Bausteine sind aktivierende Pflege, Sozialberatung und Ernährungsberatung. Im Rahmen dieses multimodalen Ansatzes werden die Ziele individuell formuliert, angepasst und schrittweise umgesetzt, um die bestmögliche Behandlung zu erreichen. Oft zeigt sich eine deutliche Verbesserung der Symptome, selbst bei Symptomen, die bereits seit mehreren Monaten oder Jahren bestehen. Auch wenn eine vollständige Symptomfreiheit in späteren Stadien selten erreicht wird, kann durch diesen Ansatz dennoch eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität erzielt werden. Sanitäts-Online: Morbus Parkinson und Multiple Sklerose sind zwei prominente neurologische Erkrankungen, auf die Sie sich spezialisiert haben. Gibt es Gemeinsamkeiten oder Unterschiede in der Herangehensweise an diese Erkrankungen? Wie passen diese in den Kontext Ihrer Arbeit? Dr. Humpert: Beide Erkrankungen sind erstmal unterschiedlich: Bei der Multiplen Sklerose handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, bei Morbus Parkinson um eine Erkrankung aus dem Bereich der Bewegungsstörungen. Die Gemeinsamkeiten sind, dass wir in beiden Fällen einen chronischen Verlauf haben und der Fokus nicht auf Heilung, sondern auf einer Verbesserung des Krankheitsverlaufs und der Lebensqualität liegt. Das Herangehen an die Symptome der Erkrankungen und die Auswirkungen ist in der Regel multimodal, individuell und facettenreich. Wir entwickeln gemeinsam mit den Betroffenen einen Therapieplan. Natürlich gibt es auch viele Unterschiede, zum Beispiel in den Bereichen Ursachen, Manifestationsalter, Diagnostik, Therapieangebote, Verlauf, Prognose, Begleiterkrankungen und Komplikationen. Sanitäts-Online: Als Facharzt für Neurologie sind Sie mit den neuesten Entwicklungen in der Forschung und Behandlung von Multipler Sklerose vertraut. Welche Fortschritte in der Therapie haben Sie in den letzten Jahren am meisten beeindruckt? Dr. Humpert: Im Bereich der Multiple Sklerose hat in den letzten Jahren eine beeindruckende Forschung stattgefunden, insbesondere in den Bereichen Grundlagenforschung, Diagnostik und Therapie. Dank dieser intensiven Forschungsarbeit stehen heute alleine über 20 verschiedene Präparate im Bereich der Immuntherapie zur Verfügung. Ziel ist eine positive Beeinflussung des Krankheitsverlaufes. Diese Immuntherapeutika haben eine nachgewiesene Wirksamkeit und sollen dazu beitragen, dass Symptome nicht oder erst später auftreten. Es gibt nur wenige neurologische Erkrankungen, bei denen in den letzten Jahren so viele neue Medikamente entwickelt wurden. Diese Fortschritte haben die Behandlungsmöglichkeiten für MS-Patienten erheblich verbessert und bieten Möglichkeiten für einen milderen Verlauf und eine höhere Lebensqualität. Sanitäts-Online: Multiple Sklerose ist eine chronische Krankheit, die lebenslang betreut werden muss. Wie unterstützen Sie Patienten dabei, mit den Herausforderungen dieser Erkrankung umzugehen und ein möglichst “normales” Leben zu führen? Dr. Humpert: Es ist wichtig, dass Betroffene gleich zur Diagnosestellung der Erkrankung eine umfassende Erstberatung und Aufklärung erhalten. Auch der eigene Erwerb von Wissen rund um Multiple Sklerose bringt die Betroffenen häufig weiter. Im weiteren Verlauf der Krankheit ist es günstig, wenn die Betroffenen Eigenverantwortung übernehmen und sich aktiv in verschiedene Entscheidungsprozesse einbringen und bei medizinischen Fragestellungen gemeinsam mit den Medizinern eine Lösung finden, um dann bessere Entscheidungen zu treffen und damit bessere Ergebnisse. Wichtig ist, nichts zu beschönigen, da dies den Betroffenen nicht weiterhilft. Vorhandene Therapieoptionen sollten genutzt werden, um Behinderungen zu vermeiden und die Lebensqualität zu verbessern. Die Förderung von Selbstwirksamkeit, die Unterstützung bei der Entscheidungsfindung und die Ermutigung zu einem aktiven Lebensstil spielen eine wichtige Rolle in der Behandlung. Durch eine ganzheitliche Betreuung und die aktive Einbindung der Betroffenen können Therapieergebnisse optimiert werden. Sanitäts-Online: Neben der medizinischen Behandlung spielen auch physikalische Therapie und Balneologie eine Rolle in Ihrer Fachrichtung. Wie können diese Ansätze dazu beitragen, die Lebensqualität von Patienten mit Multipler Sklerose zu verbessern? Dr. Humpert: Bei der Behandlung von MS geht es darum, verschiedene Therapieformen einzusetzen, um Symptome wirksam anzugehen und nachhaltige Verbesserungen zu erzielen. Ein multimodaler Ansatz, der auch physikalische und balneologische Angebote umfasst, bietet vielfältige Möglichkeiten. So werden physikalische Faktoren wie zum Beispiel Strom, Wärme, Kälte und balneologische Heilmittel mit Wasseranwendungen sowie Klima- und Ernährungsfaktoren eingesetzt, um Körperreaktionen auszulösen und positiv im Krankheitsverlauf zu nutzen. Diese Effekte können helfen, Symptome zu lindern und die Funktionalität zu verbessern. Die Ansätze können vielfältig und individuell angepasst zum Einsatz kommen. Sanitäts-Online: Die Weiterbildungsermächtigung in Neurologie und Geriatrie zeigt Ihr Engagement für die kontinuierliche Verbesserung und Weiterentwicklung Ihrer medizinischen Fähigkeiten. Wie profitieren Ihre Patienten von dieser Leidenschaft für lebenslanges Lernen? Dr. Humpert: In den letzten Jahren hat es in den Bereichen Grundlagenforschung, Pathogenese, Diagnostik und Therapie von Multipler Sklerose viel Wissenszuwachs gegeben. Wissen, das noch vor einigen Jahren aktuell war, ist heute manchmal bereits überholt. Neue Erkenntnisse haben das Verständnis und die Behandlung verbessert. Diese Erkenntnisse durch lebenslanges Lernen zu erlangen und immer wieder flexibel anzupassen, kommt somit auch den Patienten zugute. Sanitäts-Online: Die Forschung im Bereich der Multiplen Sklerose macht stetig Fortschritte. Welche vielversprechenden Entwicklungen oder Ansätze sehen Sie in der Zukunft für eine noch wirksamere Behandlung? Dr. Humpert: Die pathophysiologischen Grundlagen von MS werden intensiv erforscht und entschlüsselt. Dadurch hoffe ich, dass in Zukunft noch wirksamere Medikamente entwickelt werden können. Aktuell wird an dutzenden Wirkstoffen und neuen Therapieansätzen geforscht. Diese könnten erreichen, dass Beeinträchtigungen und Behinderungen entweder weiter in die Zukunft verschoben werden oder idealerweise gar nicht erst auftreten. Sanitäts-Online: Abschließend, Dr. Humpert, welche Botschaft möchten Sie Menschen vermitteln, die mit Multipler Sklerose leben oder sich um Betroffene kümmern? Welche Hoffnung oder Ermutigung können Sie ihnen geben? Dr. Humpert: Das Ziel der Therapie ist aktuell zwar nicht die Heilung und Rückschläge gehören manchmal leider dazu, aber es gibt eine Vielzahl von medizinischen und nicht-medizinischen Möglichkeiten, die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern, sofern man sie denn auch nutzt. Meiner Meinung nach hilft es ungemein, sich im Leben aktiv den positiven Seiten hinzuwenden. Ein aktiver Lebensstil hilft häufig, und das Verfolgen der individuellen Lebensziele gibt Perspektive, auch wenn diese möglicherweise flexibel an die Krankheit angepasst werden müssen. Eigenverantwortung und Selbstbestimmung sind meiner Meinung nach hier hilfreich. Ein wichtiges Ziel der Krankheitsbewältigung ist es, nicht „trotz“ MS, sondern „mit“ MS zu leben. Dr. Marius Humpert ist seit April 2022 der Ärztliche Direktor des Augustahospitals in Anholt. Vor seiner Ernennung leitete er als Chefarzt die Neurologische Klinik 2 mit Schwerpunkt auf Morbus Parkinson. Dr. Humpert, der aus Körbecke am Möhnesee stammt, studierte Humanmedizin an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und absolvierte seine Facharztausbildung für Neurologie in den Kliniken Maria-Hilf GmbH in Mönchengladbach. Zusätzlich erlangte er Qualifikationen in Geriatrie sowie Physikalischer Therapie und Balneologie. Seit 2015 ist Dr. Humpert im Augustahospital tätig und hat dort maßgeblich zur Weiterentwicklung des Parkinson-Bereichs beigetragen. Er setzte den Ausbau des Parkinson-Departments fort und führte 2020 die Neurologische Klinik 2 als Chefarzt. Seine Ernennung zum Ärztlichen Direktor erfolgte aufgrund seiner herausragenden Leistungen und seines Engagements, was dem Aufsichtsrat der Alexianer Misericordia GmbH besonders positiv auffiel​ ( Isselburg Live )​​ ( Parkinson Journal )​. ]]> </content> <updated>2024-08-12T14:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text"> Christian Carloni im Experteninterview zum Thema: Rollatoren der Firma Trust...</title> <id>https://www.sanitaets-online.de/experteninterview/christian-carloni</id> <link href="https://www.sanitaets-online.de/experteninterview/christian-carloni"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Im Gegensatz zu früher überzeugen innovative Rollatoren mit einem Mix aus Ästhetik, Flexibilität und einem leichten Gewicht. Dank des Angebots verschiedener Modelle können die individuellen Bedürfnisse der Nutzer optimal erfüllt werden – für eine zielgerichtete Verbesserung de... ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Im Gegensatz zu früher überzeugen innovative Rollatoren mit einem Mix aus Ästhetik, Flexibilität und einem leichten Gewicht. Dank des Angebots verschiedener Modelle können die individuellen Bedürfnisse der Nutzer optimal erfüllt werden – für eine zielgerichtete Verbesserung der Lebensqualität und Eigenständigkeit im Alltag. Sanitäts-Online: Herr Carloni, Sie haben 2005 Ihre eigene Firma Trust Care gegründet. Was hat Sie inspiriert , diesen Schritt zu gehen? Christian Carloni: Alle Rollatoren der früheren Generation, die angeboten wurden, waren für den Außenbereich gedacht und sehr groß und klobig. Da ich sah, wie mein Vater in seinem Haus lebte und wie viele Unfälle dort normalerweise passieren können, hielt ich es für angebracht, ein Modell zu bauen, das ältere Personen im Haus zuverlässig unterstützt – damit sie sich wieder zu Hause sicher fühlen. Zum Beispiel um eigenständig zur Toilette gehen zu können, vom Bett oder Sofa aufzustehen oder um den Rollator bei Bedarf auch als Tisch benutzen zu können. Zudem hielt ich es für sinnvoll, dass der Rollator nur einen Griff hat, da viele Personen nicht die Möglichkeit haben, beide Hände zu benutzen: Der Indoor-Rollator „Let&#039;s Go” war geboren. Sanitäts-Online: Ihre Firma hat sich auf die Spezialisierung von Rollatoren sowie anderen Hilfsmitteln für Menschen mit Behinderungen oder Einschränkungen im täglichen Leben fokussiert. Könnten Sie näher erläutern, welche Motivation hinter Ihrer Entscheidung steht, sich in diese spezifische Richtung zu spezialisieren? Christian Carloni: Meines Erachtens gab es auf dem damaligen Markt einen großen Mangel an dieser Art von Produkten. Da die Lebenserwartung im Allgemeinen länger geworden ist, wollen die Menschen auch im Alter noch traditionelle Produkte verwenden können: Sie wollen modern sein, aber gleichzeitig Hilfe von dem Produkt bekommen, das sie benutzen – egal ob sie 20 oder 80 Jahre alt sind. Trust Care möchte den Alterungsprozess für Senioren verbessern und auch jüngeren behinderten Menschen helfen, eine bessere Lebensqualität zu genießen. Dafür entwickeln wir kontinuierlich neue funktionale Gesundheitsprodukte für Menschen auf der ganzen Welt. Die Nutzer und Kunden von Trust Care sollten nicht zwischen Flexibilität und Stil wählen müssen! Sanitäts-Online: Ihre Produkte haben alle den Prefix “ Let’s …” wie z.B. der Rollator “Let’s Shop” oder “Let’s Fly”. Was hat es damit auf sich? Christian Carloni: Mit Trust Care Produkten ist alles möglich und die verschiedenen Namen unserer Produkte weisen darauf hin,: Zum Beispiel „Let&#039;s Go”, „Let&#039;s Go Out” und „Let&#039;s Fly”. Sanitäts-Online: Könnten Sie bitte einen Einblick in den Prozess gewähren, der dazu führt, dass Ihre Produkte optimal an verschiedene Situationen angepasst sind? Welche Faktoren, Überlegungen und Innovationsansätze spielen eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung von Mobilitätshilfen, die so präzise auf die Bedürfnisse der Nutzer abgestimmt sind? Christian Carloni: Wir wissen, dass jeder Kunde einzigartig ist und individuelle Bedürfnisse hat. Unser Ansatz konzentriert sich darauf, die wirklichen Probleme von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen zu erkennen und zu lösen. Wir glauben an die Entwicklung von Lösungen, die über die Erwartungen hinausgehen und unseren Kunden die Freiheit und Unabhängigkeit bieten, die sie verdienen. Abhängig von den Bedürfnissen und Möglichkeiten des Nutzers gestalten wir unsere Produkte unterschiedlich. Natürlich haben alle Modelle die gleiche Qualität und viele Funktionen sind ähnlich, aber das Design und die Form sind an die individuellen Bedürfnisse und Anforderungen der verschiedenen Nutzer angepasst. Sanitäts-Online: Zum Abschluss noch eine konkrete Produktfrage: Sauberkeit ist oft ein sehr wichtiger Faktor bei Rollatoren. Sie werden oft und in vielen Umfeldern genutzt. Wie garantieren Sie eine ausgezeichnete Qualität auch bei starker Nutzung und eine einfache Pflege Ihrer Produkte? Christian Carloni: Trust Care verfügt über eine interne Konstruktionsabteilung, die eine vollständige Kontrolle über die Qualität der Produkte des Unternehmens gewährleistet. Dies gibt uns auch die Möglichkeit, ständig neue und bessere Lösungen zu entwickeln, was wir auch weiterhin tun werden. Wir sind ständig auf der Suche nach Verbesserungen für den Benutzer. Einzigartig bei Trust Care ist die Tatsache, dass wir dreimal im Jahr eigene Umfragen in Gruppen von 15 Benutzern durchführen. Wir geben nicht bekannt, welches Unternehmen die Umfrage durchführt, um ehrliche Antworten zu den Vor- und Nachteilen der Rollatoren zu erhalten. Dies sind wichtige Informationen für uns, die uns helfen, unsere Produkte für die Benutzer ständig zu verbessern. Trust Care verfügt über ein internes Testlabor, in dem wir alle unsere Produkte prüfen. Schläuche, Aluminiumprofile und Kunststoffteile werden im Rahmen der Produkttests detailliert analysiert. Wir führen auch Allergietests durch – beispielsweise für das Griffmaterial. Wir setzen die Griffe Wasser- und Hitzestress aus und testen das Endprodukt gründlich, bevor es einem zertifizierten Prüfinstitut zur Endabnahme und Zulassung vorgelegt wird. Dafür arbeiten wir mit einem der führenden europäischen Institute mit Sitz in Deutschland zusammen, das die Produkte nach internationalen Standards testet. Christian Carloni ist Geschäftsführer der Trust Care Carloni Design AB , die medizinische Hilfsmittel wie moderne Gehhilfen, Duschstühle und Rollatoren der neuen Generation entwickelt und herstellt. Carloni liegt es am Herzen, dass die verschiedenen Modelle für den In- und Outdoorbereich Qualität und Funktionalität mit einem erstklassigen Design kombinieren. ]]> </content> <updated>2024-06-18T14:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text"> Thomas Appel im Experteninterview zum Thema: Rollatoren der Firma SALJOL </title> <id>https://www.sanitaets-online.de/experteninterview/thomas-appel</id> <link href="https://www.sanitaets-online.de/experteninterview/thomas-appel"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Rollatoren der neuen Generation müssen nicht nur mit Funktionalität, sondern mit weiteren Argumenten wie einem zeitgemäßen Design, Flexibilität und einem benutzerfreundlichen Gewicht überzeugen. Zusätzlich ist es wichtig, dass die Mobilitätshilfen verschiedene individuelle Bed... ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Rollatoren der neuen Generation müssen nicht nur mit Funktionalität, sondern mit weiteren Argumenten wie einem zeitgemäßen Design, Flexibilität und einem benutzerfreundlichen Gewicht überzeugen. Zusätzlich ist es wichtig, dass die Mobilitätshilfen verschiedene individuelle Bedürfnisse der Nutzer erfüllen – für ein zielgerichtetes Plus an Lebensqualität. Sanitäts-Online: Herr Appel, als Geschäftsführer der SALJOL GmbH haben Sie bereits diverse Stationen in Ihrer beruflichen Karriere durchlaufen. Könnten Sie bitte näher erläutern, wie Sie die Position des CEO bei SALJOL erreicht haben und welche Schlüsselstationen oder Erfahrungen für Sie auf diesem Weg besonders relevant waren? Thomas Appel: Begonnen habe ich meine Karriere als Unternehmensberater mit dem Spezialgebiet Handels- und Handwerksunternehmen. Das bedeutete, in den Bereichen Pharmazie und Medizintechnik das notwendige Know-how beim Wandel von der Patientenzentrierung zur Kundenorientierung zu vermitteln. Ab 2000 entwickelte ich als Geschäftsführer den medizintechnischen Großhandel Huber &amp;amp; Waldner GmbH in die Handicare GmbH. In diesem Umfeld begann ich, 2002 den Topro Troja Rollator als ersten Premium-Rollator für Selbst- und Zuzahler auf dem DACH-Markt zu etablieren. Im Industrieverband Spectaris setzte ich mich von 2005 bis 2010 für die Belange unserer Branche und der damit verbundenen Regulatorik ein und fungierte als Gründungsmitglied des Qualitätsverbunds Hilfsmittel QVH. 2010 gründete ich die Topro GmbH und führte diese bis 2015 als Geschäftsführer zur Marktführerschaft im Segment der Premium-Rollatoren. Mit der Idee, das Motto Spaß am Leben bzw. „Joy of Life“ auch auf andere Bereiche der Mobilitätshilfsmittel zu übertragen, gründete ich 2016 die Saljol GmbH . Sanitäts-Online: Könnten Sie uns bitte näher erläutern, welche Produkte die SALJOL GmbH anbietet ? Was umfasst Ihr Portfolio und was ist Ihre damit eingehende Mission für das Unternehmen? Thomas Appel: Die Mission unseres Unternehmens ist die Philosophie „Joy of Life“: Und zwar für unsere Kunden und für unsere Mitarbeiter gleichzeitig. Das bedeutet: Wir bringen mit unseren Produkten Spaß am Leben (zurück). Uns liegt es am Herzen zu zeigen, dass mit den richtigen Hilfsmitteln vieles wieder oder länger möglich ist. Unser Ziel und unser täglicher Ansporn ist es, Menschen möglichst lange ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben zuhause zu ermöglichen. Dafür haben wir eine abgestimmte Produktpalette entwickelt: Die Basis bildet der Rollator – er ist die erste Wahl bei den unterschiedlichsten Beschwerden und Krankheitsbildern. Wer einen Rollator nutzt, der hat auch Bedarf an einem Wohnraumrollator und natürlich auch an einem Duschhocker für eine sichere und eigenständige Körperpflege. Unsere Ruhe- und Aufstehsessel runden das Portfolio ab und die Kombination aller Produkte unterstützt die Nutzer bestmöglich in ihrem Alltag. Neben höchster Produktqualität steht für uns das Design im Fokus – mit ganz viel Liebe zum Detail. Denn nur Dinge, die gefallen, werden auch gerne und regelmäßig genutzt! Sanitäts-Online: Da eines Ihrer Hauptprodukte Rollatoren sind, die einen essentiellen Bestandteil des Alltags für Menschen mit Behinderungen oder ältere Menschen darstellen, würden wir gerne erfahren, inwiefern Ihre Rollatoren konkret Unterstützung im täglichen Leben bieten . Thomas Appel: Saljol Rollatoren sind Begleiter für alle Lebenslagen. Wie der beste Freund oder Partner, der Sicherheit gibt: Sie zum Arzt begleitet, die Einkaufstasche trägt, den richtigen Platz für eine Pause bietet – und optisch den eigenen Stil untermalt. Ganz konkret heißt das: Wir bieten unterschiedliche Modelle, Größen und Farben von Rollatoren für verschiedene Einsatzzwecke – sowohl Indoor als auch Outdoor. Hochwertige Reifen absorbieren Stöße, so dass die Nutzer auch auf Kopfsteinpflaster oder unebenen Wegen sicher unterwegs sein können. Die Rollatortaschen – in unterschiedlichen Designs bestellbar – bieten Platz für alle benötigten Dinge wie Sonnenbrille oder ein Getränk und natürlich für den Einkauf. Vermeintlich „kleine“ Features wie unsere Elemente mit Kork erhöhen den Komfort. Die Ankipphilfe sorgt für einfaches Überwinden des Bordsteins und die Schleifbremse fungiert wie eine Gangschaltung und hilft beim Bergabgehen, um nur ein paar Punkte zu nennen. Wichtig ist mir noch, unseren Wohnraumrollator zu erwähnen: Sicher kennen Sie auch Menschen, die sich zuhause von der Stuhllehne über die Tischkante bis zur Tür hangeln und die Teekanne mit Mühe unsicher zum Tisch „zittern“. So sieht der Alltag von vielen Personen aus. Mit dem Saljol Wohnraumrollator schaffen Sie sofort eine deutliche und dauerhafte Verbesserung. Sanitäts-Online: Mit Blick auf Ihre Produktpalette von drei verschiedenen Rollatormodellen interessieren wir uns natürlich dafür, wie sich diese Modelle voneinander unterscheiden. Könnten Sie bitte die wesentlichen Unterschiede zwischen den einzelnen Rollatoren erläutern? Thomas Appel: Die größten Unterschiede liegen im Einsatzzweck sowie der gesundheitlichen Situation und damit bei unseren Nutzern selbst. Nehmen wir an, Sie wohnen in der Stadt und erledigen Ihre Einkäufe, Termine und Freizeitaktivitäten dort: Dann ist der Saljol Carbon Rollator die perfekte Wahl. Als leichtester Rollator mit nur 5,6 Kilogramm kann er dennoch mit bis zu 150 Kilogramm belastet werden. Er lässt sich schnell und leicht falten und in öffentlichen Verkehrsmitteln nutzen oder im Auto transportieren. Stoßabsorbierende Reifen und Griffe mit Kork, die Schleifbremse, die moderne Tasche und das Sitznetz zum Ausruhen (optional mit Rückengurt), machen ihn zum perfekten Begleiter in der Stadt. Natürlich möchten auch ältere Menschen und Personen mit Bewegungseinschränkungen ihre Freizeit genießen – zum Beispiel im Theater oder im Museum. Der Saljol Carbon Rollator ist in den Farben Matt Black, British Racing Green, Midnight Blue und in der Limited Edition 2024 auch in Copper Red und Pure Gold erhältlich und damit ein echter Hingucker. Unser zweiter Rollator, der Allround Rollator, hält, was der Name verspricht: Er meistert jedes Gelände, begleitet die Nutzer auf Spaziergängen – auch über Feldwege sowie auf Reisen. Auch hier sind Pausen auf dem Sitznetz (optional mit Rückengurt) möglich. Mit einem ebenfalls geringen Gewicht von 6,4 Kilogramm punktet er durch die geschäumten, stoßabsorbierenden All-Terrain-Reifen und bietet durch die extragroßen Vorderräder noch mehr Fahrkomfort. Dabei ist er ebenso wendig wie sein „Carbon-Bruder“. Ein Highlight: Wir liefern direkt das Umbauset von der Standard-Zweihandbremse zur Einhand-Simultan-Bremse mit. Für alle, die nicht mehr die volle Kraft in beiden Händen haben – beispielweise nach einem Schlaganfall –, eignet sich dieser Rollator perfekt! Auch hier legen wir Wert auf das Design und haben neben Magic Black und Pearl Grey 2024 in einer Limited Edition die stylischen Farben Barolo Red und Forest Green im Sortiment – für Abenteuerlustige und Genießer. Unser Indoor-Rollator, der oben erwähnte Saljol Wohnraumrollator, dreht sich auf der Stelle, fungiert als Rollator und Servierwagen gleichermaßen, bietet eine Sitzgelegenheit – unter anderem für Arbeiten in der Küche – und wird mit Zubehör zum kleinen Kleiderschrank. Damit transportieren die Nutzer beispielsweise Kleidung oder Pflegeutensilien mit ins Bad – wirklich genial, sicher und eine echte Hilfe. Viele denken anfangs, sie nehmen ihren Outdoor-Rollator einfach mit ins Haus oder in die Wohnung. Schnell merken sie dann, dass Größe, Wendekreis und Flexibilität differieren – ganz abgesehen vom Nachteil der meist staubigen oder schmutzigen Reifen! Sanitäts-Online: Zum Abschluss noch eine Frage, Herr Appel, was ist Ihre Vision für Ihre Firma und Ihr Produkt ? Thomas Appel: Saljol wird die Marke in Zentraleuropa, die wie keine andere für hochfunktionale und sichere Hilfsmittel steht und durch schönes Design die Menschen dazu einlädt, diese Hilfsmittel auch zu nutzen. Mit diesem Ziel verbinde ich die Chance, den Menschen in unserer Gesellschaft etwas zu geben, was sie verdient haben: Würde, Freiheit und Selbstbestimmung; unabhängig vom jeweiligen Mobilitätsgrad. Unsere Produkte bilden die Brücke, um dieses Ziel zu erreichen. Am Ende werden wir für unsere Gesellschaft im demographischen Wandel signifikante neue Möglichkeiten eröffnen, die es erlauben, so lange wie möglich selbstständig den Alltag innerhalb und außerhalb des Lebensmittelpunkts zu genießen. Der Manager und Geschäftsführer der SALJOL GmbH ist aufgrund seiner Expertise in verschiedenen Bereichen wie Kunden- und Qualitätsmanagement Profi im Bereich der innovativen Medizintechnik. Als CEO hat Appel bereits mehrere Rollatoren in Premiumqualität am wachsenden Markt etabliert. ]]> </content> <updated>2024-05-14T08:30:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text"> Sven Hartmann im Experteninterview zum Thema: Rollatoren der Firma DIETZ </title> <id>https://www.sanitaets-online.de/experteninterview/sven-hartmann-</id> <link href="https://www.sanitaets-online.de/experteninterview/sven-hartmann-"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Die DIETZ GROUP konzipiert innovative reha-technische Hilfsmittel wie Gehhilfen, Rollatoren und Co., die bewegungseingeschränkten Menschen mehr Eigenständigkeit und Mobilität im Alltag ermöglichen. Dabei lautet die Firmenphilosophie, eine perfekte Balance aus Funktionalität, K... ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Die DIETZ GROUP konzipiert innovative reha-technische Hilfsmittel wie Gehhilfen, Rollatoren und Co., die bewegungseingeschränkten Menschen mehr Eigenständigkeit und Mobilität im Alltag ermöglichen. Dabei lautet die Firmenphilosophie, eine perfekte Balance aus Funktionalität, Komfort und Design zu schaffen. Sanitäts-Online :Herr Hartmann, in Ihrer Funktion als Medizinprodukte-Berater und Gebietsverkaufsleitung bei der DIETZ GROUP haben Sie eine bedeutende Rolle inne. Könnten Sie bitte kurz erläutern, wie Sie zu dieser Position gelangt sind und was Sie besonders am Bereich der Medizinprodukte fasziniert? Sven Hartmann: Durch meinen kaufmännischen und therapeutischen Hintergrund – inklusive meines medizinischen Fachwissens im Bereich der Anatomie und diverser Krankheitsbilder –, habe ich den nötigen Background für diese Position bei der DIETZ GROUP mitgebracht. Die Faszination meiner täglichen Arbeit liegt darin, dass ich in der Position des Gebietsverkaufsleiters mein erworbenes kaufmännisches und medizinisches Fachwissen bei der täglichen Arbeit optimal einsetzen kann. Sanitäts-Online :Die Firma DIETZ stellt unter anderem Rollatoren her. Könnten Sie kurz anreißen, wieso Rollatoren so ein wichtiger Bestandteil im Leben von z. B. alten Menschen sind? Sven Hartmann: Unter allen Gehhilfen stellen Rollatoren ein besonders wichtiges Bindeglied zwischen Menschen und ihrer Mobilität dar. Für einen Großteil der gehbehinderten Personen – oder älteren Menschen mit nachlassenden Kräften – dienen Rollatoren als sichere und standfeste Stütze beim Aufstehen und ermöglichen ihnen eine sichere Fortbewegung. Gerade ihre Vielseitigkeit macht Rollatoren zu nützlichen Alltagsbegleitern. Sie werden heute nicht nur zur Beweglichkeit innerhalb des Wohnraumes genutzt, sondern auch im Außenbereich – beim Einkaufen, bei Spaziergängen, beim Laufen auf befestigten Wegen sowie auf Reisen. Rollatoren der neuen Generation kombinieren ein geringes Gewicht mit einer leichten Faltbarkeit, sodass die modernen Gehhilfen mühelos im Kofferraum eines PKW verstaut werden können. Damit sind spontane Ausflüge oder der lang geplante Besuch von Verwandten oder Freunden kein Problem mehr und sichern Lebensqualität. Sanitäts-Online :Kein Rollator ist wie der andere. Sie unterscheiden sich nicht nur in Größe, Gewicht, Farbe und Design, sondern auch im Verwendungszweck. Könnten Sie unseren Leserinnen und Leser kurz erläutern, welche verschiedenen Arten von Rollatoren Sie anbieten und was sie voneinander unterscheidet? Sven Hartmann: Unser Rollatoren-Sortiment zeichnet sich primär durch unsere TAiMA Produktfamilie aus. Dies ist eine allumfassende Kategorie, die darauf abzielt, den individuellen Bedürfnissen jedes einzelnen Nutzers gerecht zu werden. Als erstes ist hier der TAiMA M-ECO zu nennen. Mit dem »TAiMA M-ECO« steigt man preisbewusst in die Familie der TAiMA Rollatoren ein. Die größte Abgrenzung zu den anderen TAiMA-Rollatoren stellt das Material dar. Dieser ist aus Stahl, daher ist er preisbewusst, aber auch etwas schwerer als seine Familienmitglieder. Der Klassiker ist der TAiMA M, der den Grundstein für alle weiteren Entwicklungen der Produktfamilie gelegt hat. Der Klassiker besticht durch seine Leichtbauweise und die praktische Grundausstattung: Gehstockhalterung, Netztasche, Ankipphilfe und ein Lenkungsdämpfer für mehr Fahrkomfort. Die Nachfolger sind der TAiMA S-GT und M-GT. Wie es der Name bereits erahnen lässt, beziehen sich S und M auf die unterschiedlichen Rahmengrößen, d. h. mit dem S-GT werden auch kleinere Personen bestmöglich im Alltag unterstützt. Die Ausstattung ist um einen stabilen Rückenbügel und zusätzlichen Reflektoren – für noch mehr Sicherheit im Straßenverkehr – ergänzt. Damit sind der M-GT und S-GT prädestiniert für Personen, die viel unterwegs sind und dabei Unterstützung benötigen. Für die Naturliebhaber wurde unsere TAiMA Familie um den TAiMA XC erweitert, dieser besticht durch eine große Bereifung und macht das Gehen über Wald- und Wiesenwege spürbar angenehmer. Es kann zusätzlich zwischen der Luftbereifung für eine höhere Schonung der Handgelenke oder der Soft-PU-Bereifung für eine wartungsfreie Pannensicherheit gewählt werden. Vervollständigt wird die TAiMA Famile durch den neuen TAiMA Ventum. Der neue Leichtgewicht-Rollator »TAiMA Ventum« repräsentiert das exklusive Segment der seit Jahren erfolgreichen »TAiMA« Modellreihe. Er bildet die optimale Kombination aus Funktionalität, Sicherheit und Design. Der Ventum bietet ein tolles Farbkonzept, wobei Rahmen und Zubehör frei kombiniert werden können: Entweder sanfte Töne oder kräftige Farben, sodass der Kunde nach seinen individuellen Vorlieben entscheiden kann. Die Ausstattung des Ventums ist erstklassig. Von der Haptik der Griffe bis zu besonders weichen PU-Bereifung. Ein weiteres tolles Featur ist das Magnetsystem der Rollatortasche. Diese kann bequem mit einem Handgriff ein- und ausgehängt werden. Sanitäts-Online :Wie langlebig sind Rollatoren? Und für Menschen, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind: Wie mobil ist man mit Ihren Rollatoren auch im Alltag? Sven Hartmann: Rollatoren sind treue Begleiter: Die zu erwartende Produktlebensdauer beträgt bei täglicher und bestimmungsgemäßer Verwendung fünf Jahre. Voraussetzung dafür ist die Einhaltung der Instandhaltungs-, Reinigungs- und Sicherheitsvorschriften, die in der mitgelieferten Gebrauchsanweisung angegeben sind. Die zunehmende Verwendung von Leichtbau-Materialen sowie technischen raffinierten Ausstattungsmerkmalen wie Ankipphilfe oder Ein-Hand-Faltung erlauben einen einfachen und leichten Transport. Das Überwinden von kleinen Hindernissen ist daher unproblematisch. Der Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel steht demnach nichts im Wege. Sanitäts-Online :Abschließend noch die Frage: In Bezug auf das Rollatoren-Segment interessieren uns mögliche Entwicklungen. Gibt es neue Technologien oder Innovationen , die die Nutzerinnen und Nutzer von Rollatoren zusätzlich unterstützen oder im Alltag noch mehr Abhilfe schaffen können? Sven Hartmann: Der Markt rund um die Adipositas-Versorgung wächst, sodass es für dieses Segment neue Rollatoren geben muss. Die weiteren Bereiche sind bereits breit gefächert, d. h. für jeden Typ – egal ob groß, schwer oder klein – gibt es bereits Rollatoren auf dem Markt. Gleiches gilt für Gehhilfen, die auf unterschiedliche Krankheitsbilder optimiert sind. Der Faktor Komfort wird immer wichtiger bei der Kaufentscheidung. Das Angebot an qualitativ hochwertigen Rollatoren, die durch Ergonomie überzeugen und haptisch ansprechende Materialen verwenden, nimmt weiter zu. Auch das Interesse an ansprechenden Designs mit modernen Farben und dazu passendes qualitativ hochwertiges Zubehör steigt. Der Gebietsverkaufsleiter Sven Hartmann arbeitet im Bereich Medizinprodukte-Beratung bei der DIETZ GROUP , die sich für ein Plus an Lebensqualität von Personen mit eingeschränkter Mobilität einsetzt. Herr Hartmann komplettiert sein kaufmännisches Know-How mit medizinischem Fachwissen, sodass seine Kunden von seiner kombinierten Expertise optimal profitieren. ]]> </content> <updated>2024-04-11T13:00:00+02:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Rollstuhlzubehör: So vervollkommnen Sie Ihren Rollstuhl</title> <id>https://www.sanitaets-online.de/ratgeber/rollstuhlzubehoer</id> <link href="https://www.sanitaets-online.de/ratgeber/rollstuhlzubehoer"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Ihr Rollstuhl verfügt über eine gute Ausstattung, aber Sie wünschen sich unterwegs noch mehr Komfort und Sicherheit oder möchten Ihren Bewegungsradius erweitern? ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Rollstuhlkissen für mehr Komfort und eine gesunde Sitzhaltung Diese Rollstuhl-Extras erleichtern den Alltag Rollstuhl-Upgrades für mehr Mobilität und Fahrkomfort Sicherheitszubehör für Rollstühle: So kommen Sie unbeschadet ans Ziel Rollstuhlzubehör bei Sanitäts-Online: Große Auswahl und erstklassige Beratung &amp;nbsp; Ihr Rollstuhl verfügt über eine gute Ausstattung, aber Sie wünschen sich unterwegs noch mehr Komfort und Sicherheit oder möchten Ihren Bewegungsradius erweitern? Nichts leichter als das! Mit Rollstuhlzubehör können Sie Ihre Mobilitätshilfe optimal an Ihre individuellen Bedürfnisse anpassen. In unserem Ratgeber erfahren Sie, mit welchen Extras sich Ihr Rollstuhl schnell und einfach aufrüsten lässt. Rollstuhlkissen für mehr Komfort und eine gesunde Sitzhaltung Wenn es um Ihr Wohlbefinden und Ihre Gesundheit geht, ist das Sitzkissen das wichtigste Equipment für Ihren Rollstuhl. Oftmals umfasst die Grundausstattung jedoch nur ein Standardkissen, das bei langem Sitzen nicht die notwendige Bequemlichkeit und Unterstützung bietet. Anatomisch geformte Rollstuhlkissen, wie beispielsweise das Systam Sitzkissen P371C HR-Foam aus hochwertigem Polyurethan-Kaltschaumstoff, passen sich Ihrem Körper an und sorgen den ganzen Tag für angenehmen Sitzkomfort. Gleichzeitig gibt das Kissen ausreichend Halt und Stabilität und unterstützt so eine aufrechte Sitzposition. Durch die spezielle Ausformung wird weniger Druck auf die Haut ausgeübt und ein Dekubitusrisiko vermindert. Für Menschen, die von Inkontinenz betroffen sind – einer häufigen Begleiterscheinung bei Lähmungen infolge von schweren Unfällen oder Erkrankungen – ist die zusätzliche Ausstattung des Rollstuhlkissens mit einem feuchtigkeitsundurchlässigen Inkontinenzbezug eine sinnvolle Ergänzung. Ebenso wie die Sitzkissen selbst sind auch Sitzbezüge entsprechend der Sitzbreite und -tiefe Ihres Rollstuhls in verschiedenen Größen erhältlich. Diese Rollstuhl-Extras erleichtern den Alltag Manchmal sind es gerade die kleinen Dinge, die eine große Wirkung erzielen können. Praktische Extras wie Drehscheiben, Tische und Taschen oder spezielle Halterungen für Smartphone und Tablet können den Alltag von Rollstuhlfahrern und pflegenden Personen wesentlich vereinfachen. Drehscheibe zur Entlastung von Pflegepersonen Dieses Hilfsmittel wissen Patienten und Pflegepersonen gleichermaßen zu schätzen: Rutschfeste Drehscheiben aus hochwertigem Kunststoff erleichtern das Umsetzen vom Rollstuhl auf Bett, Sessel oder auch auf Duschhocker und Toilette. Das praktische Zubehör entlastet nicht nur den Pflegenden, mit einer Drehscheibe gestaltet sich der Transfer auch für den Rollstuhlfahrer deutlich angenehmer. Ein weiterer Pluspunkt der flexiblen Unterlage: Sie verhindert das Überdrehen der Fuß- und Kniegelenke des Patienten. Rollstuhltische bieten eine praktische Ablagefläche Ein sinnvolle Ergänzung für Zuhause ist ein Therapietisch . Er bietet eine gute Ablagemöglichkeit für Utensilien wie Bücher oder Handy, die man immer in greifbarer Nähe haben möchte. Zusätzlich kann man den Tisch nutzen, um die Mahlzeiten einzunehmen. Damit Sie sich nicht eingeengt fühlen, verfügen Rollstuhltische über einen runden Bauchausschnitt. Verstärkte Kanten erhöhen die Stabilität des Tischchens und sorgen dafür, dass bei einer versehentlichen Bewegung nichts herunterrutschen kann. Therapietische sind einfach zu befestigen . Werden sie nicht benötigt, können sie mit einem Handgriff abgenommen werden. Besonders praktisch sind höhenverstellbare Rollstuhltische. Flexible Halterungen für Smartphone und Tablet Die Nutzung von Handy, iPad oder Tablet ist aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken, um schnell über das aktuelle Geschehen informiert zu sein, Nachrichten mit Freunden und Familie auszutauschen oder einen Film anzuschauen. Das Gerät ständig in der Hand zu halten, ist jedoch denkbar unbequem und kann zudem zu Verspannungen in Nacken und Schultern führen. Ideal für alle, die Online-Medien häufig nutzen, ist eine spezielle Halterung für Smartphone und Tablet, die meist mit einer Klemmvorrichtung im Nu am Rollstuhltisch oder Seitenrohr angebracht werden kann. Das praktische Zubehör ist flexibel einstellbar, um es in eine für Sie bequeme Position zu bringen. Praktische Transport- und Einkaufshilfen: Rollstuhlkörbe und Taschen Unverzichtbares Equipment für jeden Rollstuhl sind eine Tasche oder ein Korb, die sich einfach an Rückenlehne oder Heck anbringen lassen. Kleinere Einkäufe lassen sich prima in einem Korb aus Drahtgeflecht nach Hause transportieren. Viel Stauraum bieten wetterfeste Taschen und Rucksäcke , die sich mit einem Handgriff an der Seite oder Rückenlehne einhängen lassen. Dank verschiedener Fächer im Inneren hat man Schlüssel, Handy und Brille sofort griffbereit. Zudem ist der Inhalt, z.B. wichtige Unterlagen vom Arzt, vor neugierigen Blicken und Regen geschützt. Mit dem richtigen Zubehör sind Sie für jedes Wetter gut ausgestattet Je nach Jahreszeit – und manchmal auch innerhalb weniger Tage – sind wir in unseren Breitengraden mit unterschiedlichen Wetterlagen konfrontiert. Vor allem die kalten Temperaturen im Winter stellen für Rollstuhlfahrer eine große Herausforderung dar. Da häufig das Empfinden und die körpereigene Temperaturregulation gestört sind, besteht ein erhöhtes Risiko für Unterkühlung und Erfrierungen . Zum Schutz vor Minusgraden empfiehlt sich die Anschaffung eines warmen Schlupfsacks wie z.B. dem Orgaterm Schlupfsack Webpelz . Das Modell ist außen mit einem wind- und wasserdichten Nylonmaterial beschichtet, innen sorgt das Webpelzfutter dafür, dass Beine und Rumpf warm bleiben. Dank L-förmigem Reißverschluss ist ein leichter Einstieg möglich, mit der am oberen Rand eingearbeiteten Kordel lässt sich die Weite individuell regulieren. Für regnerische Tage bei moderaten Temperaturen sind Regenschutzdecken geeignet. Wer einen Ganzkörperschutz gegen die Nässe bevorzugt, greift zu einem wasserdichten Regencape mit Kapuze. Ideal ist, wenn am Cape reflektierende Streifen angebracht sind, damit Autofahrer Sie auch bei begrenzten Sichtverhältnissen gut erkennen. Rollstuhl-Upgrades für mehr Mobilität und Fahrkomfort Wer mit seinem Rollstuhl viel unterwegs ist, stellt spezielle Anforderungen an Fahrkomfort und Reichweite. Hier kann Zubehör wie eine weiche Bereifung oder gar ein nachrüstbarer Elektroantrieb eine Überlegung wert sein. Softräder für weiches Rollen auf unebenem Gelände Wer mit seinem Rollstuhl häufig auf unbefestigten Wegen unterwegs ist, hat sicher schon die Erfahrung gemacht, dass das Fahren mit herkömmlichen Rädern ziemlich unkomfortabel sein kann. Das macht das Fahren nicht nur mühsam und unangenehm, eine unzureichende Federung schadet auch Gelenken, Muskeln und Knochen. Softräder sorgen für eine bessere Dämpfung und können Stöße und Erschütterungen abfedern . Das verbessert das Fahrverhalten auf unebenem Gelände und schont den Körper. Ein Elektroantrieb sorgt für zusätzliche Erleichterung in der Mobilität Ihre Kraft im Oberkörper hat nachgelassen und die Bedienung Ihres manuellen Rollstuhls wird zunehmend mühsamer? Sie möchten Ihren Bewegungsradius erweitern und längere Strecken zurücklegen oder Steigungen leichter bewältigen? Ihre Begleitpersonen sollen beim Schieben des Rollstuhls entlastet werden? Dann könnte ein elektrischer Zusatzantrieb für den Rollstuhl eine gute Lösung sein. Zur Nachrüstung stehen verschiedene Zusatzantriebe zur Auswahl: Rollstuhlzuggeräte werden vor dem Rollstuhl angebracht und ziehen ihn hinter sich her. Bedient wird der Elektroantrieb via Joystick oder Drehgriff. Der Radnabenantrieb funktioniert über batteriebetriebene Motoren an den Rädern – ideal, wenn man weite Strecken und Steigungen ohne größeren Kraftaufwand bewältigen möchte. Ein elektrischer Zusatzantrieb für Schiebende ist zur Entlastung von Begleitpersonen geeignet. &amp;nbsp; Derartige Elektroantriebe zur Nachrüstung lassen sich üblicherweise einfach an- und abmontieren , sind handlich und können daher auch im Auto transportiert werden. Die Kosten für Zusatzantriebe variieren je nach Modell und liegen etwa zwischen 1.000 und 7.000 Euro. Ebenso wie ein Elektrorollstuhl zählt auch ein Zusatzantrieb zu den Hilfsmitteln. Bei Vorlage eines ärztlichen Rezepts können die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden. Ein Elektroantrieb mit einem leistungsstarken 250-W-Motor und modernem Lithium-Ionen-Akku ist beispielsweise der Permobil Elektroantrieb SmartDrive MX2+ , der sich intuitiv über ein Bluetooth-Armband steuern lässt. Der Zusatzantrieb ist sowohl für faltbare Rollstühle als auch für Rollstühle mit Starrrahmen verschiedener Radgrößen erhältlich. Transportable Rampen für den mobilen Einsatz Rollstuhlfahrer, die oft Ausflüge unternehmen oder auf Reisen sind, kennen das Problem nur zu gut: An vielen Gebäuden sind Hindernisse wie Stufen, Absätze oder Türschwellen zu überwinden. Praktisch für unterwegs sind transportable Rollstuhlrampen, die eigens für die mobile Nutzung entwickelt wurden. Trotz hoher Stabilität verfügen mobile Rampen nur über ein geringes Gewicht und können für den Transport zusammengeschoben oder -geklappt werden. Weiterführende Informationen über verschiedene Rampensysteme haben wir in unserem Ratgeber Rollstuhlrampen: Worauf sollte ich vor dem Kauf achten? für Sie zusammengestellt. Sicherheitszubehör für Rollstühle: So kommen Sie unbeschadet ans Ziel Einige kleine Extras wie zusätzliche Beleuchtung, Speichenschutz und Gurte können die Sicherheit Ihres Rollstuhls maßgeblich erhöhen. Lichter und Reflektoren für den Rollstuhl: So sorgen Sie für gute Sichtbarkeit Vor allem im Herbst und Winter, wenn es zeitiger dunkel wird und selbst tagsüber nur eingeschränkte Sichtverhältnisse herrschen, kann man als Rollstuhlfahrer leicht von anderen Verkehrsteilnehmern übersehen werden. Mit einer guten Beleuchtung können Sie Ihre Sichtbarkeit bei Dämmerung und Dunkelheit maßgeblich erhöhen. LED-Leuchten sind eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, um besser gesehen zu werden und selbst das Umfeld besser zu sehen. Vorn am Rollstuhl angebracht, beleuchten sie den Fahrweg und lassen Hindernisse leichter sichtbar werden. LEDs an der Rückseite des Rollstuhls dienen als Rücklichter. Um auch von der Seite gesehen zu werden, empfiehlt sich das zusätzliche Anbringen von Lichtern an den Speichen. Reflektoren leuchten auf, sobald Licht darauf fällt. Neben dem Anbringen von Reflektoren an der Vorder- und Rückseite sowie den Speichen Ihres Rollstuhls sollten Sie auch an Ihrer Kleidung reflektierende Streifen anbringen. Hierfür eignen sich selbstklebende Reflektorfolien. Ideal ist die Kombination von aktiver und passiver Beleuchtung , also LED-Lichter plus Reflektoren. Experten empfehlen zudem, aus Sicherheitsgründen helle Bekleidung zu tragen. Speichenschutz: Mindern Sie die Verletzungsgefahr Ein Speichenschutz in Form runder Scheiben oder Folien für die Hinterräder bringt gleich mehrere Vorteile mit sich: Ihre Hände können nicht in die Speichen geraten und verletzt werden. Das ist gerade für Menschen, die von spastischer Lähmung betroffen sind, von großer Bedeutung. Zudem können keine Kleidungsstücke, wie z.B. ein flatternder Schal, in die Speichen gelangen und einen Unfall verursachen. Die Speichen verschmutzen weniger und können nicht so leicht beschädigt werden. Sie können Ihrem Rollstuhl eine individuelle Optik verleihen. Neben transparenten Standard-Abdeckungen sind im Handel bedruckte Folien mit unzähligen Motiven für alle Radgrößen erhältlich. Gurte für den Rollstuhlfahrer erhöhen die Sicherheit Bei Personen, die nicht über ausreichende Körperstabilität verfügen und die Gefahr besteht, nach vorne zu kippen und aus dem Rollstuhl herauszufallen, sind spezielle Sicherheitsgurte notwendig. Für eine gute Positionierung im Rollstuhl stehen – je nach individueller Anforderung – verschiedene Gurtsysteme wie Beckengurte und Sitzhosen, Brustschultergurte zur Stabilisierung des Oberkörpers oder Fußgurte zur Auswahl. Wichtig: Derartige Gurte ersetzen nicht die gesetzlich vorgeschriebene Gurtpflicht für die Beförderung von Rollstühlen und Rollstuhlnutzern im Auto. Rollstuhlzubehör bei Sanitäts-Online: Große Auswahl und erstklassige Beratung Im Shop von Sanitäts-Online finden Sie garantiert das passende Zubehör für Ihren Rollstuhl. Stöbern Sie bequem von Zuhause aus durch das ausgewählte Sortiment an hochwertigen Produkten bekannter Markenhersteller. Sie sind sich unsicher bezüglich der Maße des Sitzkissens, möchten mehr über die Materialqualität der Rollstuhlbekleidung erfahren oder benötigen detaillierte Informationen zu technischem Equipment wie Rollstuhlrampe oder Elektroantrieb? Unsere kompetenten Service-Mitarbeiter beantworten gerne alle Fragen, um Sie bei Ihrer Entscheidungsfindung zu unterstützen. Und sorgen dafür, dass Ihre Bestellung schnellstmöglich zu Ihnen unterwegs ist. Ab einem Bestellwert von 40 Euro ist die Lieferung sogar kostenfrei. Für eine kostenlose und unverbindliche Beratung ist unser Kundenservice von Montag bis Freitag in der Zeit von 8.00 bis 16.30 Uhr für Sie unter der Telefonnummer +49 281 – 300 27 460 oder über unser Kontaktformular erreichbar. ]]> </content> <updated>2024-03-10T11:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Rollstuhlrampe: Worauf sollte ich vor dem Kauf achten?</title> <id>https://www.sanitaets-online.de/ratgeber/rollstuhlrampe-</id> <link href="https://www.sanitaets-online.de/ratgeber/rollstuhlrampe-"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Für Rollstuhlfahrer können selbst kleine Höhenunterschiede eine Herausforderung bedeuten. Hier sind Rollstuhlrampen eine praktikable Lösung. ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Überblick: Welche Rampen gibt es für Rollstühle? Rampe berechnen: Was ist hinsichtlich Steigung und Gefälle zu beachten? Rollstuhlrampen: Diese Finanzierungsmöglichkeiten gibt es Wichtige Hinweise zur Nutzung und Sicherheit von Rollstuhlrampen Sanitäts-online bietet eine breite Palette an Rollstuhlrampen renommierter Hersteller &amp;nbsp; Für Rollstuhlfahrer können selbst kleine Höhenunterschiede eine Herausforderung bedeuten. Hier sind Rollstuhlrampen eine praktikable Lösung, um Stufen und Schwellen mühelos zu überwinden. Unser Ratgeber gibt Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Produkt-Varianten, erläutert, welche Vorschriften zu beachten sind und wie Sie die Rollstuhlrampe sicher anbringen . Außerdem erfahren Sie Wissenswertes über die Finanzierungsmöglichkeiten von Rollstuhlrampen. Überblick: Welche Rampen gibt es für Rollstühle? Drei Fragen spielen beim Kauf der Rollstuhlrampe eine entscheidende Rolle: Soll die Rampe im Innen- oder Außenbereich zum Einsatz kommen? Welches Hindernis ist zu überbrücken: Eine kleine Schwelle oder Treppenstufen? Um welche Art von Rollstuhl handelt es sich? Für Elektrorollstühle gelten besondere Anforderungen. &amp;nbsp; Je nach Einsatzzweck bieten sich verschiedene Rampen-Modelle an. Die unterschiedlichen Arten von Rollstuhlrampen stellen wir Ihnen hier vor. Schwellenrampen: Perfekt für kleine Hürden Der Name verrät es bereits: Schwellenrampen dienen dazu, geringe Barrieren zu überbrücken, wie z.B. Türschwellen und ggfs. die Stufe zu Balkon und Terrasse . Einfach anzubringen sind individuell anpassbare Rollstuhlrampen wie z.B. die Rehasense verstellbare Schwellenrampe . Mittels drei Stellschrauben kann sie flexibel auf Höhenunterschiede zwischen drei und sieben Zentimetern eingestellt werden. Die anodisierte, geriffelte Oberfläche sorgt auch bei Nässe für zuverlässigen Halt. Schienenrampen für größere Steigungen Bei Schienenrampen handelt es sich um ein System mit zwei parallel verlaufenden Schienen , mit dem sich ein größeres Gefälle, z.B. eine Treppe, überwinden lässt. Damit der Rollstuhl innerhalb der Spur bleibt, sind die Schienen beidseitig mit erhöhten Rändern versehen. Für Elektro-Rollstühle sind Schienenrampen deshalb nicht geeignet, da E-Rollis eine geringe Bodenfreiheit aufweisen. Zudem können diese Rampen wegen des großen Abstands der Schienen nicht mit einem Rollator befahren werden. Wichtig ist, dass die beiden Schienen im richtigen Abstand justiert werden. Bei mobilen Schwellenrampen haben sich Produkte mit einem Antirutschbelag auf der Unterseite bewährt , wie bei der Rehasense Pondus T3 Teleskop Rampe . Besonders praktisch ist die Teleskopierbarkeit der Rampe. So kann sie platzsparend verstaut werden, wenn sie nicht gebraucht wird. Je nach Länge der Rampe lassen sich Treppen und Höhenunterschiede bis zu 58 cm überbrücken. Flächenrampen für alle Gehhilfen und Rollstuhl-Arten ​​Dank der gleichmäßigen und breiten Fläche können Flächenrampen von sämtlichen Gehhilfen und Rollstuhlmodellen einschließlich E-Rollis genutzt werden. Sie werden zuweilen auch Auffahr- oder Plattformrampen genannt. Mit einer sehr stabilen Konstruktion und einer Belastbarkeit bis 300 kg trotz vergleichsweise geringem Eigengewicht erfüllt die Rehasense Spectrum Rampe alle Anforderungen. Die mobile Plattformrampe mit rutschfester Oberfläche ist klappbar und kann einfach wie ein Koffer transportiert werden. Feste und mobile Rollstuhlrampen Grundsätzlich sind die beschriebenen Rampen-Arten als feste Rampen sowie in mobiler Ausführung erhältlich. Stationäre Rollstuhlrampen gewährleisten einen barrierefreien Zugang zu öffentlichen Einrichtungen, Arztpraxen, Geschäften und Hotels. Eine fest montierte Rampen-Lösung ist auch sinnvoll, wenn das Wohnhaus nur über Treppenstufen zu erreichen ist. Für die private Nutzung können mobile Rollstuhlrampen einige nennenswerte Vorteile bieten: Mobile Rampen sind flexibel einsetzbar – überall dort, wo sie gerade gebraucht werden. Sie sind einfach und sicher mit wenigen Handgriffen anzubringen. Die „Rampen To Go“ haben – trotz hoher Stabilität – nur ein niedriges Gewicht und verfügen für den Transport über Griffmulden oder Tragegriffe. Besonders praktisch sind klappbare Kofferrampen. &amp;nbsp; Die Anschaffung einer mobilen Rampe ist auch dann sinnvoll, wenn eine Person infolge einer schweren Erkrankung vorübergehend auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Rampe berechnen: Was ist hinsichtlich Steigung und Gefälle zu beachten? Damit Sie wissen, welches Rampen-Maß für Ihre Zwecke erforderlich ist, benötigen Sie folgende Werte: Gefälle/Steigung sowie Höhe und Breite des Hindernisses . Welche Steigung darf eine Rampe haben? Je größer das Gefälle, desto mehr Kraft muss der Rollstuhlfahrer bzw. die Hilfsperson, die den Rolli samt Fahrer schiebt, aufwenden. Die maximale Steigung, die eine fest verbaute Rampe im öffentlichen Raum haben darf , ist in der Norm DIN 18040-1 [1] für barrierefreies Bauen festgeschrieben. Sie darf grundsätzlich nur maximal 6 Prozent betragen. Für den privaten Bereich lassen sich daraus folgende Empfehlungen ableiten: Selbstfahrer: Maximal 6 % Steigung kräftiger Selbstfahrer bzw. Befahren mit Rollator: 6 bis 10 % Steigung Rollstuhl wird von eher schwacher Hilfsperson geschoben: maximal 12 % Steigung bei kräftig schiebender Hilfsperson: 12 bis 20 % Steigung Rollstuhl mit Elektroantrieb: Bis ca. 20 % (bitte beachten Sie die Angaben in der Betriebsanleitung des Rollstuhls) Wie lang sollte eine Rollstuhlrampe sein? Anhand der Steigung lässt sich demnach berechnen, wie lang die Rollstuhlrampe sein muss, um das Hindernis sicher und mühelos überwinden zu können. Der wichtigste Wert, den Sie zur Berechnung der Rampen-Länge benötigen, ist die Steigung bzw. die Höhe des Hindernisses. Die Formel zum Berechnen der Rampe lautet: Länge (cm) = Höhendifferenz in cm x 100 / Steigung in % . Zur besseren Verdeutlichung ein Rechenbeispiel: Bei einer Treppe mit zwei Stufen, die jeweils 15 cm hoch sind, ist ein Höhenunterschied von 30 cm zu überbrücken. Da eine kräftige Hilfsperson den Rollstuhlfahrer schiebt, soll die Steigung 20 % betragen. Daraus ergibt sich eine Rampenlänge von 30 x 100 / 20 = 150 cm. Wie breit sollte meine Rampe sein? Auch bei der Breite von Rollstuhlrampen gilt für öffentliche Gebäude und barrierefreie Mietwohnungen die DIN-Norm 18040. [1] Demnach ist eine Rampenbreite von mindestens 120 cm erforderlich. Für den privaten Bereich gilt diese Regelung nicht, es kann also auch eine schmalere Rampe genutzt werden. Beim Kauf der Rampe ist die jeweilige Rollstuhlbreite zu beachten. Vergessen Sie nicht, rechts und links ausreichend Spielraum einzuplanen. Rollstuhlrampen: Diese Finanzierungsmöglichkeiten gibt es Falls Umbaumaßnahmen wie die Installation einer Rollstuhlrampe erforderlich sind, um Barrieren im Wohnraum zu reduzieren, können Sie die Förderprogramme der Bundesregierung in Zusammenarbeit mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) nutzen. Die KfW bietet Privatpersonen (unabhängig vom Alter) und Wohnungseigentümergemeinschaften einen zinsgünstigen Kredit bis zu 50.000 Euro. [2] Zudem kann die KfW den sogenannten “ Investitionszuschuss zur Barrierereduzierung 455-B” [3] gewähren. Aktuell (Juni 2023) sind die Mittel bereits ausgeschöpft. Sobald neue Fördermittel bereitstehen, ist es wieder möglich, einen Antrag zu stellen. Darüber hinaus gibt es auch Förderprogramme der Länder und Kommunen oder von Stiftungen, die die Gewährung eines Zuschusses oder eines zinsgünstigen Darlehens für Umbaumaßnahmen ermöglichen. Es lohnt sich also, auf regionaler Ebene Erkundigungen anzustellen. Wichtige Hinweise zur Nutzung und Sicherheit von Rollstuhlrampen Bei der Montage einer Rampe für den Rollstuhl und deren Verwendung sind einige Hinweise zu beachten, um absolute Sicherheit zu gewährleisten. Sachgerechte Installation bei Rollstuhlrampen ist essenziell Bei der Anbringung der Rampe muss höchste Sorgfalt walten. Lesen Sie vorab aufmerksam die Gebrauchsanleitung durch und befolgen die einzelnen Schritte. Grundsätzlich ist auf Folgendes zu achten: Vergewissern Sie sich vorab, dass sich die Rollstuhlrampe in einem ordnungsgemäßen Zustand befindet. Weist die Rampe Schäden auf, darf sie nicht verwendet werden. Bauen Sie die Rampe nur auf einem festen und ebenen Untergrund auf, auf einer unebenen oder schrägen Fläche ist ein sicheres Befahren nicht gewährleistet. Um ein Verrutschen der Konstruktion zu vermeiden, muss der Boden unter der Rampe ausreichend präpariert und absolut sauber sein. Prüfen Sie vor der Nutzung, ob die Auflageflächen der Rampe parallel ausgerichtet sind und fest aufliegen. Rollstuhlrampen: Was ist bei verschiedenen Umwelteinflüssen zu beachten? Einer der wichtigsten Sicherheitsaspekte ist die Rutschfestigkeit der Rampen-Oberfläche. Widrige Witterungsverhältnisse wie Eis, Schnee, Regen und Tau können diese jedoch wesentlich beeinträchtigen. Im Winter können vor allem fest montierte Rollstuhlrampen rasch zuschneien oder vereisen. Salzen sollte man die Rampe jedoch nicht, das kann das Material angreifen. Empfehlenswert sind Rampen mit Lochstanzung , sie gewährleisten Rutschsicherheit auch bei Eis und Schnee. Mobile Rampen sollten in der kalten Jahreszeit trocken und frostsicher aufbewahrt werden. Nässe, z.B. durch Regen oder Tau, kann einen Schmierfilm auf der Rampe erzeugen. Experten raten auch hier zu festen und mobilen Rampen mit einer Lochfahrfläche, damit die Feuchtigkeit schnell abfließen kann. Reinigung der Rampe schützt vor Unfällen Um die Rampe jederzeit gefahrlos und sicher nutzen zu können, muss sie in regelmäßigen Abständen fachgerecht gesäubert werden: Verwenden Sie für die Reinigung der Rampe nur kaltes Wasser. Achten Sie auf eine restlose Entfernung von Schmutz und haftmindernden Belägen wie z.B. Öl und Schmierstoffe. Nach der Reinigung sollte die Rampe selbstständig an der Luft trocknen. Sanitäts-online bietet eine breite Palette an Rollstuhlrampen renommierter Hersteller Die Anschaffung einer Rollstuhlrampe erhöht Ihre Mobilität und kann Ihren Alltag wesentlich erleichtern. In unserem Online-Shop finden Sie ein umfassendes Sortiment an mobilen Rollstuhlrampen für zahlreiche Einsatzmöglichkeiten. Wir führen ausschließlich Rampensysteme namhafter Markenhersteller - geprüfte Qualität und höchste Sicherheit stehen bei der Auswahl unserer Produkte an erster Stelle. Sie sind sich noch unschlüssig, welches Rampen-Modell für Ihre persönlichen Anforderungen am besten geeignet ist? Gerne stehen wir Ihnen bei der Entscheidungsfindung zur Seite. Nutzen Sie die kostenlose und unverbindliche Beratung unseres fachkundigen Service-Teams. Unser Kundenservice ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 8.00 bis 16.30 Uhr für Sie unter der Telefonnummer +49 281 – 300 27 460 oder über unser Kontaktformular erreichbar. 1 DIN 18040 Norm Barrierefreies Bauen: https://www.din18040.de/ 2 https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/F%C3%B6rderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/ 3 https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilie/F%C3%B6rderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-Investitionszuschuss-(455)/ ]]> </content> <updated>2024-03-01T10:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text"> Mikko Koivisto im Experteninterview zum Thema: Rollatoren der Firma Tukimet </title> <id>https://www.sanitaets-online.de/experteninterview/mikko-koivisto</id> <link href="https://www.sanitaets-online.de/experteninterview/mikko-koivisto"/> <summary type="html"> <![CDATA[ In der Kategorie Medizinprodukte spielen Mobilitätshilfen wie Rollatoren eine tragende Rolle, da sie die Lebensqualität ihrer Nutzer gezielt unterstützen – und einen selbstbestimmten Alltag ermöglichen. Im Gegensatz zu früheren Modellen überzeugen moderne Gehilfen mit einem an... ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ In der Kategorie Medizinprodukte spielen Mobilitätshilfen wie Rollatoren eine tragende Rolle, da sie die Lebensqualität ihrer Nutzer gezielt unterstützen – und einen selbstbestimmten Alltag ermöglichen. Im Gegensatz zu früheren Modellen überzeugen moderne Gehilfen mit einem ansprechenden Design, individuellen Features und einer Extraportion präziser Funktionalität. Sanitäts-Online : Hallo Herr Koivisto, als Sales, Export und Marketing Director bei Tukimet Oy nehmen Sie sicherlich eine faszinierende Position ein. Könnten Sie freundlicherweise nähere Einblicke in die spezifischen Aufgaben und Verantwortlichkeiten gewähren, die mit Ihrer Rolle verbunden sind? Mikko Koivisto: &quot;Ich arbeite bei Firma Tukimet Oy als Vertriebs- und Marketingdirektor und bin für den Vertrieb und das Marketing in Finnland und den Export verantwortlich. Ich bin vor etwa 10 Jahren in den Gesundheitsbereich eingestiegen und bekam die Gelegenheit, detailliert zu lernen, wie die Branche funktioniert. Es war schön zu sehen, dass finnische und europäische Produkte hoch geschätzt werden. Darüber hinaus bin ich einer der Eigentümer des Unternehmens, was die Verantwortung für den Erfolg erhöht. Die wichtigsten Werte in unserem Unternehmen sind Kundenorientierung, Innovation, Produktivität und Vertrauen. Die Arbeit aller unserer Mitarbeiter basiert auf diesen Werten. Wir wollen in erster Linie vertrauenswürdig sein.” Sanitäts-Online : Ihr Sortiment umfasst eine Vielzahl verschiedener Rollatoren. Könnten Sie bitte erläutern, was die Rollatoren in Ihrem Angebot besonders machen ? Mikko Koivisto: &quot;Als Hersteller von Gehhilfen haben wir bei der Entwicklung und Herstellung der Produkte die Bedürfnisse der Nutzer umfassend reflektiert und berücksichtigt. Jedes Produkt muss sehr unterschiedliche Anforderungen erfüllen. Unsere einzelnen Produkte sind sowohl für den Innen- als auch für den Außeneinsatz geeignet. Sie müssen leicht zu pflegen und langlebig sein. Unsere Produkte sind außerdem sehr einfach aufzustellen, da sie zu 100 % werkseitig montiert sind. Unsere Kunden können so einfach den Karton öffnen und den Rollator in Betrieb nehmen. Jeder Benutzer hat individuelle Bedürfnisse. Unsere Aufgabe ist es, für jeden Nutzer ein passendes Gerät zu finden. Die durchschnittliche Nutzungsdauer unserer Rollatoren beträgt über 14 Jahre! Um dies zu ermöglichen, wurden das Material und die Herstellungsmethode jedes einzelnen Teils des Geräts sorgfältig ausgewählt.” Sanitäts-Online : Rollatoren sind ein unverzichtbarer Bestandteil im Leben vieler Menschen mit Behinderungen und Einschränkungen. Inwiefern beeinflusst dieser Aspekt Ihr berufliches Engagement und Ihre Motivation ? Mikko Koivisto: &quot;Für mich ist es sehr erfüllend, wenn ich jemandem helfen kann, seine täglichen Herausforderungen zu meistern. Es ist faszinierend und berührend zu sehen, wie jemand durch einen gut funktionierenden Rollator Unterstützung und Sicherheit für die tägliche Mobilität erhält.&quot; Sanitäts-Online : Als Inhaber tragen Sie selbstverständlich die Gesamtverantwortung für das Unternehmen. Wie gewährleisten Sie, stets am Puls der Zeit zu bleiben und sicherzustellen , dass Ihre Rollatoren weiterhin den aktuellen Standards und Wünschen der Kunden entsprechen ? Mikko Koivisto: &quot;Einer unserer Werte ist Kundenorientierung. Entsprechend wollen wir unseren Kunden genau zuhören. Wir haben mehr als 300 Kundengespräche pro Jahr, so dass wir immer ein Feedback zu unseren Produkten erhalten. Man könnte sagen, dass unsere Produkte nie fertig sind, weil wir sie auf der Grundlage des Kundenfeedbacks ständig weiterentwickeln. Gleichzeitig stellen regulatorische Anforderungen und Normen hohe Ansprüche an uns und unsere Produkte, die wir ebenfalls erfüllen wollen. Zu diesem Zweck haben wir bei Tukimet Oy eigene Verantwortliche ernannt.&quot; Sanitäts-Online : Sie besuchen außerdem regelmäßig Rehamessen und andere Veranstaltungen. Kommen Sie dort oft in Kontakt mit Kunden und wenn ja, welche Erkenntnisse ziehen Sie aus diesem Austausch ? Mikko Koivisto: &quot;Wie bereits erwähnt, ist es für uns sehr wichtig, unseren Kunden zuzuhören. Wir treffen unsere Kunden oft auf Messen und Kundenevents. Heutzutage halten wir auch viele verschiedene Präsentationen und Schulungsveranstaltungen in Teams ab. Das dabei erhaltene Feedback wird in unserem System gesammelt, aus dem wir gezielt Themen für unsere Produktentwicklung ableiten.&quot; Mikko Koivisto ist Sales, Export und Marketing Director der finnischen Firma Tukimet Oy , die sich auf die Herstellung von innovativen Medizinprodukten wie Mobilitätshilfen spezialisiert hat. Als Miteigentümer des Unternehmens legt Koivisto einen großen Wert darauf, die individuellen Bedürfnisse seiner Kunden zu erfüllen. ]]> </content> <updated>2024-02-29T10:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text"> Manuel Haas im Experteninterview zum Thema: Rollatoren der Firma Drive Medical </title> <id>https://www.sanitaets-online.de/experteninterview/manuel-haas</id> <link href="https://www.sanitaets-online.de/experteninterview/manuel-haas"/> <summary type="html"> <![CDATA[ In den letzten Jahrzehnten ist der Bedarf an Gesundheitsprodukten deutlich gestiegen. Insbesondere innovative Mobilitätshilfen wie die professionellen Rollatoren der Allgäuer Firma Drive Medical sind wahre Multitalente: Entweder, um gangunsichere Senioren dauerhaft – oder Pers... ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ In den letzten Jahrzehnten ist der Bedarf an Gesundheitsprodukten deutlich gestiegen. Insbesondere innovative Mobilitätshilfen wie die professionellen Rollatoren der Allgäuer Firma Drive Medical sind wahre Multitalente: Entweder, um gangunsichere Senioren dauerhaft – oder Personen nach Operationen oder Unfällen vorübergehend – ein großes Maß an eigenständiger Mobilität und Lebensqualität zu ermöglichen. Sanitäts-Online : Herr Haas, seit beinahe sieben Jahren sind Sie bei Drive Medical tätig. Ihre berufliche Reise begann im Kundenservice, und aktuell sind Sie in der Position des Produktmanagers tätig. Was hat Sie allgemein dazu motiviert, sich im Gesundheitsbereich zu engagieren? M. Haas: &quot;Der Gesundheitsbereich ist ein immens wichtiger und auch wachsender Wirtschaftszweig unserer Gesellschaft. Es bereitet mir persönlich Freude zu wissen, dass mit unseren Drive Medical Produkten Menschen geholfen werden, die auf Hilfe angewiesen sind und ihr Leben dadurch lebenswerter gestalten können. Dementsprechend war es interessant und motivierend für mich, mich im Gesundheitsbereich zu bewerben und zu engagieren.&quot; Sanitäts-Online : Man kann wahrscheinlich nicht näher am Kunden sein als Mitarbeiter im Kundenservice. Welche wesentlichen Lehren haben Sie aus Ihrer Erfahrung im Kundenservice gezogen? M. Haas: &quot;Man muss hier sicherlich zwischen Kunden differenzieren, da wir als Hersteller direkten Kontakt zu Sanitätshäusern haben und zum Endkunden nur indirekt Kontakt pflegen können. Nichtsdestotrotz habe ich im Kundenservice von Drive Medical ein Feingefühl für die Bedürfnisse unserer Endkunden gewinnen können, da hinter jeder Anfrage, hinter jeder Bestellung, aber auch hinter jeder Reklamation, ein Mensch steht, der auf unser Produkt angewiesen ist oder sein Leben damit einfacher und aktiver gestalten kann. Die wesentliche Lehre ist, dass es immer unser Bestreben sein muss, den Endkunden in den Mittelpunkt zu stellen.&quot; Sanitäts-Online : Sie bieten bei Drive Medical verschiedene Produkte an, darunter zwölf verschiedene Rollatoren. Mit Ihrer besonderen Perspektive durch die Kundennähe, welchen Stellenwert nehmen Rollatoren Ihrer Meinung nach im Alltag älterer Menschen und Menschen mit Behinderungen ein? Gibt es noch andere Personengruppen, für die Rollatoren empfehlenswert sind? M. Haas: &quot;Rollatoren nehmen für ältere Menschen und Personen mit Behinderungen einen immens großen Stellenwert ein, der stetig zunimmt. Ein Rollator verschafft diesen Menschen wieder mehr Mobilität und Flexibilität im Alltag. Durch die große Vielfalt an Rollatoren von Drive Medical , die wir anbieten, steigt der Trend, bereits früher zu einem Rollator zu greifen, als es beispielsweise noch vor 4-5 Jahren war. Hier sei nur als Beispiel unser Activo zu nennen, mit dem man wunderbar auf unebenen Waldwegen sicher laufen kann. Neben Personen, die dauerhaft auf einen Rollator angewiesen sind, kann dieser auch in der sogenannten Kurzzeit-Pauschale zum Einsatz kommen. Hierbei handelt es sich beispielsweise um Personen, bei welchen nach einer Operation oder einem Schlaganfall das Laufen noch schwer fällt oder gänzlich neu erlernt werden muss. Aber auch für gang-unsichere Menschen hilft ein Rollator von Drive Medical, da dieser ihnen wieder mehr Sicherheit und Stabilität während des Gehens vermittelt. Dies wirkt sich auch auf die soziale Nähe und deren Gemeinwohl aus. Aktive und sich noch fit fühlende Senioren können ausgiebige Spaziergänge genießen. Sollte dennoch die Luft oder Kraft ausgehen, kann sich auf dem vorhandenen Sitz ausgeruht werden. Mit unserem Rollator Diamond Deluxe kann die Person sogar den restlichen Spaziergang geschoben werden, da sich dieser in nur wenigen Handgriffen zu einem Transportstuhl wandeln lässt. Es gibt die unterschiedlichsten Szenarien und individuellsten Einschränkungen, für die eine Nutzung empfehlenswert ist. Durch unsere Markt- und Produktbeobachtung rund um den Rollator ist es das Ziel von Drive Medical, unsere Produkte immer attraktiver zu gestalten, um möglichst vielen Menschen Lösungen oder Hilfen anzubieten.&quot; Sanitäts-Online : Ihr Sortiment umfasst Rollatoren für die verschiedensten Einsatzbereiche. Was sind andere Unterscheidungsfaktoren Ihrer Rollatoren, abgesehen vom Einsatzbereich? Und wie kann ich als Kunde identifizieren, welcher Rollator für mich am besten passt? M. Haas: &quot;Hier ist die individuelle Beratung beim Fachhandel unerlässlich. Heute gibt es im Vergleich zu vor einigen Jahren deutlich mehr Unterscheidungsmerkmale und Varianten. Es gibt neben Rollatoren, die aus unterschiedlichsten Materialien gefertigt werden, auch verschiedene Designs, Rahmengestaltungen, Faltmechanismen, aber natürlich auch Gewichtskapazitäten, Sitz- oder Griffhöhen. Das Eigengewicht des Rollators ist ein weiterer Faktor bei der Kaufentscheidung. Glücklicherweise kann heute jeder Endkunde individuell für sich entscheiden, welcher Rollator von Drive Medical am besten zu ihm passt. Mit welchem Rollator Typ er sich in seiner derzeitigen Lebenssituation am wohlsten fühlt und der seinen Zweck am besten erfüllt.&quot; Sanitäts-Online : Als Produktmanager sind Sie verantwortlich für eine spezifische Produktgruppe, darunter auch Produkte wie beispielsweise Rollatoren. Könnten Sie bitte erläutern, wie Sie sicherstellen, dass diese Produkte den Kunden optimal unterstützen und seinen Alltag bestmöglich erleichtern? M. Haas: &quot;Das geschieht durch interne Abstimmung, aber auch durch eine enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Wir besuchen Seniorenheime, nehmen an Verkaufsgesprächen im Fachhandel teil und begleiten Rollator-Trainings. Daneben erhalten wir regelmäßig Rückmeldungen von unseren Vertriebsmitarbeitern, die tagtäglich auf Kundenbesuchen sind. Wir bekommen somit Eindrücke aus erster Hand, die wir intern weiter verfolgen. Des Weiteren besuchen wir Messen und unsere Fabrikstandorte, um neue Trends oder Ideen zu sichten und zu besprechen. Wir versuchen, immer ein Ohr am Markt zu haben. Hohe Produktqualität ist für uns von Drive Medical ein Kernelement, daneben achten wir darauf, alle Normen, Vorschriften und Standards zu erfüllen, damit wir ein sicheres Produkt dauerhaft am Markt platzieren können.&quot; &amp;nbsp; Der Betriebswirt Manuel Haas ist Produktmanager bei der Firma Drive Medical , die sich auf innovative und modern designte Gesundheitsprodukte wie hochfunktionale Rollatoren spezialisiert hat. Dank seines Erfahrungsschatzes im Kundenservice weiß Haas genau, welche Eigenschaften die Mobilitätsprodukte von Drive Medical erfüllen müssen, um die Lebensqualität und einen selbstbestimmten Alltag optimal zu unterstützen. ]]> </content> <updated>2024-02-22T11:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text"> Dr. Yalachkov im Experteninterview: Neuroplastizität im Kontext Multipler Sk...</title> <id>https://www.sanitaets-online.de/experteninterview/neuroplastizitaet-ms</id> <link href="https://www.sanitaets-online.de/experteninterview/neuroplastizitaet-ms"/> <summary type="html"> <![CDATA[ In der Therapie der Multiplen Sklerose (MS) spielt die Neuroplastizität eine entscheidende Rolle, um die neurologischen Ausfälle der Patienten und Patientinnen über spezielle Regenerationsmechanismen zu reduzieren. In Kombination mit weiteren Therapieansätzen ist es das Ziel, ... ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ In der Therapie der Multiplen Sklerose (MS) spielt die Neuroplastizität eine entscheidende Rolle, um die neurologischen Ausfälle der Patienten und Patientinnen über spezielle Regenerationsmechanismen zu reduzieren. In Kombination mit weiteren Therapieansätzen ist es das Ziel, dass der Krankheitsverlauf der MS positiv beeinflusst wird – und Betroffene ihre Lebensqualität und ihr Wohlbefinden zurückerlangen. Sanitäts-Online : Dr. Yalachkov, Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf Neuroplastizität , insbesondere auf BDNF (Brain-derived neurotrophic factor). Könnten Sie erklären, wie Neuroplastizität bei Menschen mit Multipler Sklerose eine Rolle spielt und wie BDNF dazu beiträgt? Dr. Yalachkov: &quot;Unter dem Begriff Neuroplastizität versteht man die Fähigkeit des Nervensystems und insbesondere des Gehirns, sich zu reorganisieren und anzupassen. Hier werden Verbindungen zwischen den Nervenzellen auf- oder umgebaut. Diese Prozesse sind z. B. beim Erlernen neuer Fertigkeiten wichtig, spielen aber auch eine enorm relevante Rolle bei der Wiederherstellung und Kompensation neurologischer Ausfälle nach einer Schädigung des Zentralnervensystems (ZNS) – z. B. nach einer Demyelinisierung (Verlust der neuronalen Schutzschichten) und dem damit assoziierten Nervenzelluntergang bei Multipler Sklerose. Wir wissen, dass BDNF – ein neuronaler Wachstumsfaktor für die Ausbildung funktioneller Synapsen – eine Schlüsselrolle für die Reorganisation im ZNS nach einer Schädigung spielt. Zudem stellt BDNF sehr wahrscheinlich einen der „Hauptspieler“ bei Neuroplastizität dar. Wir hoffen, durch die Erforschung von BDNF diejenigen Mechanismen besser zu verstehen, die wichtig sind, um MS-assoziierte Schädigungen im ZNS zumindest teilweise rückgängig zu machen. Aktuell kommt das meiste Wissen aus der Grundlagenforschung. Erst in den letzten Jahren haben wir mehr und mehr verstanden, wie sich BDNF im Kontext der MS verhält. Wir müssen aber besser verstehen, wie genau BDNF dazu beiträgt, dass Nervenzellen überleben und/oder sich neu vernetzen, um Schädigungen zu kompensieren.&quot; Sanitäts-Online : Kognition , Depression und Fatigue sind häufige Symptome bei MS-Patienten. Welche Forschungsergebnisse oder Behandlungsansätze haben Sie in Ihrer Arbeit zur Verbesserung der Lebensqualität von MS-Patienten erzielt? Dr. Yalachkov: &quot;In unseren Forschungsarbeiten untersuchen wir Biomarker, d. h. Moleküle oder Prozesse, die bestimmte biologische Merkmale – in diesem Fall Kognition, Depression oder Fatigue bei MS – widerspiegeln. Wir konnten zeigen, dass die Konzentration von Molekülen – wie z. B. der Neurofilament-Leichtkette, die beim Untergang der Nervenzellen entsteht und im Blut oder Nervenwasser messbar ist –, sowie das bereits erwähnte Molekül BDNF, mit dem Ausmaß an kognitiven Defiziten bei der Erstdiagnose einer MS zusammenhängen. Die BDNF-Konzentration gibt sogar noch zwölf Monate später einen Hinweis auf die weitere Entwicklung der kognitiven Leistungsfähigkeit. Mit anderen Worten: Man könnte aus solchen Biomarkern Verlaufsparameter etablieren, die etwas über den zukünftigen Verlauf der Erkrankung aussagen und vielleicht eine individuelle Anpassung der Therapie erlauben. Bezüglich Depression wissen wir aus der psychiatrischen Forschung, dass manche stark depressiven Patienten, die nicht und nur teilweise auf eine antidepressive Therapie ansprechen, eine im Blut messbare Entzündung ohne eigentlichen Infekt aufweisen. Möglicherweise erhält diese stetige, im Hintergrund schwelende Inflammation die Depression aufrecht. Andererseits ist die MS eine entzündliche Erkrankung und wir wissen, dass MS-Patienten ein höheres Risiko für Depression als gesunde Kontrollprobanden aufweisen – auch unabhängig vom Grad der neurologischen Defizite. Vielleicht trägt die Entzündung bei MS zum höheren Risiko für eine Depression bei. Vielleicht können antientzündliche Therapien nicht nur die körperlichen, sondern auch die psychischen Symptome verbessern. Wir haben erste Hinweise aus unseren Arbeiten, dass in der Tat Entzündungen eine Rolle bei MS-assoziierter Depression spielen und erforschen diese Frage in einer longitudinal angelegten Studie.&quot; Sanitäts-Online : Biomarker spielen eine wichtige Rolle bei der Diagnose und Überwachung von Multipler Sklerose. Welche neuen Entwicklungen oder Erkenntnisse gibt es in Bezug auf Biomarker , insbesondere in Bezug auf Krankheitsaktivität und NfL , die Sie teilen können? Dr. Yalachkov: &quot;Der Biomarker NfL hat sich mittlerweile als ein vielversprechender Parameter etabliert. Wir wissen aus sehr gut konzipierten und durchgeführten Studien mit mehreren Tausend Teilnehmern, dass ein Anstieg der NfL-Konzentration im Serum auf eine zukünftige Verschlechterung der MS hinweisen kann. Insofern ist es naheliegend, dass der Verlauf von NfL als Surrogatmarker für subklinische Krankheitsaktivität angesehen werden kann, die man sonst mit der normalen neurologischen Untersuchung oder mit der MRT-Aufnahme vielleicht verpassen könnte. Natürlich gibt es sehr viele Aspekte, die man berücksichtigen muss – zum Beispiel ist der Biomarker NfL nicht sehr spezifisch und seine Konzentration kann sich auch unabhängig vom MS-Verlauf ändern. So steigt die Konzentration im Alter oder nach einem Schädel-Hirn-Trauma beispielsweise an. Das heißt, dass man die erhobenen Werte richtig interpretieren muss. Sehr wahrscheinlich werden wir NfL bald auch in der klinischen Routine einsetzen können – vielleicht nicht mit der gleichen Genauigkeit und Sensitivität wie bei den im Forschungslabor eingesetzten Verfahren –, aber dennoch in einer vernünftigen Art und Weise.&quot; Sanitäts-Online : Als Leiter der MS-Ambulanz haben Sie vermutlich eine Vielzahl von MS-Patienten betreut. Welche Herausforderungen und Fortschritte haben Sie in der Behandlung und Betreuung von MS-Patienten erlebt? Dr. Yalachkov: &quot;Die Herausforderungen sind auf vielen Ebenen zu sehen. So muss man zum Beispiel bei der Erstdiagnose einer Multiplen Sklerose sehr behutsam mit den Patienten umgehen. MS ist zwar eine chronische Krankheit und als solche darf sie nicht unterschätzt werden, aber der Stand der Medizin und Wissenschaft ist heutzutage ganz anders als vor 20 bzw. 30 Jahren. Während damals kaum bis gar keine wirksamen Medikamente existiert haben, gibt es heutzutage ca. 20 Medikamente, die für die Behandlung der häufigsten Form der MS zugelassen sind. Man hat heute also eine große Auswahl und dementsprechend eine sehr gute Chance, eine nebenwirkungsarme oder sogar nebenwirkungsfreie Therapie zu finden, mit der der Patient seine Krankheit unter exzellenter Kontrolle hat. Mittlerweile ist das langfristige Ziel unserer Therapie bei erst-diagnostizierten Patienten, dass sie normal leben und möglichst wenige bis keine Einschränkungen bezüglich Studium oder Ausbildung, Job, Sport, Hobbies und Familienplanung haben. Das mag streng formal keine Heilung der MS sein, ist aber sehr nah dran. Dass dies nicht utopisch ist, wenn eine wirksame Therapie früh genug begonnen wird, ist allerdings noch nicht überall als Erkenntnis durchgedrungen. Dieses Wissen allen Kolleginnen und Kollegen aber auch den Patientinnen und Patienten zugänglich zu machen, bleibt eine große Herausforderung. Eine weitere Herausforderung, vor der die Wissenschaft steht, bleibt die adäquate Behandlung, die die schub-unabhängige Progredienz der Multiplen Sklerose adressiert. Die meisten Therapien, die wir zur Verfügung haben, sind bei der aktiven, schubförmigen MS erfolgreich, bringen jedoch wenig bis nichts, wenn der Verlauf der Krankheit vor allem durch die langsame, schleichende Progredienz dominiert wird. Das bleibt eine der wichtigsten Aufgaben der MS-Forschung, denn es gibt noch viele Menschen, denen wir hier mit einem geeigneten Medikament helfen könnten.&quot; Sanitäts-Online : Welche Rolle spielen Oberflächenmarker in der Identifizierung von MS-Subtypen und in der personalisierten Medizin für MS-Patienten? Dr. Yalachkov: &quot;Oberflächenmarker können bei der Therapieüberwachung eingesetzt werden, insbesondere dann, wenn hochwirksame Medikamente, die immunsuppressiv wirken, verwendet werden. Diese helfen, den therapeutischen Effekt von bestimmten Medikamenten nachzuweisen bzw. zu quantifizieren oder unterstützen uns bei der Detektion von gefährlichen Nebenwirkungen. An unserer Universität werden die Oberflächenmarker auch im Rahmen von Forschungsarbeiten untersucht. In einer Zusammenarbeit zwischen der Klinik für Neurologie und dem Institut für Biochemie erforschen wir den Zusammenhang zwischen Zellphänotyp, Entzündungsreaktion, psychischen Symptomen und neuropsychologischer Leistungsfähigkeit bei MS und anderen autoimmun-entzündlichen Erkrankungen.&quot; Sanitäts-Online : Welche Hoffnungen oder vielversprechenden Ansätze sehen Sie in der Zukunft bei der Erforschung und Behandlung von Multipler Sklerose? Dr. Yalachkov: &quot;Die Tatsache, dass sich unsere Therapieziele gravierend geändert haben und dass wir nicht mehr lediglich das Erreichen eines schlechten neurologischen Zustandes verzögern wollen, sondern versuchen, das Auftreten jeglicher neurologischer Defizite bei gleichzeitig maximaler Lebensqualität ohne therapieassoziierte Nebenwirkungen zu vermeiden, spricht stark dafür, dass wir einen langen Weg hinter uns haben. Daraus ziehe ich Hoffnung, dass wir in der Lage sind, sehr vieles zu ändern. Aktuell wird die Stammzelltransplantation stark erforscht und es gibt weitere innovative Therapieansätze – wie beispielsweise die CAR-T-Zell-Therapie –, die meiner Meinung nach ebenfalls großes Potenzial besitzt, ein echter „Game Changer&quot; zu werden.&quot; &amp;nbsp; Priv.-Doz. Dr. Dr. med. Yavor Yalachkov ist Facharzt für Neurologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Frankfurt und Oberarzt an der Klinik für Neurologie . Zu Yalachkovs Forschungsschwerpunkten und Spezialgebieten gehören unter anderem die Neuroimmunologie, die Neuroplastizität – beispielsweise bei Multipler Sklerose –, und die kognitiven Neurowissenschaften. ]]> </content> <updated>2024-02-22T10:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Badewannenlifter: Alles, was Sie vor dem Kauf wissen sollten</title> <id>https://www.sanitaets-online.de/ratgeber/badewannenlifter-</id> <link href="https://www.sanitaets-online.de/ratgeber/badewannenlifter-"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Unser informativer Badewannenlifter-Ratgeber präsentiert Ihnen die wichtigsten Fakten rund um professionelle Einstiegshilfen für die Badewanne. ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Welche Funktionen haben Badewannenlifter? Für welche Personen ist ein Badewannenlift geeignet? Unabhängigkeit im Bad: Diese Optionen haben Sie Einbau von Badewannenliftern: Diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen Finden Sie Ihren neuen Badewannenlifter auf Sanitäts-Online &amp;nbsp; Ein Badewannenlifter ermöglicht Ihnen trotz eingeschränkter Motorik die Möglichkeit eines wohltuenden Öl- oder Schaumbades. Denn ein heißes Bad ist weit mehr als Körperhygiene : Während Ihre Muskulatur sanft durchblutet wird, entspannen sich Körper und Geist – und sorgen für ein nachhaltiges Wohlbefinden. In Kombination mit ätherischen Ölen wie Lavendel können Sie die beruhigende Wirkung zusätzlich unterstützen – beispielsweise als „Gute Nacht“-Bad zur Einstimmung auf eine erholsame Nachtruhe. Nicht zuletzt profitieren Sie von einer zuverlässigen Einstiegshilfe, wenn Sie einen grippalen Infekt mit einem Erkältungsbad bzw. Gelenk- oder Rückenschmerzen mit einem durchblutungsfördernden Rheumabad lindern möchten, dabei jedoch auf Unterstützung angewiesen sind. Unser informativer Badewannenlifter-Ratgeber präsentiert Ihnen die wichtigsten Fakten rund um professionelle Einstiegshilfen für die Badewanne. Wir erklären Ihnen, welches Modell am besten zu Ihnen passt, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen und wie Sie optimal von einem Badewannenlifter profitieren. Welche Funktionen haben Badewannenlifter? Ein Badelifter unterstützt Sie dabei, sicher und komfortabel in die Badewanne ein- und nach dem Bad wieder auszusteigen. Neben dem Sicherheitsaspekt spielt auch der Gewichtsausgleich eine entscheidende Rolle: Falls Sie auf Hilfe bei der Körperpflege angewiesen sind, profitieren auch Ihre Familienmitglieder oder Pflegepersonal von dem deutlich leichteren Wanneneinstieg. Funktion von Badewannenliftern: ermöglichen sicheres Ein- und Aussteigen bieten Gewichtsentlastung für Familienangehörige und Pflegepersonal Für welche Personen ist ein Badewannenlift geeignet? Badelifter sind für alle Personen geeignet, die auch mit motorischen Einschränkungen nicht auf ein wohltuendes Wannenbad verzichten möchten – und beim Ein- und Ausstieg Unterstützung benötigen. Während Badewannenlifter in Seniorenheimen, Reha-Einrichtungen oder Krankenhäusern eine leichtere Körperhygiene der Bewohner und Patienten ermöglichen, können Sie auch in Ihrem Zuhause von einer komfortablen Einstiegshilfe profitieren. Folgende Personengruppen nutzen Badewannerlifter: Senioren Personen mit eingeschränkter Mobilität aufgrund von Behinderungen personen mit vorübergehend eingeschränkte Mobilität (z.B. nach einem Unfall) Rollstuhlfahrer sonstige pflegebedürftige Personen Unabhängigkeit im Bad: Diese Optionen haben Sie Wenn Sie sich mehr Freiheit und Intimität bei Ihrer Körperhygiene und regelmäßig ein wohltuendes Badeerlebnis wünschen, haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Modellen. Neben klassischen und elektrischen Stuhlliften stehen Ihnen weitere Einstiegshilfen für Ihre Badewanne zur Verfügung. Von fest an der Wand montierten Liften bis hin zu luftgefüllten Badekissen ist für jeden Anspruch der passende Wannenlift dabei. Während ein Sitzkissen zu den einfacheren Einstiegshilfen gehört, ist ein elektrisch betriebener Wannenlift wie der Invacare Badewannenlifter Aquatec Orca eine der komfortabelste Lösung, um in den Genuss eines entspannenden, schmerzlindernden Bades zu kommen. Zusätzlich umfasst das Sortiment an Badeliftern sogenannte Tuchlifter und Badewannentüren. Arten von Badewannenliftern: konventioneller Stuhllift elektrischer Stuhllift Badekissen Tuchlift Stuhllifter: Sie könne zwischen zwei Arten wählen Bei den Stuhliftern existieren verschiedene Varianten, die manuell oder per Strom betrieben werden. Charakteristisch für diese Art von Badewannenlift ist die Tatsache, dass sich der Stuhl beim Einsteigen und Aussteigen in der höchsten Position befindet. Während des Badens wird der Lift auf den Badewannenboden abgesenkt und nach dem Bad zum sicheren Ausstieg wieder hochgefahren. Stuhllift Modelle: Einfacher Stuhllift: Ein konventioneller Badewannenlift in klassischer Stuhlform mit Sitzfläche und Rückenlehne, der auf einer Bodenplatte in der Badewanne steht – verstellbar über einen Hebel. Elektrischer Stuhllift: Dank einer wasserfesten Fernbedienung funktioniert dieser Lift ohne Hilfe – für ein heißes Bad in intimer Atmosphäre – absolut sicher und ungefährlich! Ein Badekissen für geringen Platzbedarf Ein aufblasbares Badekissen ist die richtige Wahl für Sie, wenn Sie ein kleines Bad haben oder für Sie der Einbau eines Stuhllifts zu umständlich ist - für ein gelegentliches Bad . Gleiches gilt, wenn Sie nur vorübergehend aufgrund einer Verletzung auf eine Einstiegshilfe angewiesen sind und sich einen Badewannenlift ohne Montage wünschen. Ein weiterer Vorteil: Das mobile Badekissen lässt sich nach der Nutzung platzsparend aufbewahren. Die meisten Badekissen bestehen aus Polyethylen und werden an der Unterseite über Haftsauger sicher auf dem Badewannenboden befestigt. Diese Einstiegshilfe wird über eine wasserdichte Fernbedienung gesteuert. Zum Einsteigen wird das Badekissen mithilfe eines Kompressors aufgepumpt – entweder per Akku oder per Strom aus dem Netz. Sobald die pflegebedürftige Person sicher auf dem Kissen sitzt, wird die Luft wieder abgelassen, bis eine angenehme Sitzposition bzw. eine optimale Wassertiefe erreicht ist. Gleichgewicht: So sitzen Sie sicher im Tuchlifter Ein hochfunktionaler Tuchlifter, der auch als Gurtlift oder als Tuch-Badewannenlift bezeichnet wird, lässt sich zwischen beide Wannenränder spannen. Es handelt sich um eine Art breites Tragetuch mit hoher Stabilität , welches in Kombination mit integrierten Haltegriffen genutzt wird. Die Steuerung des Gurtlifts basiert auf einer fest montierten Steuerungseinheit, die an den Kacheln bzw. an der Badezimmerwand angebracht wird. Je nachdem, ob die hilfebedürftige Personen in die Wanne ein- oder aussteigen möchte, verkürzt oder verlängert sich das Band des Tuchlifters: Während die Person sicher auf dem Tuch sitzt, kann der Lift per Knopfdruck gesteuert werden – und zieht sich entsprechend ein oder rollt ab. Der entscheidende Vorteil: Es ist keine Hilfsperson nötig und der platzsparende Tuchlifter lässt sich leicht montieren. Allerdings ist die Anschaffung eines Gurtlifts recht kostspielig. Ist eine Badewannentür eine geeignete Alternative für Sie? Eine Badewannentür kann für Sie sinnvoll sein, wenn Sie in ein neues Haus bzw. in eine neue Wohnung ziehen und Mitspracherecht bezüglich der sanitären Badezimmereinrichtung haben. Doch es besteht auch die Möglichkeit, eine Tür in eine bereits bestehende Badewanne einbauen zu lassen. Der Vorteil einer Badewannentür: Sie benötigt keinen zusätzlichen Platz und ermöglicht einen sicheren Einstieg in die Badewanne. Falls Sie selber bauen und mit Ihrer Familie in ein Eigenheim ziehen, ist eine Badewanne mit integrierter Tür eine sinnvolle Investition – und zwar nicht erst für das Alter. Während moderne Badewannen mit Tür optisch nicht als störend empfunden werden, profitieren Sie von weiteren Einsatzmöglichkeiten: Sie können auch größere Haustiere einfach abduschen – ohne den Vierbeiner kompliziert in die Wanne heben zu müssen. Einbau von Badewannenliftern: Diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein Möchten Sie als Mieter eine Badewannentür einbauen lassen, müssen Sie Ihr Vorhaben zunächst mit Ihrem Vermieter besprechen. Bei Stuhlliften, mobilen Badekissen zum Aufblasen und Vorhaben, die keine Umbauten erfordern. ist dies nicht nötig. Wichtig vor der Anschaffung ist die Überlegung, welches Modell individuell am besten zu Ihnen passt. Insbesondere für einen größeren Badewannenlifter muss ausreichend Platz in Ihrem Badezimmer vorhanden sein. Nicht zuletzt spielt der Kostenaspekt eine wichtige Rolle. Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen Die Preise von Badewannenliftern variieren aufgrund der unterschiedlichen Systeme und der Frage, ob eine Montage nötig ist. Während einfache Stuhllifter bereits für unter 300 Euro angeboten werden, ist die Anschaffung eines Gurtlifters die teuerste Variante. Stuhlform: Der Badewannenlifter in Stuhlform kostet je nach Ausstattung zwischen 250 und 1000 Euro. Badekissen: Auch wenn das Prinzip einfach ist, sind Badekissen teurer in der Anschaffung als Stuhllifter. Rechnen Sie mit Kosten zwischen 1000 und 1500 Euro. Tuchlifter: Diese anspruchsvollen und hochfunktionalen Badewannenlifter kosten zwischen 1000 und 3000 Euro. &amp;nbsp; Kauftipp Badewannenlift: In Abhängigkeit von Ihrer Krankenkasse werden die Kosten für einzelne Badewannenlifter übernommen, falls eine ärztliche Verordnung vorliegt! Finden Sie Ihren neuen Badewannenlifter auf Sanitäts-Online Auf Sanitäts-Online finden Sie hochwertige Wannenlifter, die Ihnen ein wohltuendes Bad in sicherer Atmosphäre ermöglichen. Sie haben die Wahl von Stuhlliftern mit konventioneller Hebeltechnik bis hin zu luxuriösen Modellen mit elektrischem Betrieb – auf Wunsch inklusive Aufbau und Einweisung durch Fachpersonal. Für Fragen stehen wir Ihnen von Montag bis Freitag von 08:00 Uhr bis 16:30 Uhr unter 0281 – 30027460 zur Verfügung : Wir freuen uns auf Ihren Anruf! ]]> </content> <updated>2024-02-10T10:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text"> Oana Popoiu im Experteninterview: Was macht Rollatoren der Firma Rollz aus? </title> <id>https://www.sanitaets-online.de/experteninterview/oana-popoiu</id> <link href="https://www.sanitaets-online.de/experteninterview/oana-popoiu"/> <summary type="html"> <![CDATA[ In der Kategorie Mobilitätshilfen spielen Rollatoren eine Schlüsselrolle, da sie die Lebensqualität dank einer zurückgewonnenen Eigenständigkeit und einem selbstbestimmten Alltag wie keine andere Mobilitätslösung optimieren. Die modernen Rollatoren aus dem Hause Rollz kombinie... ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ In der Kategorie Mobilitätshilfen spielen Rollatoren eine Schlüsselrolle, da sie die Lebensqualität dank einer zurückgewonnenen Eigenständigkeit und einem selbstbestimmten Alltag wie keine andere Mobilitätslösung optimieren. Die modernen Rollatoren aus dem Hause Rollz kombinieren schlagende Argumente wie ein modulares Design, eine effiziente Funktionalität und ein stylisches Finish auf innovative Weise.&amp;nbsp; Sanitäts-Online : Frau Popoiu, als Marketing Managerin bei Rollz haben Sie zweifellos einen reichen Erfahrungsschatz, der sowohl Ihre journalistische Vergangenheit als auch Ihre Tätigkeiten im Marketingbereich verschiedener Unternehmen umfasst. Diese beeindruckende Bandbreite an Erfahrungen weckt natürlich unser Interesse an Ihrem Werdegang und den Gründen, die Sie dazu bewogen haben, sich auf die Gesundheitsbranche zu fokussieren. Oana Popoiu: &quot;Der Wechsel vom Journalismus zum Marketing und der spezielle Fokus auf die Gesundheitsbranche werden durch meine Leidenschaft für das „Storytelling” (Geschichtenerzählen) und den Glauben an die transformative Kraft effektiver Kommunikation angetrieben – als eine entscheidende Rolle bei der Aufklärung und Inspiration. Mich hat die Möglichkeit gereizt, einen Beitrag zu einem Sektor zu leisten, der nicht nur direkte Auswirkungen auf das Leben mobilitätseingeschränkter Menschen hat, sondern sich auch ständig weiterentwickelt. Denn nur so kann es gelingen, den sich permanent ändernden Bedürfnissen der Gesellschaft gerecht zu werden. Teil eines Unternehmens zu sein, das sowohl das Wohlergehen des Einzelnen – als auch die Weiterentwicklung von Gesundheitslösungen schätzt –, passt nahtlos zu meinem beruflichen Werdegang und meinen persönlichen Werten.&quot; Sanitäts-Online : Zusätzlich würden wir gerne erfahren, wo Sie persönlich Akzente setzen, um die Marketingziele von Rollz zu erreichen. Welche spezifischen Strategien und Ansätze verfolgen Sie, um die Marktposition zu stärken und die Zielgruppen effektiv anzusprechen? Oana Popoiu: &quot;Das Verständnis von Branchentrends, Kundenbedürfnissen und Mitbewerbern dient als Grundlage für maßgeschneiderte Marketinginitiativen, die direkt auf spezifische Kundenbedürfnisse eingehen. Dadurch wird ein kundenzentrierter Fokus sichergestellt. Die klare Kommunikation des einzigartigen Wertversprechens von Rollz besitzt höchste Priorität, um die Marke mithilfe einer strategischen Positionierung auf dem Markt hervorzuheben. Ich setze mich für Kampagnen ein, die sich über verschiedene Kanäle erstrecken und so eine kohärente und wirkungsvolle Vermittlung unserer Botschaft ermöglichen. Mit einem datengesteuerten Ansatz bewerten wir die Wirksamkeit von Kampagnen mithilfe von Analysen und ermöglichen so eine kontinuierliche Feinabstimmung unserer Strategien. Die Pflege von Kundenbeziehungen sowie von Multiplikatoren und Partnern aus der Branche ist ein wichtiger Aspekt meines Ansatzes, der zur Glaubwürdigkeit der Marke beiträgt und die Loyalität fördert.&quot; Sanitäts-Online : Sie bieten fünf verschiedene Modelle von Rollatoren an. Können Sie uns einmal kurz erklären, wo die Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen liegen? Oana Popoiu: &quot;Unser vielseitiges Angebot an Rollatoren umfasst zwei anpassungsfähige Produkte: Den Rollz Flex und den Rollz Motion, die speziell für die sich verändernden Mobilitätsbedürfnisse entwickelt wurden. Der Rollz Motion verfügt über ein modulares Design, das verschiedene Erweiterungen ermöglicht und eine Reihe von Optionen bietet. Zum Beispiel verwandelt unser Rollstuhlpaket den Rollator in eine 2-in-1-Mobilitätslösung, die eine Transportstuhloption beinhaltet. Dank der integrierten Luftreifen-Erweiterung wird der Rollator zu einem geländegängigen Modell, das eine erweiterte Stoßdämpfung bietet. Das Rhythm-Modul bietet wiederum Funktionen, die auf Personen mit neurologischen Erkrankungen zugeschnitten sind. Außerdem kann der Rollz Motion mit dem Elektro-Kit in einen Elektrorollstuhl verwandelt werden. Diese vielfältige Auswahl gewährleistet Flexibilität und Anpassungsfähigkeit an individuelle Vorlieben und Anforderungen.&quot; Sanitäts-Online : Rollatoren spielen eine entscheidende Rolle für Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, um ihre Mobilität zu verbessern. Könnten Sie bitte Ihre Perspektive dazu teilen, wie Sie die Rolle von Rollz oder anderen Herstellern in Bezug auf die Unterstützung von Menschen mit eingeschränkter Mobilität sehen? Oana Popoiu: &quot;Im Grunde genommen sind Rollz und andere Hersteller nicht nur Anbieter von Mobilitätshilfen, sondern auch Initiatoren von gesundheitsbezogenen Möglichkeiten. Durch ihr Engagement, sowohl physische als auch emotionale Aspekte von Mobilitätsherausforderungen zu verbessern, haben sie einen bedeutenden Einfluss auf das Leben von Personen mit eingeschränkter Mobilität. Dadurch wird eine größere Inklusion und Autonomie gefördert. Rollz legt besonderen Wert auf Innovation und benutzerorientiertes Design, um Gehhilfen zu entwickeln, die über die Grundfunktionen hinausgehen. Diese Mobilitätshilfen werden sorgfältig hergestellt, um ergonomischen Komfort, Anpassungsfähigkeit und Ästhetik zu bieten – und so das Selbstvertrauen und das Gefühl der Autonomie der Nutzer zu fördern.&quot; Sanitäts-Online : Könnten Sie einen abschließenden Tipp geben, um Menschen zu unterstützen, das für sie ideale Rollator-Modell in der Vielzahl an verfügbaren Optionen zu finden? Oana Popoiu: &quot;Ein entscheidender Tipp für die Wahl der idealen Gehhilfe unter den verschiedenen Optionen ist es, seine individuellen Bedürfnisse und Vorlieben in den Vordergrund zu stellen. Berücksichtigen Sie Faktoren wie Ihre spezifischen Mobilitätsanforderungen, Ihren Lebensstil und Ihre gewünschten Funktionen. Die Entscheidung für eine Gehhilfe mit modularem Aufbau ist besonders vorteilhaft, da neue Entwicklungen in bestehende Produkte integriert werden können. Dies reduziert nicht nur den Abfall, sondern erweist sich auch als kosteneffektiv, da der Einzelne nicht jedes Mal ein völlig neues Produkt kaufen muss, sobald sich seine Mobilitätsanforderungen ändern. Ein modularer Ansatz gewährleistet somit die Anpassungsfähigkeit im Laufe der Zeit und macht Gehhilfen nachhaltiger, umweltfreundlicher und wirtschaftlicher für die Nutzer.&quot; &amp;nbsp; Die Kommunikationsspezialistin Oana Popoiu arbeitet als digitale Marketing Managerin und Sprecherin der Firma Rollz , die sich auf exklusive und funktionale Mobilitätshilfen spezialisiert hat. Popoiu gelingt es als erfahrene Journalistin, die unter anderem auch über Motorsportrennen der Formel 1 berichtet hat, sportive Rollatoren der neuen Generation erfolgreich am Markt innovativer Mobilitätslösungen zu platzieren. ]]> </content> <updated>2024-02-09T15:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text"> Carla Mertens im Experteninterview zum Thema: Rollatoren von Sunrise Medical </title> <id>https://www.sanitaets-online.de/experteninterview/carla-mertens</id> <link href="https://www.sanitaets-online.de/experteninterview/carla-mertens"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Eine Schlüsselrolle im Bereich Medizinprodukte spielen Mobilitätshilfen wie Rollstühle, Rollatoren und Co., da diese medizinischen Geräte die Lebensqualität und Eigenständigkeit gezielt optimieren. Um der Philosophie „Improving people’s lives“ von Medical Sunrise gerecht zu we... ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Eine Schlüsselrolle im Bereich Medizinprodukte spielen Mobilitätshilfen wie Rollstühle, Rollatoren und Co ., da diese medizinischen Geräte die Lebensqualität und Eigenständigkeit gezielt optimieren. Um der Philosophie „Improving people’s lives“ von Sunrise Medical gerecht zu werden, gehören Kriterien wie Funktionalität und Innovation zu den elementaren Benefits der professionellen Medizinprodukte. Sanitäts-Online : Frau Mertens, Ihre beeindruckende berufliche Laufbahn, die verschiedene leitende Positionen im Marketing umfasst, hat Sie schließlich zur Rolle der Director Marketing &amp;amp; Sales Excellence Central Europe bei Sunrise Medical geführt – zweifellos ein eindrucksvoller Titel. Insbesondere im Gesundheitsbereich haben Sie vielfältige Erfahrungen gesammelt. Könnten Sie erläutern, was Sie besonders an dieser Branche reizt? Carla Mertens: &quot;Wer im Gesundheitsbereich tätig ist, erfährt täglich aufs Neue, wie sinngebend es sein kann, Menschen dabei zu unterstützen, ein besseres Leben zu führen. Daraus schöpfe auch ich meine Energie und die Motivation, mich mit all meiner Erfahrung und meinem Know-how in vielseitige, teils komplexe Aufgaben einzubringen. Wenn nötig, gehe ich auch gerne die bekannte „Extra-Meile“, um ein gestecktes Ziel zu erreichen. Gerade in der Hilfsmittelbranche können wir viel für unsere Kundinnen und Kunden bewirken. Für Patienten, die Rollstühle und Mobilitätshilfen nutzen, ist eine zuverlässige und hochwertige Hilfsmittelversorgung oftmals der Schlüssel zu mehr Lebensqualität, Unabhängigkeit und Teilhabe. Wichtig ist für mich, dass wir als Hilfsmittelhersteller so individuell wie nur möglich auf den einzelnen Patienten eingehen können, um dessen persönlichen Rahmenbedingungen, sei es bezogen auf die vorliegende Krankheit oder auf den angestrebten Lebensstil, gerecht zu werden. Hierfür braucht es nicht nur umfassendes klinisches Verständnis, sondern auch ein facettenreiches Angebotsspektrum an maximal anpassungsfähigen Rollstuhltypen und sonstigen Mobilitätshilfen, einschließlich der flankierenden Dienstleistungen. Mit Blick auf diese Voraussetzungen ist Sunrise Medical exzellent aufgestellt. Als weiteren Pluspunkt sehe ich unsere besondere Innovationskraft gepaart mit einem starken Qualitätsanspruch, die nicht zuletzt durch kontinuierliche Investitionen in neue Technologien, Materialien und Design deutlich werden. Über leichtere Materialien, optimierte Manövrierbarkeit, hochintelligente Steuerungssysteme sowie ergonomische Anpassungen erreichen wir verbesserte Funktionalitäten und höheren Komfort, Eigenschaften, die unsere Nutzer und Patienten seit jeher wertschätzen.&quot; Sanitäts-Online : Könnten Sie bitte erläutern, welche Werte und Ziele Sunrise Medical repräsentiert und welche Palette an Produkten das Unternehmen anbietet? Carla Mertens: &amp;nbsp;&quot;Jeden Tag aufs Neue das Leben unserer Kundinnen und Kunden zu verbessern, das ist unser Anspruch. In den unternehmerischen Leitmotiven von Sunrise Medical ist verankert, dass jeder Mensch das Recht hat, an allen Aspekten des Lebens teilzunehmen, unabhängig von körperlichen Einschränkungen. Daher unser Credo „Improving people’s lives“! Unser Team verfügt über ein enormes Know-how und das seit mehr als 40 Jahren weiterentwickelte Produkt- und Leistungsportfolio ist heute unvergleichlich komplett und differenziert. Es reicht von manuellen und elektrischen Rollstühlen, Gelände- und Sportrollstühlen sowie Spezialrollstühlen über spezielle Sitze und Positionierungskissen sowie Positionierungsrücken bis hin zu Scootern, Gehhilfen und Rollatoren. Alle unsere Produkte sind grundsätzlich so konzipiert, dass sie mehr Unabhängigkeit erlauben und ein selbstbestimmtes Leben fördern. Unsere Belegschaft hat sich verpflichtet, jeden Tag aufs Neue nach außergewöhnlichen Leistungen zu streben und unsere Werte im Arbeitsalltag zu leben. Das zeigt sich beispielsweise in puncto Kundenorientierung: Wir arbeiten eng mit Kunden, Pflegekräften, medizinischen Experten und dem Fachhandel zusammen, um Produkte zu entwickeln, die den Bedürfnissen der Benutzer gerecht werden. Um unsere Innovationsstärke auszubauen, streben wir nach kontinuierlicher Verbesserung und ermutigen unsere Mitarbeiter, aufgeschlossen zu sein gegenüber neuen Ideen, die unser Unternehmen und das Leben unserer Kunden verbessern können. Dazu gehört auch unser starkes Engagement in der Forschung und Entwicklung sowie strategische Kooperationen und der Erwerb interessanter Technologie- und Produktsparten über unternehmerische Akquisitionen.&quot; Sanitäts-Online : Rollatoren sind ein wichtiger Bestandteil der Mobilität von Menschen mit Behinderungen und auch von vielen alten Menschen. Sind Ihre Rollatoren gezielt auf bestimmte Zielgruppen zugeschnitten oder eher als vielseitige Lösungen für unterschiedliche Bedürfnisse konzipiert? Carla Mertens: &quot;Wir von Sunrise Medical bieten eine breite Palette von Rollatoren an, die sowohl auf spezifische Bedürfnisse als auch auf vielseitige&amp;nbsp;Lebenssituationen&amp;nbsp;und Altersklassen ausgerichtet sind. Unsere Produkte werden&amp;nbsp;den&amp;nbsp;verschiedenen Anforderungen&amp;nbsp;bezüglich Sicherheit, Komfort und Design&amp;nbsp;in umfassender Weise gerecht. Darunter gibt es beispielsweise Modelle mit speziellen Merkmalen, die etwa für Menschen mit Parkinson-Erkrankungen besonders nützlich sind. Andere Rollatoren bieten sich&amp;nbsp;besonders&amp;nbsp;für den&amp;nbsp;aktiven Outdoor-Einsatz an, während wiederum andere&amp;nbsp;federleicht,&amp;nbsp;kompakt&amp;nbsp;und wendig sind und sich als perfekte Begleiter für den Alltag und Reisen eignen. Mit Blick auf die unterschiedlichen Nutzerbedürfnisse&amp;nbsp;setzen wir bewusst auf&amp;nbsp;die Vielseitigkeit unserer Rollatoren. Das bedeutet, dass wir Modelle entwickeln, die&amp;nbsp;aufgrund der anpassbaren Eigenschaften und dem reichhaltigen Zubehör&amp;nbsp;sowohl für ältere Menschen&amp;nbsp;als auch für Kinder&amp;nbsp;sowie für Personen jeden Alters mit verschiedensten Arten von Mobilitätseinschränkungen geeignet sind.&quot;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Sanitäts-Online : Für Leserinnen und Leser, die Interesse am Kauf eines Rollators von Sunrise Medical haben: Welche Aspekte oder Kriterien würden Sie empfehlen, besonders zu beachten? Carla Mertens: &quot;Schön, dass Sie diese Frage stellen, denn gerade bei Rollatoren gibt es eine Vielzahl von Anbietern&amp;nbsp;und die Unterschiede zwischen den Modellen sind optisch oft nicht ersichtlich. Ich kann jedem Kaufinteressenten nur empfehlen, sich zuerst an einen Fachhändler des Vertrauens zu wenden. Zu den wichtigsten Entscheidungskriterien gehören Aspekte wie zum Beispiel eine unkomplizierte Bedienung und individuelle Anpassungsmöglichkeit. Es sollte geprüft werden, ob sich der Rollator leicht zusammenklappen und einfach transportieren lässt. Wer auf maximalen Komfort, Stabilität und gute Traktion Wert legt, sollte ebenfalls auf Qualitäts- und Komfortmerkmale wie&amp;nbsp;anatomisch geformte&amp;nbsp;Griffe, eine bequeme Sitzfläche und&amp;nbsp;einfach höhenverstellbare Schiebegriffe achten. Unverzichtbar für die Sicherheit sind auch einfach zu bedienende Bremsen. Darüber hinaus tragen Faktoren wie etwa die maximale Gewichtskapazität dazu bei, dass der Rollator bedarfsgerecht genutzt werden kann. Je nach geplantem Einsatz können auch zusätzliche Extras wie Körbe, Ablagen oder Stockhalter sinnvoll sein. Überprüft werden sollten auch die Garantiebedingungen und der verfügbare Kundendienst, damit es bei Problemen keinen Ärger gibt. Wenn möglich, sollte der Nutzer den Rollator vor dem Kauf testen. Nur so lässt sich herausfinden, ob alles optimal passt. Wer unschlüssig ist im Hinblick auf Kostenunterschiede bei verschiedenen Modellen, sollte bedenken, dass Qualität und Funktionsvielfalt möglicherweise einen höheren Preis rechtfertigen.&quot; Sanitäts-Online : In Ihrer Position als Director of Sales Excellence dürften Sie einen tiefen Einblick in die Bedürfnisse Ihrer Kunden haben. Erhalten Sie häufig Feedback , sowohl positives als auch konstruktives, von Ihren Kundinnen und Kunden? Wenn ja, wie gehen Sie mit diesem Feedback um? Carla Mertens: &quot;In meiner Funktion ist mir die Rückmeldung von Kunden von enormer Bedeutung. Wir haben eine Vielzahl von Dialog-Mechanismen eingerichtet, um unseren Kunden jegliche Art von Feedback zu ermöglichen. Dazu zählen Kundenumfragen, Social-Media-Kanäle, Kundenfragebögen nach Veranstaltungen, Feedback-Sitzungen nach dem Abschluss von Projekten oder sogar direkt durch den Vertrieb, der in unmittelbarem Kontakt zu den Sanitätshäusern und Patienten steht. Mit Kundenfeedback umzugehen, erfordert eine strukturierte Herangehensweise. Konstruktives Feedback betrachten wir als wertvollen Anstoß für Verbesserungen. Wir nehmen uns die nötige Zeit, um angemessen zu reagieren, sei es durch Anpassungen bei unseren Abläufen, Schulungen unseres Teams oder durch Implementierung neuer Ideen. Positives Feedback motiviert uns und bestärkt uns in unserem Engagement. Wir sehen es als Bestätigung, dass unsere Bemühungen fruchten. Zugleich ist es uns ein Ansporn, unsere hohen Standards aufrechtzuerhalten oder sogar zu übertreffen. Letztendlich dient uns das Feedback unserer Kunden als Richtschnur für ein umfassendes Verständnis der Bedürfnisse, die wir erfüllen möchten.&quot; Carla Mertens ist studierte Betriebswirtin und hat sich auf den Gesundheitsbereich spezialisiert. Sie arbeitet als Director Marketing &amp;amp; Sales Excellence bei Sunrise Medical . Ihre Expertise umfasst ein umfangreiches Repertoire in der Kategorie Produktmarketing von medizinischen Geräten wie innovativen Mobilitätshilfen. ]]> </content> <updated>2024-02-09T10:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Rollstuhl kaufen: Welcher Rollstuhl ist für Sie geeignet? </title> <id>https://www.sanitaets-online.de/ratgeber/rollstuhl-kaufen</id> <link href="https://www.sanitaets-online.de/ratgeber/rollstuhl-kaufen"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Einen Rollstuhl zu kaufen ist eine wichtige Entscheidung, die erheblichen Einfluss auf Ihre Lebensqualität und Mobilität hat. Die Modellvielfalt reicht vom Standardmodell bis hin zum All-in-One-Rollstuhl und ist genauso vielfältig wie Ihre Bedürfnisse und persönlichen Anforder... ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Ab wann ist ein Rollstuhl notwendig? Was ist beim Kauf zu beachten? Rollstuhlmodelle nach individuellen Bedürfnissen Rollstuhlmaße korrekt bestimmen Den richtigen Rollstuhl kaufen So viel kostet ein Rollstuhl Einen Rollstuhl zu kaufen ist eine wichtige Entscheidung, die erheblichen Einfluss auf Ihre Lebensqualität und Mobilität hat. Die Modellvielfalt reicht vom Standardmodell bis hin zum All-in-One-Rollstuhl und ist genauso vielfältig wie Ihre Bedürfnisse und persönlichen Anforderungen. In diesem Ratgeber werden wir Sie bei der Wahl des richtigen Rollstuhls unterstützen. Erfahren Sie, welche Faktoren Sie beim Rollstuhl-Kauf berücksichtigen sollten und welche Optionen sich für Ihren Bedarf eignen. Ausgestattet mit den wichtigsten Tipps rund um Rollstuhltyp, Ausstattung und Anpassung können Sie eine fundierte Entscheidung für Ihren Rollstuhl treffen – damit Sie die Mobilität und Unabhängigkeit genießen können, die Ihnen zusteht. Ab wann ist die Nutzung eines Rollstuhls sinnvoll oder notwendig? Ein Rollstuhl ist ein medizinisches Hilfsmittel. Dementsprechend ist es ratsam, mit Ihrem Arzt oder Therapeuten zu besprechen , ob und in welcher Form die Nutzung eines Rollstuhls für Sie sinnvoll oder notwendig ist. Manche Menschen sind auf die dauerhafte Nutzung eines Rollstuhls angewiesen, andere brauchen lediglich eine temporäre Unterstützung – etwa nach einer Verletzung oder Operation. Letztlich ist die Entscheidung für oder gegen einen Rollstuhl eine individuelle und sollte sorgfältig abgewogen werden. In folgenden Fällen ist die Nutzung eines Rollstuhls ratsam: Schwäche oder Erschöpfungszustände aufgrund von Erkrankungen oder Verletzungen machen den Einsatz eines Rollstuhls sinnvoll. Auch altersbedingt ist die Nutzung des Rollstuhls bei derlei Zuständen ratsam, um die Mobilität und Unabhängigkeit zu erhalten. Chronische Schmerzpatienten können ebenfalls von der Nutzung eines Rollstuhls profitieren, um die Belastung und somit die Schmerzen zu reduzieren. Personen mit Atembeschwerden oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen können zur Reduktion von körperlicher Belastung auf einen Rollstuhl zurückgreifen. Bei Personen mit Einschränkungen beim Gehen aufgrund von Erkrankungen, wie zum Beispiel Arthritis oder Multipler Sklerose, kann die Nutzung eines Rollstuhls sinnvoll sein und positiv auf die Lebensqualität des Nutzers einwirken. Was bei der Anschaffung eines Rollstuhl zu beachten ist Ein Rollstuhl ist mehr als nur ein Hilfsmittel zur Mobilität – er ist für viele Menschen ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens. Es gibt verschiedene Modelle, die je nach persönlichem Bedarf und individuellen Anforderungen für Sie geeignet sein können. Darum sollten Sie diese vor dem Kauf möglichst genau definieren. Die folgenden Fragestellungen können Ihnen dabei helfen, die Rahmenbedingungen für Ihren Rollstuhl zu bestimmen. Der Nutzungsumfang sollte realistisch eingeschätzt werden Wird der Rollstuhl für den täglichen Gebrauch benötigt, oder kommt er nur in bestimmten Situationen zum Einsatz? Ist der Rollstuhl für den dauerhaften Einsatz bestimmt, oder lediglich für einen temporären? Diese Fragestellung ist vor allem in Bezug auf die Rahmenart wesentlich. Körperliche Einschränkung sollten einen Aspekt der Kaufentscheidung sein Je nach Ausmaß der körperlichen Einschränkungen können unterschiedliche Anforderungen an die Antriebsart gestellt werden. Kann der Rollstuhl mit der eigenen Armkraft fortbewegt werden, wird er von einer Person geschoben, oder ist ein elektrischer Antrieb Voraussetzung für die Fortbewegung? Die Benutzeraktivitäten spielen bei der Wahl eines Rollstuhl eine wichtige Rolle Welche Aktivitäten werden mit dem Rollstuhl ausgeführt? Wird er für den Innen- oder Außenbereich – oder beides – eingesetzt? Die Benutzeraktivitäten bestimmen den Zweck des Rollstuhls und sind ein wichtiges Merkmal für die richtige Kaufentscheidung. Verschiedene Rollstuhl Modelle für individuelle Bedürfnisse: So treffen Sie die richtige Wahl Dass es eine Vielzahl unterschiedlicher Rollstuhlmodelle gibt, haben wir bereits angesprochen. Hier sind die wesentlichen Rollstuhltypen im Überblick: Standardrollstühle Leichtgewichtrollstühle Elektrische Rollstühle Multifunktionsrollstühle Im Folgenden möchten wir Ihnen die verschiedene Modelle und ihre unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten vorstellen, um Sie bei der Wahl des für Sie passenden Modells zu unterstützen. Standard-Rollstuhl: Das Basic Modell ist für eine temporäre Nutzung ausreichend Standard-Rollstühle sind für den täglichen, meist aber temporären Gebrauch konzipiert. Sie kommen zum Einsatz, wenn der Nutzer nur temporär oder gelegentlich auf einen Rollstuhl angewiesen ist, wie zum Beispiel bei Verletzungen oder nach Operationen. Auch in öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Schulen werden Standard-Rollstühle verwendet. Die Einstellungen dieser Rollstuhlmodelle lassen sich nur begrenzt an die Nutzerbedürfnisse anpassen. Die geringe Adaptierbarkeit macht sie zu einer kostengünstigen Option im Vergleich zu maßgeschneiderten Alternativen. Standard-Rollstühle können im Innen- und Außenbereich verwendet werden und sind in der Regel leicht und faltbar , um sie einfach transportieren zu können. Leichtgewicht-Rollstühle mit einstellbarer Sitzhöhe Ein Leichtgewicht-Rollstuhl wird in der Regel für Menschen empfohlen, die den Rollstuhl häufig nutzen und eine höhere Mobilität benötigen. Der Vorteil von Leichtgewicht-Rollstühlen liegt in seiner einfachen Manövrierbarkeit . Durch das geringe Gewicht wird weniger Kraftanstrengung für die Fortbewegung benötigt, was besonders für Nutzer mit verminderter körperlicher Leistungsfähigkeit wie Schlaganfallpatienten von Vorteil ist. Ein Leichtgewicht-Rollstuhl lässt sich außerdem einfach transportieren und kann sogar von Hand getragen werden. Anpassbare Einstellungen und Adaptierungen, wie Sitzhöhe, Rückenlehne, Fußstützen, Armlehnen und Polsterung erhöhen den persönlichen Komfort für den Benutzer. Leichtgewicht-Rollstühle werden häufig aus robustem, aber leichtem Aluminium gefertigt und versprechen neben dem geringen Gewicht auch eine lange Haltbarkeit . Der Kauf eines Leichtgewicht-Rollstuhl ist vor allem eine gute Investition für Menschen, die den Rollstuhl für längere Zeit nutzen werden. Elektrische Rollstühle: Profitieren Sie von individuellen Anpassungsmöglichkeiten Ein elektrischer Rollstuhl ist besonders geeignet für Menschen mit einer schweren körperlichen Einschränkung – wie beispielsweise Menschen mit Muskelerkrankungen, Rückenmarksverletzungen oder neurologischen Erkrankungen. Sie sind auch für ältere Menschen oder Personen mit kognitiven Beeinträchtigungen eine Option, um die Mobilität zu beizubehalten. Elektrische Rollstühle bieten einige Vorteile, wie zum Beispiel eine höhere Geschwindigkeit , eine längere Reichweite , eine einfache Bedienung und eine bessere Mobilität in unebenem Gelände oder schwierigen Umgebungen. Verständlicherweise sind elektrische Rollstühle teurer als manuelle Rollstühle und erfordern regelmäßige Wartung sowie das Aufladen der Akkus Multifunktionsrollstuhl für pflegebedürftige Personen Ein Multifunktionsrollstuhl , oder auch Pflegerollstuhl, ist ein All-in-One-Hilfsmittel, das mehrere Funktionen miteinander kombiniert, die weit über die eines Standard-Rollstuhl hinausgehen. Sie sind individuell an die körperlichen Bedürfnisse und Fähigkeiten anpassbar, bieten eine höhere Stabilität und Unterstützung, spezielle Sitz- und Rückenpolsterungen zur Druckentlastung , und ermöglichen es, verschiedene Positionen, wie zum Beispiel eine Liegeposition, einzunehmen. Multifunktionsrollstühle sind besonders für Menschen mit komplexen körperlichen Einschränkungen oder Behinderungen geeignet , die spezielle Unterstützung benötigen, um ihre Mobilität und Unabhängigkeit beizubehalten. Dazu gehören beispielsweise Menschen mit zerebraler Lähmung, spinaler Muskelatrophie, Sklerose oder anderen neurologischen Erkrankungen. Wie werden die Rollstuhlmaße bestimmt? Für maximalen Komfort und eine optimale ergonomische Passform sorgt die individuelle Festlegung der Rollstuhlmaße. Je nach Nutzer, dem Ausmaß der Nutzung und der Art der körperlichen Beeinträchtigung, können die Einstellungen sehr unterschiedlich ausfallen. Für die optimale Ausrichtung werden bestimmte Messungen auf Grundlage der individuellen Körpermaße vorgenommen – am besten direkt im ausgewählten oder einem ähnlichen Modell. Hier sind die wichtigsten Maße , die bei der Bestimmung der Rollstuhlgröße berücksichtigt werden. Sitztiefe Die Bestimmung der Sitztiefe ist entscheidend, um eine optimale Druckverteilung während des Sitzens zu erreichen. Eine zu kurze Sitztiefe kann zu Druckstellen und unzureichendem Halt führen, während eine zu lange Sitztiefe zu unangenehmer Druckbelastung an den Knien und Oberschenkeln führen kann. Gemessen wird die Sitztiefe von der vorderen Kante des Rückenrohrs bis zur Vorderkante der Sitzfläche, während die Kniekehlen gegen die Vorderkante des Sitzes gelehnt sind. Zwischen vorderer Sitzkante und der Kniebeuge sollten circa zwei bis drei Fingerbreit Platz bleiben. Am Körper erfolgt die Messung vom Rücken bis in die Kniekehle, abzüglich den zwei bis drei Fingerbreit Freiraum. Sitzhöhe Die Sitzhöhe hat einen wesentlichen Einfluss auf den Komfort und die Bedienbarkeit des Rollstuhls. Während eine zu niedrige Sitzhöhe zu einer schlechten Haltung und Rückenschmerzen führen kann, ist eine zu hohe Sitzhöhe oft unbequem und beeinträchtigt die Stabilität des Rollstuhls. Grundsätzlich wird zwischen der vorderen und hinteren Sitzhöhe unterschieden. Mit der vorderen Sitzhöhe ist die Sitzneigung gemeint. Die hintere Höhe sagt aus, wie tief der Nutzer zwischen den Rädern sitzt und entscheidet darüber, ob und wie komfortabel die Greifreichen erreicht werden können. Für die optimale Sitzhöhe wird die Unterschenkellänge des Nutzers inklusive der benötigten Höhe für die Fußstützen – in etwa sieben Zentimeter – gemessen. Am Rollstuhl erfolgt die Messung der vorderen Sitzhöhe von der Vorderkante des Sitzrohrs, die hintere an der hinteren Oberkante des Sitzrohrs. Sitzbreite Die Rollstuhl- bzw. Sitzbreite hat nicht nur Einfluss auf den Sitzkomfort , sondern auch auf die Wendigkeit und die Mobilität . Das zeigt sich vor allem im Alltag an Türen und Durchfahrten: Ein Nutzer mit schmalem Rollstuhl tut sich hier deutlich leichter. Für die Bestimmung der Sitzbreite des Rollstuhls wird am Körper an der breitesten Stelle der Hüften gemessen. Zu den gemessenen Maßen werden etwa zwei Zentimeter auf jeder Seite dazu addiert. Eine zu enge Sitzbreite kann zu Druckstellen führen, während eine zu weite Sitzbreite den Benutzer instabil machen kann. Am Rollstuhl selbst wird die Breite von Seitenteil zu Seitenteil gemessen. Rückenhöhe Die Rückenhöhe ist abhängig vom individuellen Handicap und somit dem Maß an Unterstützung des Rollstuhlnutzers. Bei aktiveren Nutzern und jenen, die sich selbst mit dem Rollstuhl fortbewegen, ist die Höhe der Rückenlehne niedriger anzusetzen , etwa ein bis zwei Fingerbreit unterhalb der Schulterblätter. So bleibt ausreichend Flexibilität und Spielraum für die Schulterblätter, um den Unterarmen die Möglichkeit zu geben, die Greifreifen gut erreichen und bedienen zu können. Bei höherem Unterstützungsbedarf sollte die Rückenhöhe höher ausfallen . Beachten Sie, dass auch die Höhe bzw. Dicke des Sitzkissens in der Messung zu berücksichtigen ist. Gemessen wird die Rückenhöhe von der oberen Kante des Sitzrohrs bis zur oberen Kante des Rückens. Unterschenkellänge Die Messung der Unterschenkellänge ist wichtig, da sie zur Bestimmung der optimalen Stellung der Fußstütze verwendet wird. Ein falsches Maß kann zu einer schlechten Haltung oder zu unangenehmen Druck auf den unteren Rücken, die Knie oder Füße führen. Das Fußbrett sollte mindestens einen Abstand von drei Zentimeter zum Boden aufweisen. Auch hier ist es wichtig, die Höhe des Sitzkissens bei der Messung zu berücksichtigen. Die Messung erfolgt am Rollstuhl von der Oberkante der Sitzfläche bis zur Oberkante des Fußbretts. Am Körper werden die Maße von der in 90 Grad angewinkelten Kniekehle bis zur Unterkante der Fußsohle (im Schuh) genommen. Die Füße stehen dabei stabil auf den Fußbrettern. So entscheiden Sie sich für das passende Rollstuhl Modell Wenn Sie einen Rollstuhl kaufen, gibt es mehrere wichtige Faktoren zu beachten. Hier erfahren Sie noch einmal kompakt, worauf es bei der Auswahl und dem passenden Modell zu achten gilt. Passform: Das gilt es für optimalen Komfort zu bedenken Das Hauptaugenmerk beim Kauf eines Rollstuhls ist seine Passform, um sowohl Komfort als auch Unterstützung zu gewährleisten. Hierbei gilt es, die passende Sitzbreite und -tiefe sowie die richtige Rückenhöhe und die Höhe der Armlehnen auszuwählen. Spezielle Funktionen richten sich an verschiedene Mobilitätseinschränkungen Je nach Ausmaß der Einschränkung muss der Rollstuhl über spezielle Funktionen verfügen, zum Beispiel über eine verstellbare Neigefunktion für Personen mit eingeschränkter Rumpfstabilität, oder einen elektrischen Antrieb für Menschen mit schwindender Armkraft. Individuelle Benutzeraktivitäten bestimmen ebenfalls den Rollstuhltyp Auch das Einsatzgebiet und die individuellen Aktivitäten des Rollstuhlnutzers sind für den Kauf ausschlaggebend. Wenn der Benutzer den Rollstuhl für Sport oder Freizeitaktivitäten nutzen möchte, muss der Rollstuhl für diese Zwecke konstruiert und ausreichend robust sein. Bei oftmaligem Transport eignet sich wiederum ein Transportrollstuhl , der sowohl leicht als auch zusammenklappbar ist. Auch das Material kann Einfluss auf den Rollstuhlkauf haben Achten Sie beim Rollstuhlkauf auch auf das Material. Dieses sollte pflegeleicht und langlebig sein. Je nach Anforderungen kann die Palette von Stahl über Aluminium bis hin zu Titan reichen. Alle Materialien verfügen über Vor- und Nachteile hinsichtlich Langlebigkeit, Robustheit und Manövrierbarkeit. Mehr Komfort für Ihren Rollstuhl durch passendes Zubehör Viele Rollstühle lassen sich durch Zubehör an individuelle Bedürfnisse anpassen. So können zum Beispiel ein Sitzkissen oder eine Rückenstütze den Komfort und den Gebrauchswert deutlich erhöhen. Setzen Sie sich ein Budget Alle genannten Faktoren und Eigenschaften beeinflussen die Kosten des Rollstuhls. Wichtig ist es, das Budget festzulegen und zu prüfen, ob die Krankenkasse oder andere Organisationen finanzielle Unterstützung bei der Finanzierung des Rollstuhls anbieten. Mit welchen Kosten ist beim Kauf eines Rollstuhls zu rechnen? Rollstuhl-Preise können je nach Typ, Ausstattung und Hersteller stark variieren. Im Allgemeinen kann man mit einer Preisspanne zwischen etwa 250 Euro und 2500 Euro rechnen. Wer einen Rollstuhl günstig kaufen möchte, ist mit Standard-Rollstühlen mit Preisen zwischen 250 und 500 Euro gut beraten. Leichtgewichtrollstühle sind ab circa 350 Euro zu haben. Hochpreisiger sind Pflegerollstühle mit vielfältiger Adaptierbarkeit. Sie sind für circa 800 bis 1000 Euro zu haben. Die Preise für Rollstühle mit elektrischem Antrieb starten ab circa 2000 Euro. Bei Sanitäts-Online finden Sie ein großes Sortiment unterschiedlicher Rollstuhlmodelle namhafter Hersteller Wenn es um den Kauf eines Rollstuhls geht, sollten Sie keine Kompromisse eingehen. In unserem Online Sanitätshaus finden Sie daher eine breite Palette an verschiedenen Rollstuhlmodellen, um zu Ihren individuellen Bedürfnissen den passenden Rollstuhl zu finden. Wir bieten Ihnen eine große Vielfalt an Rollstuhlmodellen renommierter und namhafter Hersteller aus Deutschland , wie Meyra , Drive Medical , Invacare und Bischoff &amp;amp; Bischoff . Dabei reicht unser Sortiment von manuellen Rollstühlen für den täglichen und sporadischen Gebrauch bis hin zu sportlichen und elektrischen Rollstühlen für mehr Mobilität und Unabhängigkeit. Profitieren Sie beim Kauf eines Rollstuhls bei sanitäts-online.de neben der großen Modellvielfalt auch von hoher Qualität und einem ausgezeichneten Kundenservice . Alle Rollstühle bei sanitäts-online.de sind sorgfältig ausgewählt, um sicherzustellen, dass sie den höchsten Standards entsprechen und langlebig und zuverlässig sind. Wir liefern Ihren Rollstuhl direkt zu Ihnen nach Hause und bieten Ihnen zudem bei Premium-Lieferung den Aufbau und eine Einweisung durch unser qualifiziertes Fachpersonal vor Ort an. Durch den Kauf eines Rollstuhls bei sanitäts-online.de können Sie sicher sein, dass Sie ein qualitativ hochwertiges Produkt erwerben, das Sie zuverlässig und funktional durch den Alltag begleitet. Darüber hinaus bieten wir Ihnen auch eine kostenlose und unverbindliche Beratung an, um den für Ihre individuellen Bedürfnisse passenden Rollstuhl zu finden. Sie erreichen unser Service-Team telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 08:00 und 16:30 Uhr unter der Telefonnummer +49 281 - 300 27 460 oder über unser Kontaktformular . ]]> </content> <updated>2024-01-10T10:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Bewegungstherapie für Patienten mit Multipler Sklerose: Harald Jansenberger i...</title> <id>https://www.sanitaets-online.de/experteninterview/bewegung-multiple-sklerose</id> <link href="https://www.sanitaets-online.de/experteninterview/bewegung-multiple-sklerose"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Ein individuell auf die Ansprüche des jeweiligen Patienten abgestimmter Trainingsplan kann das Wohlbefinden deutlich verbessern. Wie wichtig es zudem ist, die psychische Gesundheit auf emotionaler Ebene über Gruppensettings und einen gemeinsamen Austausch Betroffener zu stärke... ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Neben einer ausgewogenen und anti-entzündlichen Ernährung spielt die Bewegungstherapie eine Schlüsselrolle zur Gesundheitsförderung bei Multipler Sklerose (MS). Ein individuell auf die Ansprüche des jeweiligen Patienten abgestimmter Trainingsplan kann das Wohlbefinden deutlich verbessern – und zu mehr Lebensqualität führen. Wie wichtig es zudem ist, die psychische Gesundheit auf emotionaler Ebene über Gruppensettings und einen gemeinsamen Austausch Betroffener zu stärken, erklärt uns der Salzburger Harald Jansenberger im folgenden Experteninterview. Sanitäts-Online : Herzlichen Dank, dass Sie sich Zeit für dieses Interview nehmen. Mit über 20 Jahren Erfahrung als Bewegungscoach und Ihrem eigenen Institut haben Sie sicherlich ein umfangreiches Wissen. Könnten Sie uns zunächst etwas über die Bedeutung der Bewegungstherapie für Patienten mit Multipler Sklerose erzählen? Harald Jansenberger: &quot;Multiple Sklerose nennt man nicht umsonst die Krankheit der 1000 Gesichter. So umfangreich und einschneidend die Einschränkungen sind, so individuell muss das Training und die Therapie an Personen angepasst werden. Neben dem hohen Leidensdruck, da die Erkrankung oftmals für die Umgebung nicht „sichtbar“ ist, und viele Erkrankte sich nicht ernst genommen fühlen, sind vor allem die teilweise schleichend aber auch schubhaft auftretenden Veränderungen der körperlichen Fähigkeiten eine besondere Herausforderung für die betroffenen Personen und ein zentrales Element im individuellen Trainingsansatz im Einzel- oder Gruppensetting.&quot; Sanitäts-Online : Wie beeinflusst Multiple Sklerose die Bewegungsfähigkeit und die allgemeine Mobilität von Patienten? Welche spezifischen Herausforderungen stellen sich bei der Bewegungstherapie für diese Zielgruppe? Harald Jansenberger: &quot;MS ist sehr vielseitig und schränkt Personen auf unterschiedlichste Weise ein. Während manche vorrangig mit der Sinnesverarbeitung zu kämpfen haben, sind für andere Erschöpfungszustände und die körperlichen Einschränkungen das Hauptproblem. Neben der hohen psychischen Belastung durch die Erkrankung sind vor allem die individuell unterschiedlichen Einschränkungen eine große Herausforderung im Training. Gerade die Gefühlsebene, die auch eine hohe Auswirkung auf die Bewegungsfähigkeit hat, lässt sich im Gruppensetting gut bearbeiten. Wenn man sich gemeinsam bewegt, kann man sich auch gegenseitig gut und vor allem glaubhaft unterstützen. Motorisch stark beeinträchtigte Personen werden im Einzelsetting profitieren , da häufig spezifische Beschwerden im Therapieansatz auch einem „Versuch-und-Irrtum“-Prinzip unterliegen. Nicht nur einmal ist es mir passiert, dass als erfolgreich beschriebene Maßnahmen den gegenteiligen Effekt erzielt haben, und umgekehrt.&quot; Sanitäts-Online : Sie haben außerdem ihr eigenes Institut gegründet. Könnten Sie uns einige Einblicke geben, wie Ihr Institut unterstützt , um Ihren Patienten zu helfen? Harald Jansenberger: &quot;Mein Institut hat die Schwerpunkte Sturzprävention und Leistungsdiagnostik/Bewegungsanalyse. Da viele Personen mit MS auch ein erhöhtes Sturzrisiko aufweisen, arbeite ich im Einzel- und Kleingruppen-Setting mit dem Ziel, Stürzen vorzubeugen und die Personen zu unterstützen, wieder Sicherheit im alltäglichen Leben zu gewinnen. Im Training wird auch viel an der Selbsteinschätzung und Selbstwirksamkeit gearbeitet. Dazu kommen vielfältige unterstützende Geräte, die zum Beispiel das reaktive Gleichgewicht trainieren (z. B. durch Ausrutsch-Simulation). Zusätzlich wird mit unmittelbaren Feedbackmethoden gearbeitet, um das motorische Lernen und somit den Trainingserfolg bestmöglich zu unterstützen. Die Bewegungsanalyse dient dazu, individuelle Einschränkungen und Stärken herauszufiltern , um eben Schwächen zu kompensieren oder wenn nicht möglich, sie durch Stärken auszugleichen. Hier kommen vielfältige Messmethoden zum Einsatz, wie zum Beispiel Druckmessplatten, Beschleunigungssensoren und Videoanalysen. Zusätzlich versuche ich mit den Messergebnissen auch die Wirkungsweise von neuen Trainingsansätzen zu evaluieren und zu verbessern.&quot; Sanitäts-Online : Inwiefern kann Bewegungstherapie dazu beitragen , die Lebensqualität von Menschen mit Multipler Sklerose zu verbessern ? Haben Sie Beispiele für Erfolgsgeschichten aus Ihrer langjährigen Praxis? Harald Jansenberger: &quot;Bewegungstherapie kann eine wichtige Säule für die Lebensqualität von Menschen mit MS darstellen. Die Anstrengung gibt auf der einen Seite die Botschaft „ich habe einen Teil meiner Lebensqualität selbst in der Hand“, und auf der anderen Seite ist man als Person mit MS ebenso trainierbar wie eine Person ohne oder mit einer anderen Erkrankung. Es gibt inzwischen vielfältige Belege, die zeigen, dass regelmäßige und gut dosierte und intensive Belastung die körperlichen Fähigkeiten verbessern können. Natürlich ist MS immer noch in den allermeisten Fällen eine fortschreitende Erkrankung, aber die Selbständigkeit kann mit Bewegungstherapie hervorragend unterstützt werden. Und wenn das Aufstehen aus dem Rollstuhl wieder etwas länger möglich ist, oder auch ein paar Schritte wieder ohne Hilfsperson möglich sind, dann ist schon sehr viel gewonnen. Das Sturzrisiko lässt sich um 50 % reduzieren , wie es in der Literatur zu finden ist, und wie wir auch mit zwei Versuchsgruppen erheben konnten.&quot; Sanitäts-Online : Welche Arten von Übungen und Bewegungsformen haben sich als besonders effektiv für Patienten mit Multipler Sklerose erwiesen? Gibt es spezifische Schwerpunkte , die Sie in Ihrem Ansatz berücksichtigen? Harald Jansenberger: &quot;Ich versuche möglichst individuell auf die Voraussetzungen und Bedürfnisse einzugehen. Was sich als sehr vielversprechend in Studien gezeigt hat, und womit ich persönlich sehr gute Erfahrungen gemacht habe, sind vor allem reaktive Gleichgewichtsübungen , die auf sanfte Weise die Kraft, im Alltag geforderte Gleichgewichtsaspekte und auch kognitive Fähigkeiten trainieren. Allgemein würde ich das Krafttraining auf eine sehr hohe Stufe stellen, wobei hier mit der Intensität beziehungsweise mit dem Grad der Ermüdung vorsichtig vorgegangen werden sollte. Kraft ist eine entscheidende Säule für die Selbständigkeit und die Sorgen vor einer schubauslösenden Überbelastung sind zum Glück unbegründet.&quot; Sanitäts-Online : Wie berücksichtigen Sie die individuellen Bedürfnisse und Fortschritte Ihrer Patienten in der Gestaltung ihrer Bewegungstherapie ? Welche Anpassungen sind oft erforderlich , um auf die vielfältigen Symptome der Multiplen Sklerose einzugehen? Harald Jansenberger: &quot;Ich versuche, neben einem Anfangstest auch immer Zwischentests durchzuführen, um Fortschritte nicht nur spür- sondern auch sichtbar werden zu lassen. Natürlich gibt es nicht immer nur Fortschritte, aber auch für die Motivation ist es manchmal gut, wenn man sieht, dass auch nach einem Schub die Leistungsfähigkeit höher sein kann bzw. höher ist als zum ursprünglichen Beginn des Trainingsprozesses.&quot; Sanitäts-Online : Multiple Sklerose kann mit Fatigue und Erschöpfung einhergehen. Wie integrieren Sie Strategien zur Energieerhaltung in Ihre Bewegungstherapie, um sicherzustellen, dass die Patienten von den Übungen profitieren, ohne sich zu überanstrengen? Harald Jansenberger: &quot;Der entscheidende Aspekt ist meiner Ansicht nach die Selbsteinschätzung bzw. Selbstwirksamkeit oder auch das Körperschema . Verständlicherweise tun sich Menschen schwer mit der richtigen Einschätzung ihrer Fähigkeiten, wenn sich diese schleichend beschleunigen oder schubweise verändern. Zudem kommt bei vielen Personen, die im Arbeitsprozess stehen, oder einfach nur aus der Jugend oder der eigenen Persönlichkeit heraus das Gefühl „funktionieren zu müssen“. Das ist ein wichtiger Aspekt wahrzunehmen und zu akzeptieren, wenn genug einfach genug ist . Das gilt zwar bei allen Menschen, ist aber als Anforderung und Schwierigkeit bei Personen mit MS verständlicherweise potenziert. Denn erst, wenn man seine Grenzen kennt, kann man diese auch verschieben.&quot; Sanitäts-Online : Neben der körperlichen Gesundheit kann Bewegung auch positive Auswirkungen auf die geistige und emotionale Gesundheit haben. Wie fördern Sie das psychische und soziale Wohlbefinden Ihrer Patienten durch Bewegungstherapie? Harald Jansenberger: &quot;Für diesen Teil der Gesundheit ist das Gruppensetting sehr zu empfehlen. Der gemeinsame Austausch, das Verstanden werden und selbst Verstehen sind wichtige Aspekte dabei. Dabei ergibt sich fast selbstverständlich der Kontakt unter den Teilnehmenden über das Training hinaus. Zusätzlich versuche ich gemeinsam mit den trainierenden Personen kleine Ziele zu stecken , diese zu erreichen und Fortschritte bewusst wahrzunehmen . Auch der Blick zurück im Training „wie habe ich begonnen?“ und auch auf die Testergebnisse kann helfen, dass die Motivation erhalten und die Grundstimmung positiv bleibt.&quot; Sanitäts-Online : Welche Ratschläge oder Tipps würden Sie Menschen mit Multipler Sklerose geben, die vielleicht zögern , mit Bewegungstherapie zu beginnen oder sich unsicher fühlen, welche Art von Aktivität für sie geeignet ist? Harald Jansenberger: &quot; Harald Jansenberger: Die Art der Empfehlung hängt selbstverständlich von der körperlichen Verfassung und auch den motorischen Vorerfahrungen ab. Aber grundsätzlich gilt, dass man mit der Diagnose MS beinahe jede Bewegungsform oder Sportart ausführen kann , sofern die Unfallgefahr, die es bei jeder Sportart gibt, realistisch berücksichtigt wird. Bewegungsformen, die man schon kennt, stellen eine geringere Problematik dar als Bewegungsformen, die man neu erlernen müsste. Generell gilt, dass eine abwechslungsreiche Form der Bewegung empfehlenswert ist. Man sollte sich nicht nur auf eine Sportart beschränken. Es sollten die Aspekte der Motorik: Kraft, Geschicklichkeit, Beweglichkeit, Ausdauer trainiert werden. Für die Aspekte Kraft und Geschicklichkeit (Gleichgewicht) empfiehlt sich zumindest anfangs angeleitetes Training in einem Therapiezentrum oder Fitnessstudio mit geschulten Trainer*innen. Für das Ausdauertraining sind verletzungsarme Bewegungsformen , wie Ergometerfahren oder Gehen auf dem Laufband empfehlenswert. Wenn die Beine stark eingeschränkt sind, kann auch Handergometerfahren eingesetzt werden. Ebenso eignet sich Bogenschießen , das auch im Sitzen ausgeführt werden kann, zur Rumpfkräftigung. Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig, daher kann ich nur zu Neugier und Versuch raten!&quot; Sanitäts-Online : Abschließend, können Sie uns einen Einblick geben, wie Sie sich die Zukunft der Bewegungstherapie für Patienten mit Multipler Sklerose vorstellen? Gibt es bestimmte Entwicklungen oder Ansätze , auf die Sie besonders gespannt sind? Harald Jansenberger: &quot;Ich hoffe zuerst einmal auf eine erfolgreiche Ursachenforschung und in weiterer Folge auch Behandlung und eventuell Vorbeugung der Erkrankung. In meinem Bereich der Bewegung gibt es erfreulicherweise viel Forschungsarbeit. Hier in die Zukunft zu blicken, ist sehr schwierig. Aktuell geht sehr viel in Richtung digitale Unterstützung der Therapie , was für das selbständige Training zuhause sicher hilfreich sein kann. Ebenso die unmittelbare Rückmeldung, ob man Bewegungen korrekt ausführt, kann mittels digitaler Helfer, auch als Unterstützung zuhause, den Effekt der Therapie verstärken. Auch die weitere Verfeinerung der sogenannten „Exergames“, also spielerischen computergestützten Aufgaben, die nicht nur in Kliniken, sondern auch zuhause durchgeführt werden können, sind spannende Entwicklungen. Auch das Bewegen in virtueller Umgebung kann ein weiterer interessanter Bereich sein. Speziell für gehfähige Personen wäre die weitere marktreife Entwicklung sogenannter omnidirektionaler Laufbänder (Laufbänder, die in unterschiedliche Richtungen angesteuert werden können) vielversprechend. Leider sind diese im therapeutischen Bereich noch nicht verbreitet bzw. nur in Studien ein Thema.&quot; &amp;nbsp; Der in Salzburg geborene und in Linz lebende Harald Jansenberger hat Sport- und Bewegungswissenschaften studiert und ist Gründer des Instituts für sportwissenschaftliche Beratung für mehr Wohlbefinden und Vitalität. Das Institut zur Gesundheitsförderung gibt es bereits seit 2009. Dabei lautet Jansenbergers Philosophie, jeden seiner Klienten individuell dabei zu unterstützen, ihre Mobilität und Gangsicherheit – als Basis einer zuverlässigen Sturzprävention – zu optimieren. Der Sportwissenschaftler betreut auch Personen mit Multipler Sklerose, die dank seiner speziellen Bewegungstherapie zu mehr Selbstvertrauen und Wohlbefinden zurückfinden. Jansenberger hat zahlreiche Fortbildungen absolviert und hält Vorträge an der Universität Salzburg. Darüber hinaus leitet der dreifache Familienvater Schulungen zur Sturzprävention und ist zertifizierter Personal-Fitness-Trainer – um nur ein paar Aspekte von Jansenbergers Expertise vorzustellen. ]]> </content> <updated>2023-11-22T10:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text"> Der Forschungsfortschritt im Bereich Multipler Sklerose: Dr. Dieter Pöhlau i...</title> <id>https://www.sanitaets-online.de/experteninterview/multiple-sklerose-forschung</id> <link href="https://www.sanitaets-online.de/experteninterview/multiple-sklerose-forschung"/> <summary type="html"> <![CDATA[ In den letzten Jahren wurden nicht nur neue Medikamente entwickelt, sondern umfassende, ganzheitlich orientierte Therapieansätze für MS-Patienten erarbeitet. Wir haben diese Entwicklungen mit Dr. Dieter Pöhlau besprochen. In seinen Publikationen befasst er sich mit der Lebensq... ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Die Therapie der Multiplen Sklerose hat gerade in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Dabei wurden nicht nur neue Medikamente entwickelt, sondern umfassende, ganzheitlich orientierte Therapieansätze erarbeitet. Wir haben diese Entwicklungen mit Dr. Dieter Pöhlau besprochen – einem erfahrenen Neurologen, der mehrere Arzneimittelstudien für MS-Medikamente geleitet hat und sich zudem in Projekten zum Qualitätsmanagement in der MS-Therapie engagiert. In seinen Publikationen befasst er sich mit der Lebensqualität von MS-Patienten , insbesondere dem Einfluss von Ernährung und Psychotherapie. Sanitäts-Online : In den letzten Jahren gab es erhebliche Fortschritte in der Forschung zur Multiplen Sklerose. Könnten Sie uns einige der bedeutendsten wissenschaftlichen Durchbrüche nennen? Dr. Dieter Pöhlau: &quot;In den letzten Jahren ist verstärkt klar geworden, dass eine Multiple Sklerose von Anfang an nicht nur einen entzündlichen Aspekt hat, sondern stets auch eine neurodegenerative Komponente . Das ist eine wichtige Erkenntnis, die auch künftige Therapieansätze adressieren müssen. Eine zweite wichtige Erkenntnis war, dass Epstein-Barr-Viren eine wichtige Rolle in der Pathogenese der MS spielen, auch wenn die Mechanismen im Einzelnen noch nicht endgültig geklärt sind. Weiterhin zeigen praktisch alle Daten, dass es sinnvoll ist, eine Multiple Sklerose von Beginn an sehr konsequent zu behandeln. Dies gilt insbesondere für den schubförmigen Verlaufstyp: Hier erreicht die frühzeitige und konsequente Behandlung mit modernen, sehr wirksamen MS-Medikamenten deutlich bessere Langzeitergebnisse als frühere Therapiekonzepte mit eher zurückhaltender, ab wartender Medikamentierung.&quot; Sanitäts-Online : Was hat sich in Bezug auf die Diagnose und Beurteilung des Krankheitsverlaufs von Multipler Sklerose verändert ? Dr. Dieter Pöhlau: &quot;Die Diagnosestellung bei der Multiplen Sklerose hat sich insofern verändert, dass wir heute mit dem modernen Kriterien die Diagnose einer MS viel früher und präziser stellen können. Es zeichnet sich ab, dass mit Hilfe von Blutparametern die Krankheitsaktivität gemessen werden kann. So könnte man relativ einfach auch sehen, ob eine Immuntherapie nutzt.&quot; Sanitäts-Online : Welche neuen Medikamente oder Therapieansätze wurden in den letzten Jahren entwickelt , um die Symptome zu lindern und den Krankheitsfortschritt zu verlangsamen ? Dr. Dieter Pöhlau: &quot;Im Bereich der Immuntherapie sind hier vor allem die B-Zell-Depletoren zu nennen. Daneben wurden auch andere Immunmedikamente entwickelt, die insbesondere die Lymphozyten als Träger der Autoimmunreaktion vermindern. Aktuell arbeitet man auch an sog. Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitoren , die neben dem Einfluss auf B-Zellen auch eine recht gute Liquorgängigkeit haben und von denen man sich weitere nützliche, auch anti-degenerative Effekte verspricht, unter anderem dadurch, dass auch die Immunzellen des Gehirns gebremst werden. Hinsichtlich der Behandlungsstrategien hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass neben einer konsequenten Immuntherapie , die im Fall von Schüben oder Progression weiter eskaliert wird, auch symptomatische Behandlungen durchgeführt werden sollten. Dazu zählen bspw. die Therapie der Spastik oder auch die Therapie von Blasenstörungen, unter Umständen mit direkter Injektion von Botulinumtoxin in die Blasenwand. Wir und andere MS-Fachkliniken führen bei MS Patienten mit komplexen Beschwerdebildern oder entsprechenden Komorbiditäten sog. MS-Komplexbehandlungen durch, bei denen über ca. Wochen neben der medizinischen Behandlung – je nach Bedarf -auch intensive Krankengymnastik, physikalische Therapie, Ergotherapie, Sprach- und Schlucktherapie, Musiktherapie und neuropsychologische Therapie durchgeführt wird.&quot; Sanitäts-Online : Inwiefern hat die Forschung neue Erkenntnisse über die Ursachen und den Mechanismus der Multiplen Sklerose geliefert? Dr. Dieter Pöhlau: &quot;Etwas neuer und ins Blickfeld der Forschung geraten ist der Aspekt, dass es bei der MS eine Progression der Behinderung gibt, die eher unabhängig von der Schubaktiviät, von der Entzündungsaktivität ist und hinter der Neurodegeneration steckt. Die aktuellen zugelassenen Immuntherapien wirken vor allem auf die Entzündung. Strategien, die auch die MS-assoziierte Neurodegeneration bremsen, werden zurzeit intensiv untersucht.&quot; Sanitäts-Online : Welche Fortschritte wurden in der Erforschung von personalisierten medizinischen Ansätzen erzielt, um die Behandlung von Multipler Sklerose besser auf die individuellen Bedürfnisse und Charakteristika der Patient*innen abzustimmen ? Dr. Dieter Pöhlau: &quot;Ich denke, dass sich immer mehr die Erkenntnis durchsetzt, dass starre Therapiekonzepte nicht ausreichen. Man muss für jeden einzelnen Fall individuell überlegen, was dieser Patient bzw. diese Patientin konkret braucht. Die zukünftigen Behandlungsstrategien orientieren sich immer mehr in Richtung einer „ ganzheitlichen Therapie “. Das heißt, man möchte – neben einer konsequenten Therapie des Immunprozesses und der Symptome – verstärkt auch die Lebensqualität der Patient*innen positiv beeinflussen. Hier haben wir unter anderem mit der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft Studien durchgeführt, die zeigen, dass die Lebensqualität vor allem von psychologischen Faktoren abhängt.&quot; Sanitäts-Online : Welche nicht-medikamentösen Hilfsmittel haben sich in den letzten Jahren als nützlich erwiesen , um Patient*innen mit Multipler Sklerose im Alltag zu unterstützen ? Dr. Dieter Pöhlau: &quot;Eine wichtige Entwicklung sind hier sicherlich die digitalen Gesundheits-Apps (DIGA´s) . So ist es seit einigen Jahren bspw. möglich, typische MS-Symptome wie Fatigue, also die schnelle Ermüdbarkeit, mithilfe dieser Apps wirksam zu behandeln, es gibt auch DIGA´s, bei denen der Betroffene interaktiv lernt, seinen Lebensstil positiv zu verändern. Zur Bewältigung des Alltags und zum Erhalt und dem Wiedererlangen von Fähigkeiten sind krankengymnastische, ergotherapeutische oder sprachtherapeutische Behandlungen ganz essentiell. Auch Hilfsmittel können die Lebensqualität verbessern. Hier benötigt man natürlich Fachleute, die in der Lage sind, die vorhandenen Hilfsmittel zu verordnen und die Patient*innen zum bedarfsgerechten Einsatz anzuleiten.&quot; Sanitäts-Online : Wie können technologische Fortschritte wie z. B. Wearables Patient*innen mit Multipler Sklerose dabei helfen, ihre Symptome zu überwachen und ihre Behandlung zu optimieren ? Dr. Dieter Pöhlau: &quot;Wearables haben im MS-Kontext bislang noch keinen richtigen Durchbruch erzeugt, aber es wird weiter daran gearbeitet. Eine zentrale Frage dabei ist, wie man die durch MS bedingte Behinderung auch mit diesen technischen Möglichkeiten messen kann.&quot; Sanitäts-Online : Welche neuen Erkenntnisse gibt es hinsichtlich der Rolle von Lebensstilfaktoren wie Ernährung, körperlicher Aktivität und Stressmanagement, bei der Behandlung und dem Umgang mit Multipler Sklerose? Dr. Dieter Pöhlau: &quot;Lebensstilfaktoren werden seit vielen Jahren als wichtiger Einflussfaktor auf Entstehung und Verlauf der Multiplen Sklerose diskutiert. Es ist recht unbestritten, dass die Ernährung hier eine wichtige Rolle spielt. Ein wahrscheinlicher Risikofaktor ist der Konsum tierischer Fette, ein zu hoher Salzkonsum, eine ungesunde Ernährung („fast food“) mit zu wenig Obst und Gemüse. Es wird auch klarer, das Mikrobiom , insbesondere des Darmes, einen Einfluss auf die MS. Sehr interessant ist dabei die Rolle kurzkettiger Fettsäuren wie bspw. der Propionsäure , die bei ballaststoffreicher Ernährung im Darm entsteht, aber auch als Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden kann: Die Propionsäure kann nachweislich Immunveränderungen erzeugen, die potentiell nützlich sind – ein klinischer Wirksamkeitsbeweis für eine entsprechendes Therapiekonzept wurde jedoch noch nicht erbracht. Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass klinische Studien mit den nötigen Untersuchungsparametern wie Kernspintomographie etc. sehr teuer sind.&quot; Sanitäts-Online : In den vielen Jahren, die Sie in diesem Bereich tätig sind, haben Sie sicher einen reichen Erfahrungsschatz aufgebaut. Welchen Tipp können Sie Patient*innen mit auf den Weg geben? Dr. Dieter Pöhlau: &quot;Zunächst finde ich es wichtig, allen Patient*innen zu sagen: Sie können auch mit Multipler Sklerose ein gutes, erfülltes und sinnvolles – und wie die neuen Daten zeigen – „normal langes“ Leben führen. Natürlich stellt Multiple Sklerose eine zusätzliche Herausforderung dar, aber die lässt sich meistern. Dafür braucht es natürlich fachkundige Hilfe, sowohl von Ärzt*innen als auch Therapeut*innen, sowie geeignete Hilfsmittel. Eine sehr wichtige Institution für MS-Patient*innen ist die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft : Sie bietet für alle Stadien der Erkrankung und praktisch alle Fragen fachkundige Auskünfte &amp;amp; Hilfen und kann auch an entsprechende Expert*innen, von der Medizin bis zum Sozialrecht, verweisen.&quot; Sanitäts-Online : Apropos Hilfsmittel : Was gibt es hier als Must-Have für MS-Patient*innen, was würden Sie unseren Leser*innen auf jeden Fall empfehlen ? Dr. Dieter Pöhlau: &quot;Pauschale Empfehlungen sind immer etwas schwierig, denn natürlich muss man Hilfsmittel immer an den individuellen Bedarf anpassen. Sehr sinnvoll finde ich den Einsatz moderner technischer Hilfsmittel, um weiter mit anderen Menschen kommunizieren zu können, vielleicht auch Gleichgesinnte, Gleichbetroffene zu finden – nicht nur in der eigenen Nachbarschaft, sondern deutschlandweit. Diese Vernetzung unterstützen wir auch über die MS-Gesellschaft, bspw. über unser Programm „Connect“. Pauschale Empfehlungen sind immer etwas schwierig, denn natürlich muss man Hilfsmittel immer sorgfältig an den individuellen Bedarf anpassen. Sehr sinnvoll finde ich den Einsatz moderner technischer Hilfsmittel, um weiter mit anderen Menschen kommunizieren zu können, vielleicht auch Gleichgesinnte, Gleichbetroffene zu finden – nicht nur in der eigenen Nachbarschaft, sondern deutschlandweit. Diese Vernetzung unterstützen wir auch über die MS-Gesellschaft, bspw. über unser Programm „MS Connect“.&quot; Als Facharzt für Neurologie hat sich Dr. Dieter Pöhlau auf die Behandlung neuroimmunologischer Erkrankungen, insbesondere der Multiple Sklerose, spezialisiert. Nach dem Studium der Philosophie und Psychologie absolvierte er seinen Zivildienst beim Deutschen Roten Kreuz. Darauf folgten Medizinstudium und Facharztausbildung. 1998 übernahm Dr. Pöhlau seine erste Chefarzt-Position an der Sauerlandklinik Hachen und 2001 dann die Leitung der DRK Kamillus-Klinik in Asbach, die seit über 50 Jahren einen Schwerpunkt in der Behandlung von Patienten mit Multipler Sklerose hat . Er engagiert sich für die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG). ]]> </content> <updated>2023-11-21T10:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Elektrischer oder manueller Rollstuhl: Die besten Tipps für den Kauf</title> <id>https://www.sanitaets-online.de/ratgeber/elektrischer-manueller-rollstuhl-</id> <link href="https://www.sanitaets-online.de/ratgeber/elektrischer-manueller-rollstuhl-"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Die Wahl des richtigen Rollstuhls ist nicht nur entscheidend für Ihre Mobilität, sondern auch für die Unabhängigkeit und Lebensqualität im Alltag. ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Für wen eignet sich ein elektrischer Rollstuhl? Was kostet ein elektrischer Rollstuhl? In welchen Punkten unterscheiden sich die beiden Mobilitätshilfen? Die Vor- und Nachteile eines elektrischen Rollstuhls Was ist beim Kauf eines elektrischen Rollstuhls zu beachten? Ein elektrischer Rollstuhl als individueller Wegbegleiter für den Alltag &amp;nbsp; Die Wahl des richtigen Rollstuhls ist nicht nur entscheidend für Ihre Mobilität , sondern auch für die Unabhängigkeit und Lebensqualität im Alltag. Egal, ob Sie sich für einen elektrischen Rollstuhl oder ein manuelles Modell entscheiden, beide Varianten bieten unterschiedliche Vorteile und Funktionen. Wichtig ist, dass Sie die Mobilitätshilfe finden, die Ihren individuellen Bedürfnissen und Anforderungen entspricht. Mit diesen wichtigen Informationen ausgestattet, können Sie die richtige Entscheidung treffen und die Mobilitätshilfe finden, die perfekt zu Ihnen passt. Für wen eignet sich ein elektrischer Rollstuhl? Ein elektrischer Rollstuhl kann für Personen mit eingeschränkter Körperkraft oder anderen körperlichen Einschränkungen, wie beispielsweise schweren Muskelerkrankungen, Querschnittslähmungen oder schweren Gelenkproblemen eine enorme Erleichterung bieten. Außerdem ist ein elektrischer Rollstuhl bei eingeschränkter Hand- oder Armfunktion eine gute Option, da sie oft mit speziellen Steuerungen oder Joysticks ausgestattet sind, die einfacher zu bedienen sind als die Griffe eines manuellen Rollstuhls. Vor allem bei dauerhafter Nutzung sollten Sie den Kauf eines elektrischen Rollstuhls in Erwägung ziehen. Denn mit einem motorisierten Modell können Sie mühelos und individuell mobil sein, ohne sich dabei körperlich zu überfordern. Egal ob Sie lange Strecken zurücklegen möchten oder einfach nur den Alltag bewältigen wollen, ein elektrischer Rollstuhl kann Ihnen dabei helfen, Ihre Unabhängigkeit zu erhalten. Was kostet ein elektrischer Rollstuhl? Die Kosten für einen elektrischen Rollstuhl variieren je nach Modell, Funktionen und Zubehör. Ein einfaches Modell ohne Zusatzfunktionen ist ab circa 1.900 Euro erhältlich. Rollstühle mit speziellen Funktionen wie zum Beispiel umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten und einem reichweitenstarken Motor können bis zu 3.500 Euro kosten. Der genaue Preis hängt jedoch von vielen Faktoren ab, wie beispielsweise der Größe, der Leistung und dem Material des Rollstuhls sowie der Art des Akkus und des Zubehörs. In welchen Punkten unterscheiden sich die beiden Mobilitätshilfen? Der offensichtlichste Unterschied des manuellen und elektrischen Rollstuhls ist der Antrieb, der bei letzterem durch einen Motor statt Muskelkraft erfolgt. Darüber hinaus haben die beiden Rollstuhltypen unterschiedliche Nutzungsschwerpunkte. Ein manueller Rollstuhl wird in der Regel für eine kurzfristige oder temporäre Unterstützung bei eingeschränkter Mobilität eingesetzt, während ein elektrischer Rollstuhl eine Mobilitätshilfe für einen langfristigen oder dauerhaften Einsatz darstellt. Die unterschiedlichen Merkmale von elektrischen und manuellen Rollstühlen Auch in den Ausstattungsmerkmalen gibt es einige Unterschiede zwischen den beiden Mobilitätshilfen. Hier ein Überblick über die wesentlichen Ausstattungsmerkmale. Ausstattungsmerkmale von manuellen Rollstühlen: Eigenantrieb notwendig Individuelle Anpassung von Sitzhöhe, Rückenlehne und Armlehnen Manuelle Steuerung durch Handräder Leicht und kompakt für einfachen Transport Manövrierbarkeit abhängig von individueller Reaktionsfähigkeit des Nutzers &amp;nbsp; Ausstattungsmerkmale von elektrischen Rollstühlen: Können auch bei geringer Körperkraft genutzt werden Akku notwendig, der den Rollstuhl mit Strom versorgt Steuerung durch Joystick Fahrgeschwindigkeit bis zu 6 km/h Individuelle Anpassung von Sitzhöhe, Rückenlehne, Fußstützen möglich. Gute Federung Die Vor- und Nachteile eines elektrischen Rollstuhls Elektrische Rollstühle können eine große Hilfe im Alltag sein. Doch wie bei jeder Mobilitätshilfe gibt es Vor- und Nachteile, die man vor dem Kauf beachten sollte. Im Vergleich zum manuellen Modell bieten elektrische Rollstühle eine höhere Unabhängigkeit und Reichweite . Andererseits sind sie in der Anschaffung meist teurer und erfordern regelmäßige Wartung und Aufladung . Im Folgenden klären wir über die wichtigsten Vor- und Nachteile von elektrischen Rollstühlen auf. Was für Vorteile bietet Ihnen ein elektrischer Rollstuhl? Wie bereits erläutert, können Sie mit einem elektrischen Rollstuhl längere und weitere Strecken zurücklegen , ohne sich dabei körperlich zu überanstrengen. Es kann ein erstaunliches Gefühl der Freiheit vermitteln und Ihnen die Möglichkeit geben, Ihre täglichen Aktivitäten ohne Hilfe anderer auszuführen. Mit den heutigen modernen Technologien bieten elektrische Rollstühle Komfort und Flexibilität , die den Alltag erheblich erleichtern können. Hier die wichtigsten Vorteile von elektrischen Rollstühlen auf einen Blick: Unabhängige Mobilität, ohne dass körperliche Anstrengung erforderlich ist Größere Reichweite und längere Nutzungsdauer, da im Vergleich zum manuellen Rollstuhl keine Einschränkung durch die eigene körperliche Kraft besteht Einfacher zu bedienen, da keine körperliche Anstrengung erforderlich ist, was insbesondere für Personen mit eingeschränkter Feinmotorik oder kognitiven Beeinträchtigungen von Vorteil ist Bietet in der Regel eine bessere Unterstützung und Komfort, da elektrische Rollstühle häufig mit verschiedenen verstellbaren Sitz- und Rückenkissen ausgestattet sind Welche Nachteile hat ein elektrischer Rollstuhl? Obwohl elektrische Rollstühle viele Vorteile bieten, gibt es auch einige Nachteile im Hinblick auf Handhabung, Anschaffungskosten sowie die Flexibilität im Einsatz. Hier die Nachteile elektrischer Rollstühle auf einen Blick: Höhere Anschaffungskosten im Vergleich zu einem manuellen Rollstuhl Höheres Gewicht und größere Abmessungen, was den Transport und die Lagerung schwieriger machen kann Der elektrische Antrieb benötigt Energie, was den Rollstuhl von einer Stromquelle abhängig macht Regelmäßige Wartung Nicht jeder elektrische Rollstuhl ist für den Außenbereich geeignet Was ist beim Kauf eines elektrischen Rollstuhls zu beachten? Bevor Sie einen elektrischen Rollstuhl kaufen , sollten Sie sich über Ihre individuellen Anforderungen im Klaren sein. Hier sind einige wichtige Aspekte, die Sie bei der Auswahl eines geeigneten elektrischen Rollstuhl-Modells berücksichtigen sollten: Nutzungsart: Überlegen Sie sich, wo Sie Ihren Rollstuhl hauptsächlich nutzen. Für den Außenbereich gibt es eigens konzipierte Modelle, die breitere Räder und eine bessere Dämpfung aufweisen. Reichweite und Batterieleistung: Welche Strecken legen Sie üblicherweise mit dem Rollstuhl zurück? Insbesondere, wenn Sie längere Fahrten angedacht haben, sollten Sie in ein Modell mit entsprechender Reichweite und Batterieleistung investieren. Komfort: Der Komfort des Rollstuhls ist wichtig, wenn Sie längere Zeit im Rollstuhl verbringen. Einige Funktionen wie verstellbare Rückenlehnen, Sitzkissen und Armlehnen können den Komfort enorm erhöhen. Wendigkeit: Die Wendigkeit des elektrischen Rollstuhls ist ein wichtiger Faktor, insbesondere wenn Sie den Rollstuhl für den Innenbereich nutzen und in engen Räumen oder Gängen manövrieren müssen. Transport und Lagerung: Wenn Sie den Rollstuhl häufiger transportieren, sollte Ihr Modell zusammenklappbar oder in mehrere Teile zerlegt werden können. Elektrische Rollstühle für Innenräume sind vergleichsweise günstig Elektrische Rollstühle für die Nutzung in Innenräumen sind in der Regel kompakter, daher platzsparender und wendiger als Modelle für den Außenbereich. Sie sind speziell für den Einsatz in Gebäuden konzipiert und verfügen über eine enge Wendekreisfunktion, um in engen Räumen leicht manövrieren zu können. Darüber hinaus sind sie mit kleinen, stabilen Rädern ausgestattet, die für eine sichere Fahrt auf glatten und ebenen Oberflächen sorgen. In der Anschaffung sind diese Modelle oft günstiger als Rollstühle für den Außenbereich, da sie weniger komplexe Funktionen und Ausstattungsmerkmale aufweisen müssen. Wenn Sie hauptsächlich in Innenräumen unterwegs sind, ist ein elektrischer Rollstuhl für den Innenbereich eine kostengünstige und praktische Lösung. Elektrische Rollstühle für den Außenbereich haben häufig eine höhere Reichweite Elektrische Rollstühle, die für den Außenbereich geeignet sind, haben eine höhere Reichweite als ihre Pendants für den Innenbereich. Diese Modelle sind mit stärkeren Akkus ausgestattet, die eine längere Fahrzeit und höhere Geschwindigkeit ermöglichen. Während ein typischer Innenrollstuhl eine Reichweite von etwa 15-20 Kilometern hat, können Rollstühle für den Außenbereich oft bis zu 40 Kilometer zurücklegen , bevor sie aufgeladen werden müssen. Außerdem verfügen Elektrorollstühle für den Außenbereich über breitere Räder und eine stärkere Federung , um Unebenheiten im Gelände zu bewältigen und ein sanftes Fahrerlebnis zu garantieren. Ausgestattet mit zusätzlichen Funktionen wie einer Kippfunktion oder einer Steigfähigkeit können auch schwierige Gelände befahren werden. Kombi-Modelle als Allrounder sind die idealen Begleiter bei dauerhafter Nutzung Kombi-Modelle stellen eine gute Wahl für Menschen dar, die dauerhaft auf eine Mobilitätshilfe angewiesen sind. Sie vereinen die Vorteile von elektrischen Rollstühlen für den Innen- und Außenbereich und sind somit die idealen Begleiter im Alltag . Ein großer Vorteil ist die gute Federung, die Ihnen, im Gegensatz zu reinen Innenrollstühlen, die Fahrten im Freien angenehmer gestalten. Kombi-Rollstühle sind besonders langlebig und unterstützen Sie optimal und uneingeschränkt in Ihrer Mobilität - was auch immer Sie in Ihrem Alltag vorhaben. Ein elektrischer Rollstuhl als individueller Wegbegleiter für den Alltag Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein elektrischer Rollstuhl eine hervorragende Möglichkeit darstellt, um Ihnen mehr Unabhängigkeit und Freiheit zu ermöglichen. Durch die individuell anpassbaren Funktionen und die verschiedenen Modelle, die für den Innen- oder Außenbereich und auch als Kombi-Modelle erhältlich sind, können Ihre individuellen Bedürfnisse uneingeschränkt berücksichtigt werden. Im Vergleich zum manuellen Rollstuhl bieten elektrische Modelle eine höhere Reichweite, mehr Komfort durch bessere Federung und eine größere Selbstständigkeit durch die Unabhängigkeit von körperlicher Kraft. ]]> </content> <updated>2023-11-10T09:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Multiple Sklerose Management und der Stand der Forschung: Prof. Dr. Ziemssen ...</title> <id>https://www.sanitaets-online.de/experteninterview/multiple-sklerose-management</id> <link href="https://www.sanitaets-online.de/experteninterview/multiple-sklerose-management"/> <summary type="html"> <![CDATA[ Welche Behandlungsmöglichkeiten es für Multiple Sklerose gibt und warum die spezialisierte Betreuung in enger Verknüpfung von klinischer Praxis und Forschung gerade für MS-Patienten so wichtig ist, haben wir mit Prof. Tjalf Ziemssen besprochen, der das Multiple-Sklerose-Zentru... ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems, die sich in der Frühphase häufig durch Empfindungsstörungen, Sehstörungen und Muskellähmungen äußert. Typisch für MS ist der schubweise Verlauf. Die moderne Medizin bietet heutzutage sehr gute Behandlungsmöglichkeiten, mit denen sich die Krankheit gut managen lässt. Welche das sind und warum die spezialisierte Betreuung in enger Verknüpfung von klinischer Praxis und Forschung gerade für MS-Patienten so wichtig ist, haben wir mit Prof. Tjalf Ziemssen besprochen, der das Multiple-Sklerose-Zentrum am Universitätsklinikum in Dresden leitet. Sanitäts-Online : Prof. Dr. Ziemssen, Ihr beruflicher Weg zeugt von einer tiefen Verbindung zur Neuroimmunologie und insbesondere zur Multiplen Sklerose. Könnten Sie uns mehr über Ihre frühen Forschungsarbeiten während Ihres PostDoc-Aufenthalts am Max-Planck-Institut für Neurobiologie erzählen und wie diese Ihre Interessen in diesem Bereich beeinflusst haben? Prof. Dr. Ziemssen: &quot;Eigentlich bin ich zur Neuroimmunologie erst auf dem zweiten Bildungsweg gekommen. Nach der Entscheidung in die Neurologie zu gehen, habe ich mich zunächst mit dem autonomen Nervensystem beschäftigt. Ich war in London am Queen Square (Anm.: Das Queen Square Institute am University College London ist eine der weltweit führenden Forschungszentren für Neurowissenschaften), habe dort im autonomen Labor gearbeitet &amp;nbsp;sowie geforscht unter Prof. Mathias und dann versucht, in Dresden etwas Ähnliches aufzubauen. Die Intensivmedizin hat mich mit den autonomen Störungen sehr fasziniert . &amp;nbsp;Dann kam die Frage auf, ob ich das Dresdner Team im Bereich der Multiplen Sklerose unterstützen und dafür als PostDoc über die DFG nach München gehen könnte. Dem habe ich zugestimmt und in diesen fast drei Jahren ist dann meine Flamme für die Neuroimmunologie entfacht worden. Ich hatte dort sehr gute Lehrer, die mich motiviert und auch dazu beigetragen haben, insbesondere das Klinische aber auch das Experimentelle zu sehen. &quot; Sanitäts-Online : Sie haben das neuroimmunologische Labor (NIL) aufgebaut, das sowohl tierexperimentelle als auch molekularbiologische Forschung betreibt. Wie hat diese interdisziplinäre Herangehensweise zur Erweiterung unseres Verständnisses von neuroimmunologischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose beigetragen? Prof. Dr. Ziemssen: &quot;Ich hatte das Glück von Anfang an neben klinisch-neuroimmunologischen Fragen auch in den tierexperimentellen grundlagenwissenschaftlichen Bereich einzutauchen. Nach meiner Rückkehr nach Dresden gab es dort allerdings nicht die nötige kritische Masse, um einen grundlagenwissenschaftlich-neuroimmunologischen Bereich aufzubauen . Daher hat man immer noch kleinere Projekte in dem Bereich gemacht, sich aber perspektivisch in Richtung klinischer Neuroimmunologie entwickelt. Ich glaube auch, dass dieser Bereich sehr wichtig und auch komplex ist, zumal wir es in Dresden wirklich geschafft haben, viele Patienten zu betreuen und in unsere klinischen Forschungsprojekte einzubinden. Letztendlich liebe ich die neuroimmunologische Grundlagenwissenschaft, glaube aber, dass die klinische Neuroimmunologie wichtig ist, um insbesondere die Translation – also die Übertragung von Forschungsergebnissen in die Praxis – für unsere Patienten sicherzustellen. &quot; Sanitäts-Online : Im Jahr 2006 haben Sie das Multiple-Sklerose-Zentrum am Universitätsklinikum Dresden gegründet. Könnten Sie uns mehr darüber erzählen, welche Bedeutung und welchen Nutzen dieses Zentrum für Patienten mit Multipler Sklerose bietet? Prof. Dr. Ziemssen: &quot;Vorher gab es in Dresden nur eine kleinere Ambulanz für MS-Patienten, die dann aber auch immer weiter abgebaut wurde. Ich sah damals schon die Notwendigkeit, eine spezialisierte Versorgung von Patienten anzubieten. Es kamen zu dem Zeitpunkt auch sehr innovative und zunehmend komplexere Medikamente wie das Natalizumab zur Zulassung , darüber hinaus wurden auch im Bereich der klinischen Studien viele neue Wirkstoffe getestet. Wir starteten damals auch mit einer MS-Schwester und einer Psychologin im Team, dafür hat sich einfach die Entwicklung eines Zentrums angeboten – auch um sich zu differenzieren von der bisherigen, nur an einem Tag der Woche geöffneten Ambulanz. Die Idee war, jeden Tag Ansprechpartner für MS-Patienten zu sein und damit werktags eine durchgehende Notfallversorgung zu gewährleisten.&quot; Sanitäts-Online : Anfang 2020 haben Sie die Position des wissenschaftlichen Leiters des Masterstudiengangs Multiple Sklerose Managements übernommen. Was hat Sie dazu inspiriert , diese wichtige Ausbildungsrolle zu übernehmen und wie trägt dieser Studiengang zur Weiterentwicklung der MS-Behandlung bei? Prof. Dr. Ziemssen: &quot;Nachdem ich viele Jahre vorher schon die Idee und das gesamte Konzept und die Vorarbeiten zusammen mit der Dresden International University (DIU) entwickelt hatte, habe ich dann auch die Leitung des Masterstudiengangs übernommen. Bereits 2015 hatte ich die Vision, die Ausbildung zu MS möglichst industriefrei und hochqualitativ-universitär anbieten zu können , hier bot sich Dresden International University als Partner an. Aus dieser Idee heraus musste mit sehr viel Arbeit – wir sind das erste Krankheitsbild mit einem eigenen Masterstudiengang - und einem großen Team zusammen mit Kolleginnen und Kollegen ein Curriculum entwickelt werden, das dann auch mit Leben gefüllt werden muss – aktuell gibt es zwei deutsche und eine internationale Studiengruppe. Das war noch einmal sehr viel Arbeit, aber natürlich ist es auch toll, wenn man das erste Mal für ein Krankheitsbild einen solchen Studiengang aufsetzen kann. Und es gibt nichts Schöneres, als von den Studentinnen und Studenten zu hören, wie viel sie aus dieser speziellen Ausbildung mitnehmen können in den Alltag.&quot; Sanitäts-Online : Die Ausbildung von Ärzten, Apothekern, Therapeuten und anderen Fachleuten im Bereich des Multiple Sklerose Managements ist zweifellos von großer Bedeutung. Könnten Sie uns Einblicke geben, welche Fähigkeiten und Kenntnisse Absolventen dieses Studiengangs erwerben und wie diese zur Verbesserung der Versorgung von MS-Patienten beitragen können? Prof. Dr. Ziemssen: &quot; Im Management von MS-Patienten muss eine zunehmende Spezialisierung auf den Weg gebracht werden. Leider werden viele Patientinnen und Patienten noch in nicht-spezialisierten Zentren von nicht-spezialisierten Therapeuten behandelt. Was sehe ich da manchmal an nicht optimalem Management von Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Neurologen… Und wie schlecht und langsam ist zum Teil die Diagnostik mittels Bildgebung oder anderer Verfahren! Hier ist es im Interesse unserer Patienten sehr wichtig, dass wir die Qualität verbessern. Dafür müssen wir natürlich auch entsprechende Angebote zur Ausbildung schaffen, was wir mit unserem Studiengang versucht haben. Darüber hinaus sind wir im Zentrum auch sehr aktiv dabei, andere Berufsgruppen zu schulen und von unserem Konzept zu überzeugen. Es ist meiner Meinung nach sehr bedauerlich, dass wir die Möglichkeiten haben, Patienten besser zu behandeln und z. B. das Fortschreiten der Erkrankung bei vielen Menschen zu stoppen, und wir diese Möglichkeiten aber aus Unwissenheit und aufgrund mangelnder Infrastruktur nicht ausschöpfen. Und das ist auch für mich ein ewiger Antrieb, neben der direkten Versorgung von MS-Patienten die Situation im Hinblick auf optimierte Diagnostik und Therapie voranzubringen und zu verbessern. Es darf nicht mehr sein, dass eine chronische Erkrankung wie die MS nicht ernst genommen wird und nicht optimal gemanagt wird. Wir haben dazu 2023 unsere große Multiple Sklerose 360° Aktion durchgeführt, um ein Bewusstsein für das ganzheitliche MS Management zu schaffen.&quot; Sanitäts-Online : Ihre Forschung und Lehre haben zweifellos dazu beigetragen, unser Verständnis von Multipler Sklerose zu vertiefen. Könnten Sie uns einige Ihrer bedeutendsten Erkenntnisse oder Entdeckungen in Bezug auf die Neuroimmunologie und das Management von MS teilen? Prof. Dr. Ziemssen: &quot;Persönlich geht es mir um zwei Dinge: Das eine ist die Kommunikation von neuen Erkenntnissen . Ich glaube, dass nicht nur Neurologen von wichtigen wissenschaftlichen Erkenntnissen im Bereich der Multiplen Sklerose erfahren sollten, sondern auch andere Behandler, Therapeuten und selbst auch die Patienten. Nur der informierte Patient ist in der Lage, die Erkrankung ernst zu nehmen und auch entsprechende, heute mögliche therapeutische Schritte mit uns zu unternehmen. Wir persönlich haben vor allem im Bereich der Phänotypisierung der MS gearbeitet und tun dies immer noch. Wir glauben, dass es für das optimale Management sehr wichtig ist, den Phänotyp der Erkrankung herauszuarbeiten, da dieser zum einen für die Wahl der optimalen Therapie von entscheidender Bedeutung ist, auf der anderen Seite aber auch die zu behandelnde Symptomatik der Erkrankung definiert . Die Symptomatik der Erkrankung herauszuarbeiten ist entscheidend, um dem Patienten direkt Linderung seiner Beschwerden zu verschaffen, gerade im Hinblick auf die vielfältigen MS-Symptome, die bei dieser Erkrankung mit den tausend Gesichtern auftreten können. Darüber hinaus versuchen wir, digitale Innovationen in die Behandlung einzubringen : Es gibt heutzutage Biomarker aus dem Labor, mit denen sich die Erkrankung hervorragend monitorieren lässt, es gibt Möglichkeiten im Bereich der standardisierten Bildgebung mittels Kernspintomographie, die uns viel mehr Aussagen zulassen als im Moment der klassische Papierbefund aus dem MRT. Ebenso sind wir in der Lage, durch moderne digitale Technologien Sprung und Sprache zu analysieren… All das müssen wir auf den Weg bringen und in einer Datenstruktur sammeln, die auch für den Patienten verfügbar ist.&quot; Sanitäts-Online : Wie sehen Sie die Zukunft der neuroimmunologischen Forschung und des Managements von Multipler Sklerose? Gibt es spezifische Entwicklungen oder innovative Ansätze , auf die Sie besonders gespannt sind? Prof. Dr. Ziemssen: &quot;Hier würde ich natürlich klar unseren digitalen MS Zwilling nennen. Er dient dazu, die Erkrankung deutlich besser zu phänotypisieren und zu monitorieren . Dies hat sehr positive Auswirkungen auf die Diagnose der Erkrankung , insbesondere auf mögliche Differentialdiagnosen, die ausgeschlossen werden können. Die Datensammlung in einem Format, das für Patienten und Behandler gleichermaßen verfügbar ist, ist ein Kraftakt, der uns auch bei anderen Erkrankungen helfen könnte. Bei der Multiplen Sklerose haben wir auch viele junge Patienten, denen es auch wenig Probleme macht, digitale Angebote zu nutzen – auch das ist toll, weil wir hier viel lernen können. Grundsätzlich muss es darum gehen, die optimale individuelle Therapie für den einzelnen Patienten zu finden . Momentan haben wir viele verfügbare Therapien, aber es ist unklar, welche von 20 Therapien Patient X bekommen soll – soll man gleich mit aktiveren Therapien starten? Wie verhält man sich, wenn die Erkrankung stabil ist und man längere Zeit ein sehr aktives Medikament gegeben hat? All das sind Fragestellungen, die geklärt werden müssen und da kann meiner Meinung nach der von uns initiierte digitale Zwilling uns sehr viel helfen.&quot; Sanitäts-Online : Ihre Arbeit umfasst sowohl die Forschung als auch die klinische Praxis. Wie gelingt es Ihnen, eine Brücke zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und praktischer Anwendung zu schlagen, um das Leben von Menschen mit Multipler Sklerose zu verbessern? Prof. Dr. Ziemssen: &quot;Für mich persönlich ist nur diese duale Funktion möglich und nötig, ich möchte weder allein in der klinischen Forschung ohne Patienten sein, noch möchte ich allein beim Patienten ohne Forschung sein. Diese Tandem-Tätigkeit an beiden wichtigen Funktionen befruchtet sehr und gibt einem auch die nötige Energie, das durchzuziehen. Man entwickelt viele neue Ideen in der Arbeit mit den Patienten zusammen. Diese Ideen setzt man dann wissenschaftlich um und hofft, sie irgendwann zum Patienten zurückbringen zu können. Es gibt nichts Schöneres als Dinge, die man aus der Patientenarbeit entwickelt hat und dann nach wissenschaftlicher Erforschung und Optimierung zurück zum Patienten bringt. Allerdings muss man eindeutig sagen, dass diese Strukturen sehr schwierig sind umzusetzen. Wir in Deutschland praktizieren eine Billig-Medizin , die möglichst &quot;all-inclusive&quot; zu einem nicht kostendeckenden Honorar, bei der die Spezialisierung bei einer Erkrankung wie der Multiplen Sklerose nicht genügend gelebt wird . Und Spezialisierung bedeutet eben auch, dass dort Kollegen tätig sind, die nicht nur Versorgung machen, sondern auch wissenschaftliche Forschung bzw. Translation in die Praxis machen. Hier braucht es eindeutig eine bessere Finanzierung solcher Strukturen, was sich auch langfristig bezahlt macht. Auch unser MS-Zentrum hat von Jahr zu Jahr mit finanziellen Herausforderungen zu kämpfen. Wir sind davon überzeugt, uns mehr Zeit für den Patienten nehmen zu müssen als in der Regelversorgung, ohne dass wir ein höheres Honorar bekommen. Ich kann mir gar nicht vorstellen, was ich machen soll, wenn wir aufgrund einer nicht ausreichenden Finanzierung unsere Forschung und Versorgung nicht mehr so durchführen können, wie wir es aktuell tun. Da muss sich in Deutschland einiges ändern und man muss diese Zentren meiner Meinung nach auch stärker fördern.&quot; Sanitäts-Online : Abschließend, können Sie uns einige persönliche Einblicke oder Erfahrungen teilen, die Ihre Leidenschaft für die Neuroimmunologie und das Engagement für die MS-Gemeinschaft geprägt haben? Prof. Dr. Ziemssen: &quot; Es ist schon so, dass ich mit der MS frühzeitig konfrontiert wurde, bevor überhaupt der Wunsch aufkam, Neurologe zu werden. Im engen Freundeskreis meiner Eltern gab es eine Pfarrersfrau, die schwer an Multipler Sklerose erkrankt war, und relativ schnell daran gestorben ist. Das war für mich das erste Mal, dass ich als Jugendlicher mit neurologischen Erkrankungen konfrontiert wurde. Das hat damals mein Interesse an der MS geweckt. Dann kam es im Studium als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes dazu, dass wir während einer Sommerakademie, die in den Semesterferien stattfand, uns mit Autoimmunerkrankungen beschäftigt haben. Ich hatte die Multiple Sklerose als Erkrankung gezogen und darüber referiert. Ja, und da ist dann praktisch schon das Feuer für die MS entzündet worden. Dann kam der Wink mit dem Zaunpfahl, als ich nach der neurologischen intensivmedizinischen Zeit in Dresden das Angebot bekam, ob ich nicht nach München in die neuroimmunologische Forschung gehen wollte. Und dort entstand dann in der PostDoc-Zeit der Wunsch, die MS in meinem weiteren Leben sowohl klinisch als auch von Forschungsseite weiter zu betreuen. Aktuell ist es wie eine Droge. Ich habe durch meine bisherige Forschung, durch wunderbare Kolleginnen und Kollegen bei uns im Team, durch Patientinnen und Patienten, die ich jetzt über 20 Jahre kenne, so viel positive Energie gesammelt, dass ich diese weiter umsetzen muss. In den nächsten Jahren will ich zum einen dafür sorgen, dass die Forschung im MS-Bereich noch weiter vorankommt . Zum anderen wünsche ich mir, dass auch die Versorgung der MS-Patienten besser und spezialisierter wird, und dafür werde ich in den nächsten 20 Jahren weiter arbeiten, soweit mir das möglich ist.&quot; Gerne kann man unseren Zentren auch auf unseren Social Media Kanälen folgen: Newsletter Instagram YouTube-Kanal Facebook &amp;nbsp; Prof. Dr. med. Tjalf Ziemssen ist Facharzt für Neurologie und einer der deutschlandweit führenden Experten im Bereich Multiple Sklerose. Nach dem Medizinstudium an der Ruhr-Universität Bochum und seiner Zeit als Arzt im Praktikum an der neurologischen Universitätsklinik Dresden wechselte Ziemssen als Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft auf eine PostDoc-Stelle am Max-Planck-Institut für Neurobiologie in Martinsried, wo er sich intensiv mit neuroimmunologischen Fragestellungen beschäftigte. Im Jahr 2003 kehrte er nach Dresden zurück, wo er zunächst das neuroimmunologische Labor (NIL) und 2006 dann das Multiple-Sklerose-Zentrum am Universitätsklinikum in Dresden aufbaute, das er bis heute leitet. 2011 wurde er als Universitätsprofessor zum Direktor des Zentrums für klinische Neurowissenschaften berufen. Mit dem Ziel, ein spezialisiertes Fortbildungsangebot für Ärzte, Therapeuten und Pflegefachleute im Bereich MS zu schaffen, entwickelte er an der Dresden International University den Studiengang Multiple Sklerose Management (M.A.) , den er seit 2020 als Wissenschaftlicher Leiter sowohl in deutscher Sprache als auch in internationaler Version betreut. ]]> </content> <updated>2023-11-02T10:00:00+01:00</updated> </entry> <entry> <title type="text">Rollstühle im Vergleich: die Top-Modelle 2023</title> <id>https://www.sanitaets-online.de/ratgeber/rollstuhl-vergleich-</id> <link href="https://www.sanitaets-online.de/ratgeber/rollstuhl-vergleich-"/> <summary type="html"> <![CDATA[ In der großen Auswahl an Rollstuhl-Modellen ist es nicht immer einfach, sich zurechtzufinden. Darum stellen wir Ihnen im Folgenden die besten Rollstuhl-Modelle des Jahres vor und vergleichen ihre wichtigsten Eigenschaften, um Ihnen die Entscheidung für den passenden Rollstuhl ... ]]> </summary> <content type="html"> <![CDATA[ Wie bestimmen Sie, welcher Rollstuhl der richtige ist? Was die verschiedenen Rollstuhlmodelle unterscheidet Benötigen Sie einen Transportrollstuhl? Standardrollstuhl vs. Leichtgewichtrollstuhl Bewahren Sie Ihre Mobilität mit Elektrorollstühlen von Meyra Die Pflegerollstühle von Sunrise Medical schaffen Entlastung im Alltag Sortiment mit Qualität – Rollstühle von renommierten Herstellern Exklusive Beratung für individuelle Bedürfnisse &amp;nbsp; In der großen Auswahl an Rollstuhl-Modellen ist es nicht immer einfach, sich zurechtzufinden. Darum stellen wir Ihnen im Folgenden die besten Rollstuhl-Modelle des Jahres vor und vergleichen ihre wichtigsten Eigenschaften, um Ihnen die Entscheidung für den passenden Rollstuhl zu erleichtern. In diesem Artikel erfahren Sie: Welche Vor- und Nachteile die einzelnen Rollstuhltypen bieten, welche Modelle besonders attraktiv sind und warum, welche Hersteller die beste Qualität versprechen und wie Sie die beste individuelle Beratung erhalten. Wie bestimmen Sie, welcher Rollstuhl der richtige ist? Wenn Sie einen Rollstuhl kaufen, sollte diese wichtige Entscheidung sorgfältig durchdacht werden. Bevor Sie sich für ein Modell entscheiden, gilt es ein paar grundlegende Fragen zu beantworten: Ist der Rollstuhl zur temporären oder dauerhaften Nutzung gedacht? Wofür soll der Rollstuhl hauptsächlich genutzt werden? Ist die Nutzung eher für den Innen- oder Außenbereich gedacht, oder beides? Erlaubt die körperliche Verfassung einen manuellen Antrieb oder ist aufgrund der Einschränkung oder fehlenden Armkraft einem elektrischen Modell der Vorzug zu geben? Zudem sollten Sie sich über die speziellen Anforderungen im Hinblick auf die Maße des Rollstuhls Gedanken machen. Hier sind vor allem die Sitzbreite, Belastbarkeit und - für den Transport ganz essentiell - das Faltmaß ausschlaggebend. All diese Faktoren spielen eine entscheidende Rolle bei der Wahl des richtigen Rollstuhls. Doch keine Sorge, für die Beantwortung dieser Fragen haben wir Ihnen einen umfassenden Ratgeber zum Rollstuhlkauf zusammengestellt. Dort wird im Detail auf diese Faktoren eingegangen, damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen, die Ihnen ein Höchstmaß an Komfort und Mobilität ermöglicht. Was die verschiedenen Rollstuhlmodelle unterscheidet Es gibt viele verschiedene Rollstuhlmodelle auf dem Markt, die sich in Ausstattung und Anpassungsmöglichkeiten unterscheiden. Einige Teile, wie zum Beispiel der Rahmen oder die Räder sind nicht anpassbar und müssen beim Kauf sorgfältig ausgewählt werden. Andere wiederum, wie Fußstützen oder Rückenlehne können an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden, um optimalen Komfort und Unterstützung zu bieten. Üblicherweise werden folgende Typen von Rollstühlen in Bezug auf Einsatz und Anpassbarkeit unterschieden: Standardrollstuhl: Der Klassiker unter den Rollstühlen Standardrollstühle werden primär für den Krankentransport eingesetzt. Um sich fortzubewegen, muss der Rollstuhl durch eine andere Person geschoben werden. Da diese Rollstuhlart nur für den temporären Einsatz konzipiert ist, sind auch nur wenige individuelle Anpassungsmöglichkeiten gegeben. Die Rollstuhlmaße betragen zwischen 56 und 71 Zentimeter Sitzbreite. Multifunktionsrollstuhl bieten unterschiedlichste Einstellmöglichkeiten Multifunktionsrollstühle oder auch Pflegerollstühle sind meist auch zum Schieben konzipiert. Sie lassen viele individuelle Sitzpositionen zu und die Kopf- und Fußstützen sowie Armlehnen können individuell angepasst werden. Auch die Rollstuhlmaße sind in puncto Sitzbreiten in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Leichtgewichtsrollstuhl aus Aluminium: Stabil und äußerst belastbar Der aus Aluminium gefertigte Leichtgewichtsrollstuhl ist für den dauerhaften Einsatz ausgerichtet. Dementsprechend vielseitig sind auch die Anpassungsmöglichkeiten von Sitzbreite und -tiefe, Rückenhöhe, Fußstützen und Armlehnen. Aktivrollstühle werden vom Fahrer selbet bedient Auch der Aktivrollstuhl ist für den dauerhaften Einsatz gefertigt und kann, wie der Leichtgewichtrollstuhl, in mehrerlei Hinsicht auf die individuellen Bedürfnisse angepasst werden. Elektrorollstuhl für Menschen mit verminderter Körperkraft Elektrische Rollstühle sind aufgrund ihres Antriebs besonders für Menschen mit eingeschränkter Körperkraft oder anderen körperlichen Einschränkungen zum dauerhaften Einsatz geeignet. Sie lassen viel Spielraum für die individuelle Anpassung der Sitzbreite und -tiefe, der Rückenhöhe und dem -winkel, den Fußstützen und Armlehnen sowie dem Zubehör, wie zum Beispiel Halterungen für Taschen oder Getränke. Benötigen Sie einen Transportrollstuhl? Ein Transportrollstuhl ist in erster Linie für eine temporäre Nutzung gedacht und konzipiert. So zum Beispiel für Menschen, die in ihrer Mobilität aufgrund von Verletzungen, Krankheit oder anderen Umständen eingeschränkt sind. Sie sind darauf ausgelegt, eine Person über kurze Strecken oder für einen begrenzten Zeitraum zu transportieren, beispielsweise bei einem Arztbesuch, im Krankenhaus oder auf Reisen. Im Gegensatz zu anderen Rollstühlen sind sie leicht, kompakt und einfach zu transportieren . Ein gutes Basis-Modell, wie der Drive Medical Tavelite Reise- und Transport-Rollstuhl , ist üblicherweise mit folgenden Merkmalen ausgestattet: Leichtbauweise für einfaches Handling und Transport Zusammenklappbarer Rahmen für platzsparende Aufbewahrung und Transport Abklapp- und abnehmbare Fußstützen, um den Ein- und Ausstieg zu erleichtern Feststellbremsen für eine sichere Handhabung Einfache Lenkung durch Begleitpersonen Transportrollstühle sind in der Regel nicht für den Eigenantrieb ausgelegt und haben oft kleinere Räder, um das Gewicht zu reduzieren und die Wendigkeit zu erhöhen. Fallweise verfügen sie auch über Armlehnen, um zusätzlichen Halt zu bieten. Hoher Komfort mit Rollstühlen von Bischoff &amp;amp; Bischoff Hier bei Sanitäts-Online steht Ihnen ein großes und sorgfältig ausgewähltes Sortiment an Standardrollstühlen namenhafter Hersteller zur Auswahl. Bischoff &amp;amp; Bischoff ist einer dieser renommierten Hersteller, der für seine hohe Qualität und besonders komfortable Modelle bekannt ist. Das Unternehmen bietet eine große Auswahl an hochwertigen und langlebigen Rollstühlen für jeden Bedarf. Ein besonderes Modell ist der S-Eco 300 XL SB 52 , der speziell für größere Menschen konzipiert wurde und sich durch seine hohe Tragfähigkeit und den besonderen Fahrkomfort auszeichnet. Mit einer Sitzbreite von bis zu 58 Zentimetern bietet er ausreichend Platz und Sitzkomfort. Für zusätzlichen Komfort und eine bequeme Sitzposition sorgen die gepolsterten Armlehnen und Fußstützen . Trotz seines robusten Rahmens bietet der S-Eco 300 XL die Möglichkeit, ihn schnell und einfach zu falten und zu transportieren. Mit einem Gewicht von rund 23 kg ist er leicht genug, um von einer Person getragen zu werden und passt in jedes Auto. Insgesamt ist der S-Eco 300 XL SB 52 Rollstuhl von Bischoff &amp;amp; Bischoff eine hervorragende Wahl für Sie, wenn Sie auf der Suche nach einem robusten und komfortablen Rollstuhl sind, der auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Standardrollstuhl vs. Leichtgewichtrollstuhl Im Vergleich zu Standardrollstühlen bieten Leichtgewichtrollstühle einige Vorteile. Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal ist das Material, aus dem sie hergestellt werden: Leichtgewichtrollstühle bestehen in der Regel aus Aluminium und sind daher viel leichter zu schieben und transportieren als herkömmliche Rollstühle aus Stahl. Ein weiterer Vorteil ist die einfachere Manövrierbarkeit - aufgrund ihrer geringeren Masse sind sie wendiger als andere Rollstuhltypen. Außerdem lassen sich Leichtgewichtrollstühle im Vergleich zu Standardrollstühlen an Ihre individuellen Maße und Bedürfnisse anpassen. So können zum Beispiel die Sitzbreite und -tiefe, die Rückenhöhe und auch die Armlehnen in Höhe und Winkel angepasst werden. Diese Anpassungen garantieren einen höheren Nutzungskomfort. Welche Vorteile bietet ein Leichtgewichtsrollstuhl von Invacare? Ein großartiges Modell eines Leichtgewichtrollstuhls ist der faltbare Leichtgewicht-Rollstuhl Action 2 NG Invacare SB38 . Dieses Modell ist besonders leicht zu transportieren , da es sich schnell und einfach zusammenklappen lässt. Die Anpassung an Ihre individuellen Bedürfnisse ist ebenfalls möglich: Sitztiefe und -höhe können flexibel eingestellt werden, um maximalen Komfort zu gewährleisten. Auch die Rücken- und die Armlehnen lassen sich verstellen. Die PU-Bereifung und die Kniehebelbremse sorgen für sicheres Fahrgefühl. Wenn Sie auf der Suche nach einem Rollstuhl sind, der leicht, einfach zu transportieren und dennoch komfortabel und individuell anpassbar ist, dann ist der faltbare Rollstuhl Action 2 NG Invacare SB38 definitiv einen Blick wert. Bewahren Sie Ihre Mobilität mit Elektrorollstühlen von Meyra Ein elektrischer Rollstuhl bietet eine größere Unabhängigkeit und Mobilität für Menschen mit eingeschränkter körperlicher Beweglichkeit, da sie ohne körperliche Anstrengung fortbewegt werden können. Außerdem ermöglicht ein Rollstuhl mit elektrischem Antrieb es, längere Strecken zurückzulegen und Hindernisse wie Steigungen oder unebenes Gelände leichter zu überwinden. Für maximalen Fahrkomfort sorgt der Meyra 1.064 Elektrorollstuhl . Er zeichnet sich vor allem durch seine Wendigkeit und Manövrierbarkeit aus, was besonders für den Einsatz in Innenräumen geeignet ist. Der Elektrorollstuhl verfügt über eine kompakte Bauweise und lässt sich einfach zerlegen. Zudem bietet er eine hohe Reichweite von bis zu 25 Kilometern. Der bequeme Sitz und die individuelle Anpassbarkeit sorgen für zusätzlichen Komfort. Die Pflegerollstühle von Sunrise Medical schaffen Entlastung im Alltag Multifunktions- oder Pflegerollstühle werden vorrangig im Pflegebereich eingesetzt. Im Gegensatz zu anderen Rollstuhltypen können verschiedene Sitz- und Liegepositionen eingenommen werden. Einige weitere Merkmale von Pflegerollstühle sind: verstellbare Sitz- und Rückenlehnen für individuellen Komfort und Druckentlastung abnehmbare Armlehnen und Fußstützen für einfaches Ein- und Aussteigen verstellbare Fußstützen für bessere Durchblutung seitliche Stützräder für mehr Stabilität und Sicherheit leichtgängige Rollen für einfache Manövrierbarkeit hohe Gewichtskapazität für eine breite Palette von Nutzern Ein Modell mit besonders hohem Maß an Anpassungsmöglichkeiten ist der Breezy Relax 2 SB von Sunrise Medical . Er hat ein verstellbares Rückenteil , das sich bis zu einem Winkel von 30 Grad neigen lässt. Diese Funktion sorgt für eine Entlastung der Rückenmuskulatur und bietet eine bequeme Sitzposition für längere Zeit. Man kann das Modell außerdem in ein Bett oder eine Liege umwandeln . Die abnehmbaren Armlehnen und Fußstützen machen es einfach, den Rollstuhl in eine flache Position zu bringen. Insgesamt sind die Pflegerollstühle von Sunrise Medical eine hervorragende Wahl für Pflegekräfte und Angehörige von Patienten mit Mobilitätsproblemen. Sie bieten Komfort, Sicherheit und Flexibilität für den Nutzer und erleichtern die tägliche Pflege und Versorgung. Sortiment mit Qualität – Rollstühle von renommierten Herstellern Bei Sanitäts-Online bieten wir Ihnen eine große Auswahl an Rollstühlen von renommierten Herstellern, die für ihre hohe Qualität und Zuverlässigkeit bekannt sind. Dazu gehören Hersteller wie Invacare , Sunrise Medical , Meyra und Bischoff &amp;amp; Bischoff . Jeder dieser Anbieter hat eine lange Tradition in der Entwicklung und Herstellung von Rollstühlen und legt großen Wert auf Innovation, Komfort und Sicherheit für den Nutzer. Mit einem Rollstuhl von diesen renommierten Herstellern können Sie sicher sein, ein Modell höchster Standards zu kaufen - für eine zuverlässige und langlebige Mobilität . Exklusive Beratung für individuelle Bedürfnisse Neben der großen Auswahl erhalten Sie bei uns auch eine kompetente Beratung für Ihre individuellen Bedürfnisse. Unser erfahrenes Team steht Ihnen gerne per Telefon, Chat oder unser Kontaktformular zur Verfügung, um Sie bei der Wahl des passenden Rollstuhl-Modells zu unterstützen. Durch die individuelle Beratung finden Sie garantiert den passenden Rollstuhl, der perfekt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. ]]> </content> <updated>2023-10-04T09:00:00+02:00</updated> </entry> </feed> 